Update zum Luchs-Gehege des Nationalparks Harz

Dritter Luchs im Harz zurück im Gehege – Öffentliche Luchsfütterung entfällt bis auf Weiteres

Gute Nachrichten für den Luchsbeauftragen des Nationalparks Ole Anders und sein Team: Nachdem bereits vergangene Woche zwei der drei ausgebrochenen Luchse wieder eingefangen werden konnten, ist nun auch Luchs-Kuder „Paul“ zurück in einem Gehege an den Rabenklippen bei Bad Harzburg.

Luchs-Kuder Paul ist zurück und nach einem Autounfall wieder auf den Beinen – hier in einem kleinen Separationsgehege an den Rabenklippe
(Foto: Nationalpark Harz)

„Pauls“ Rückkehr gestaltete sich allerdings um einiges dramatischer, als es bei den Luchsdamen „Alice“ und „Ellen“ der Fall war. Der Nationalpark hatte am Montagmorgen eine Meldung von einem Autofahrer erhalten, der die Kollision seines Autos mit einem Luchs schilderte. Kurz darauf machten sich Ole Anders und seine Kollegen zum Unfallort zwischen Stapelburg und Ilsenburg auf – dort war vom Luchs zunächst aber keine Spur zu finden, nur einige Blutspritzer stachen den Experten ins Auge. „Die Informationen zum Unfallhergang wirkten sehr dramatisch“, erzählt Anders. Das Tier sei direkt in das Fahrzeug gelaufen und von diesem überrollt worden, anschließend aber trotzdem wieder unter dem Auto hervorgekommen, um die Flucht in den angrenzenden Wald anzutreten.

Gemeinsam mit dem zuständigen Jagdpächter ging das Team um Anders im unmittelbaren Umfeld auf die Suche nach dem Luchs – zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob es sich um „Paul“ handelt. Rund 50 Meter entfernt vom Straßenrand wurde schließlich ein Luchs entdeckt. Nach mehreren Anläufen gelang die Betäubung mit dem mitgeführten Narkosegwehr. „Das Tier hat sich mehrfach von uns entfernt. Für mich ein gutes Zeichen, die Verletzungen schienen zum Glück nicht allzu schlimm zu sein“, sagt Ole Anders. Dass es sich auch tatsächlich um „Paul“ handelt, konnte nach der Betäubung schnell und unkompliziert mit einem Chip-Lesegerät ermittelt werden.

Vom Unfallort aus ging es für den Kuder zum Tierarzt Thomas Went nach Harlingerorde, der bereits einige Erfahrung mit Luchsen sammeln konnte. In der Praxis wurden bei „Paul“ fünf gebrochene Rippen, mehrere Prellungen und ein blutunterlaufenes Auge festgestellt. Lebensgefahr bestand laut Went nicht, dennoch muss die Entwicklung des Tieres in den nächsten Tagen genau im Blick gehalten werden.

Nachdem er wieder eingefangen werden konnte,
ging es für Paul erstmal zum Tierarzt
(Foto: Nationalpark Harz)

Mittlerweile ist „Paul“ in einem separaten und vor allem ruhigen Gehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg untergebracht. Alle Beteiligten sind froh, dass die Odyssee der Luche nach nunmehr zwei Wochen beendet ist. Durch Orkan Sabine war nicht nur das Gehege durch herabfallende Bäume stark beschädigt worden, auch Luchs „Tamino“ kam bei dem massiven Wetterereignis ums Leben.

Am Schaugehege an den Rabenklippen dauern indes die umfangreichen Aufräum- und Reparaturarbeiten weiter an. Das Gelände bleibt für Besucher gesperrt. Die öffentlichen Luchsfütterungen entfallen bis auf Weiteres. Vielen Dank an alle, die uns bei der Suche nach unseren Gehegeluchsen unterstützt haben!

https://www.nationalpark-harz.de

BSI fordert fünf Sicherheitsupdates für Smartphones – Jetzt sind die Hersteller gefragt!

Bochum (ots) Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einen Anforderungskatalog (Link zum pdf) zur Entwicklung von Sicherheitsanforderungen für Smartphones herausgegeben. Unter anderem heißt es in dem zehnseitigen Dokument in Bezug auf Sicherheits-Updates: “Geräte müssen über die Dauer von fünf Jahren nach Geräteveröffentlichung mit Sicherheits-Updates versorgt werden. Aus der Gerätebeschreibung muss klar ersichtlich sein, ab wann ein Gerät aus der Versorgung mit Sicherheits-Updates herausfällt.”

Alexander Burris, Lead Mobile Researcher Quellenangabe: “obs/G DATA CyberDefense AG”

“Die Forderung des BSI nach garantierten Updates für fünf Jahre für Smartphones und Tablets ist der richtige Schritt, um die Sicherheit mobiler Geräte zu erhöhen. Und nachhaltig ist es auch noch”, sagt Alexander Burris, Lead Mobile Researcher bei G DATA CyberDefense. “Die Realität ist aber eine andere: Immer noch sind viele Geräte mit einer veralteten und damit auch unsicheren Android-Version im Einsatz.” Denn meistens stellen Hersteller nach zwei Jahren keine sicherheitsrelevanten Updates mehr bereit. “Auch Google sagt für aktuelle Pixel-Geräte nur einen garantierten Support von 18 Monaten zu und gilt damit als Vorreiter in der Branche”, sagt Burris. “Aber ohne Hersteller und Händler läuft die Initiative des BSI ins Leere. Freiwillig werden die Hersteller dem Vorschlag des BSI nicht zustimmen. Denn der kurze Zeitraum bis zur Neuanschaffung eines aktuellen Gerätes ist schließlich Teil des Geschäftsmodells.” Laut einer aktuellen Studie der TU Berlin liegt zurzeit die durchschnittliche Nutzungsdauer bei 2,7 Jahren für ein Gerät.

“Es braucht sicherlich eine globale Initiative, um den Zeitraum für Sicherheitsupdates einheitlich zu gestalten”, ergänzt Alexander Burris. “Klar ist aber auch, dass sich etwas ändern muss: Denn Android-Geräte, die bereits sicherheitstechnisch nach einem Jahr veraltet sind, sind nicht mehr zeitgemäß.”

Internet: www.gdata.de