Weltfrauentag 2020: In der IT-Branche sind Frauen noch unterrepräsentiert

Payroll- und HR-Service Provider SD Worx beschreibt die Situation in Deutschland

Frauen entscheiden sich in Deutschland aktuell noch nicht oft für die IT-Branche. Nur 17 Prozent der IT-Fachkräfte sind Frauen. Aber die Situation hat sich in den letzten Jahren durchaus positiv entwickelt. SD Worx nimmt sich den Weltfrauentag zum Anlass, Entwicklung und Chancen genauer zu beleuchten.


Frauen und IT: Vor vielen Jahren noch eine kleine Seltenheit. Doch die Situation hat sich in Deutschland über die Jahre gewandelt. „Es gibt zunehmend mehr Gleichberechtigung und mehr Frauen, die sich für die IT-Branche interessieren“, so Tanja Büchsenschütz, Director HR Germany bei SD Worx. Tatsächlich ist die Anzahl der Informatik-Studentinnen seit 1993 deutlich gestiegen: von 12 Prozent auf 22,5 Prozent im Jahr 2018. Doch es besteht weiterhin Entwicklungspotenzial. Frauen zu fördern ist unter anderem deshalb ratsam, da sonst die weibliche Perspektive in der IT-Branche fehlt. Diese ist gerade bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz bedeutend, damit diese im Einsatz den Bedürfnissen der gesamten Gesellschaft dient, wie das Weltwirtschaftsforum in einer seiner letzten Studien zur weltweiten Gleichberechtigung schreibt.

Maßnahmen für mehr Frauen in der IT-Branche

„Damit mehr Frauen in der IT-Branche Fuß fassen und zudem in höhere Positionen aufsteigen, müssen sie sich untereinander vernetzen. Der persönliche Kontakt und Austausch sind entscheidend“, sagt Tanja Büchsenschütz. Hilfreich sind außerdem Soft Skills. „Als Personalerin achte ich auf eine neugierige und engagierte Arbeitseinstellung. Das gilt aber nicht nur bei Frauen, sondern natürlich auch bei Männern.“ Arbeitgebern stehen ebenfalls verschiedene Maßnahmen zur Frauenförderung zur Verfügung. Beispielsweise können sie im eigenen Unternehmen Flexibilität ermöglichen. Viele Frauen legen Wert darauf, zugleich dem Beruf, der Familie und damit oft den eigenen Kindern gerecht zu werden. Flexible Arbeitszeiten und die Option auf Home Office sind da zwei der passenden Lösungen.

Veränderungen beim Human Resource Management

Doch nicht nur in klassischen IT-Abteilungen ist technische Affinität gefragt – auch auf der HR-Seite spielt ein gutes Verständnis für entsprechende Lösungen eine immer größere Rolle, da Prozesse vermehrt digitalisiert und dann automatisiert werden. Laut dem HR-Software-Report 2019 stufen 74 Prozent der befragten Personalverantwortlichen Software für die eigene Arbeit als sehr wichtig ein. „Ich schätze es sehr und treibe es schon länger voran, dass in unserer Branche die zur Verfügung stehenden Tools vermehrt zum Einsatz kommen – angefangen von der Suche nach Bewerberinnen und Bewerbern über die Abwicklung von Arbeitsverträgen und das Anlegen einer digitalen Personalakte, bis hin zu E-Learning. Entsprechende Veränderungen führen zu Transformationen und es ist wichtig, dass in der Branche keine reine Personalverwaltung herrscht, sondern eine Personalgestaltung“, betont Tanja Büchsenschütz. In dieser Hinsicht können moderne Tools einen positiven Einfluss auf die Situation der Frauen in der IT-Branche haben. Eine Personalgestaltung mit dem Ziel der Frauenförderung ist mit ihnen nämlich weitaus effizienter.

SD Worx GmbH

In der neuen Arbeitswelt von heute möchten die Menschen von dem, was sie tun, inspiriert werden und die Freiheit haben, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Gleichzeitig brauchen Unternehmen dynamische, motivierte Mitarbeiter, die durch intelligente Technologien unterstützt werden. Als ein führender europäischer Anbieter von People Solutions verwandelt SD Worx HR zu einer Wertschöpfungsquelle für das Geschäft seiner Kunden und deren Mitarbeiter. SD Worx liefert People Solutions für den gesamten Lebenszyklus der Mitarbeiter, von der Personalabrechnung bis hin zu Gewinnung, Belohnung und Entwicklung der Talente, die den Erfolg des Unternehmens ausmachen. SD Worx steigert die Leistungsfähigkeit seiner Kunden durch vier Kernkompetenzen: Technologie, Outsourcing, Expertise und datengesteuerte Insights. Mehr als 68.000 kleine und große Unternehmen auf der ganzen Welt vertrauen auf 75 Jahre Erfahrung von SD Worx. Das Unternehmen bietet ihre People Solutions in 130 Ländern an, berechnet die Gehälter von rund 4,6 Millionen Mitarbeiter und zählt weltweit zu den Top 5. Die über 4.600 Experten von SD Worx sind in zehn Ländern tätig: Belgien (Hauptsitz), Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, Mauritius, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. SD Worx ist Mitbegründer der Payroll Services Alliance, einem globalen strategischen Netzwerk von führenden Payroll-Unternehmen, die zusammen 32 Millionen Lohn- und Gehaltsabrechnung pro Monat durchführen. Im Jahr 2018 erzielte SD Worx einen konsolidierten Umsatz von 594,4 Millionen Euro.

http://www.sdworx.de

Frauentag 2020: „Immer anders – immer besser!“ – das Jubiläumsprogramm zu 30 Jahre Aktionskreis Coburg

Am 8. März wird der Internationale Frauentag gefeiert, der in Coburg in diesem Jahr mit einem ganz besonderen Jubiläum verknüpft ist: 30 Jahre Aktionskreis Coburg!

Der Frauentag bietet Gelegenheit, stolz zu sein auf Errungenschaften und ermöglicht auch, den Blick auf noch bestehende Herausforderungen zu richten.

Obwohl die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland seit mehr als 50 Jahren besteht, gibt es bei der tatsächlichen Gleichstellung nach wie vor Handlungsbedarf. Und zwar im individuellen Handeln, sowie in beruflicher Hinsicht. Jede Frau, die in Deutschland lebt, ist frei und gleichberechtigt – zumindest sieht das Gesetz es so vor. Ein Faktencheck in den Themenbereichen Gewalt gegen Frauen, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Altersarmut, unbezahlte Sorgearbeit, Frauen in Führungspositionen sowie politische Repräsentanz macht klar, dass es noch Nachholbedarf gibt, was die Gleichberechtigung von Frauen und Männern betrifft. Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung und müssen dementsprechend auch vertreten sein.

Die Vorkämpferinnen der Frauenbewegung haben vorgemacht, wie Widerstände überwunden werden können. Es braucht auch heute noch aktive Frauen, die an die Meilensteine erinnern und aktuelle politische Forderungen voranbringen. Umso mehr ist es zu bewundern, dass es über die lange Zeit von 30 Jahren engagierte Frauen gibt, die sich immer wieder für das Thema Gleichberechtigung stark machen – mit Überzeugung und Engagement. Frauen, deren Ziel die Gleichstellung von Frauen und Männern ist.

So wird es im März wieder viele Gelegenheiten zum Diskutieren und für Gespräche bei den Veranstaltungen  geben, die der Aktionskreis Internationaler Frauentag organisiert hat. „Unser diesjähriges Programm ist besonders abwechslungsreich, eben passend für ein solches Jubiläum. Da ist sicherlich für jede Frau, ob jung oder alt, etwas dabei“, erklärt Susanne Müller, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Coburg, die seit 2002 die Aktionen mitorganisiert.

Gleich am 3. März 2020 wird Helma Sick wieder zu Gast in Coburg sein. Sie berichtet aus ihren spannenden Erfahrungen aus der Wirtschaftsgeschichte der Frauen und erzählt einige Anekdoten aus verschiedenen Jahrhunderten. Am Samstag, den 7. März, sind dann Frauen wieder eingeladen miteinander auf Tour zu gehen und Frauengeschichte in Bamberg bei einer Kulturreise zu erleben. Spannend wird es auch am 9. März, wenn Dagmar Enkelmann über die Emanzipation der DDR-Frauen in der Stadtbücherei lesen wird. Daraus lassen sich wichtige Denkanstöße zur Stellung der Frau in der heutigen Zeit gewinnen. Wie in jedem Jahr gibt es auch im Jubiläumsjahr ein Kabarett. In Zusammenarbeit mit der Agentur Streckenbach wird das „Kabarett vom Feinsten“ mit Constanze Lindner unter dem Titel „Miss Verständnis“ angeboten.

Das besondere Highlight, um das 30-jährige Jubiläum gebührend zu feiern, wird es bei einem Festabend mit dem Titel „Immer anders – immer besser!“ und einem besonderen Programm in St. Augustin am 13. März geben. Das Bamberger Frauenduo wird die Visionen starker Frauen mit Leichtigkeit und Tiefsinn in Form unterschiedlicher Frauenfiguren auf die Bühne bringen. Bei einem Dialog um Gedanken zu tanken, wird das Improtheater „Tagträumer mit Charme“, mit Biss, Witz und Schlagfertigkeit auf die Emanzipation der Frau blicken.

Die Veranstalterinnen des Aktionskreis Internationaler Frauentag sind AsF Coburger Land, DGB, die Gleichstellungsstelle Landkreis Coburg, die Gleichstellungsstelle Stadt Coburg, die Stadtbücherei Coburg und der Verein Keine Gewalt gegen Frauen e.V.. Das Programm wird unterstützt von der Niederfüllbacher Stiftung, der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, dem DGB und der Agentur Streckenbach. Karten für die einzelnen Veranstaltungen sind in der Stadtbücherei Coburg erhältlich. Dort liegen auch weitere Informationsflyer aus.

https://www.coburg.de

DIE LINKE: Kipping – Der Frauentag ist auch ein Tag gegen Gewalt

Die Gewalt gegen Frauen ist in Deutschland leider keine Ausnahme, sie ist die Regel. Studien zufolge erfährt jede 3. Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt. Jeden Tag versucht ein Mann seine (Ex-)Partnerin umzubringen, jeden dritten Tag kommt es zur Ermordung einer Frau durch ihren (Ex-)Partner.

Die geschlechtsspezifische Tötung heißt Feminizid. Damit es jedoch nicht soweit kommt, suchen viele Frauen, die in ihrer Partnerschaft oder Familie Gewalt erfahren, Schutz in einem Frauenhaus oder bei einer Beratungsstelle. Diesen Institutionen fehlen jedoch fast immer ausreichend Gelder für Personal und Unterbringungsmöglichkeiten. In manchen Bundesländern muss jede zweite Frau mit ihren Kindern von einem Frauenhaus abgewiesen werden, die Wartezeiten für Beratungen betragen zum Teil mehrere Monate. Doch selbst, wenn eine Frau in den Schutz eines Frauenhauses kommt, bedeutet das auch nur eine Lösung auf Zeit. Weitaus schwieriger wird die Zeit nach dem Frauenhaus. Viele Frauen schaffen den Sprung in ein eigenständiges Leben nicht und kehren wieder zurück in die gewaltvolle Beziehung. Die Gründe sind u. a. die hohen Mieten, die fehlende Versorgung mit Kindergartenplätzen und die geringen Jobperspektiven, die es Frauen oft unmöglich machen, sich tatsächlich ein eigenständiges Leben, außerhalb der alten Beziehung aufzubauen.

Deshalb fordert Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

“Damit Frauen sich tatsächlich aus einer gewaltvollen Beziehung lösen können, brauchen sie ein Recht auf eine akute Grundversorgung. Recht auf Grundversorgung heißt, Zugang zu einer eigenen Wohnung, einem KiTa-Platz und einen Job, mit dem sie ökonomisch unabhängig das neue Leben meistern können. Frauen sind nicht nur Opfer, sie brauchen nicht nur unseren Schutz, sie brauchen in erster Linie die Garantie für ein eigenständiges Leben.”

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Quelle: https://www.die-linke.de/?id=3665&tx_news_pi1%5Bnews%5D=78555

Alles Gute zum Frauentag :-)

Nicht nur kämpfen, auch mal ausruhen.

Allen Frauen alles Gute zum Internationalen Frauentag!

Der Internationale Frauentag, Weltfrauentag, Frauenkampftag, Internationaler Frauenkampftag oder kurz Frauentag ist ein Welttag, der am 8. März begangen wird. Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen und fand erstmals am 19. März 1911 statt. Seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert. Die Vereinten Nationen erkoren ihn 1975 als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden aus und richteten erstmals zum Internationalen Frauentag am 8. März eine Feier aus.

Quelle: https://de.wikipedia.org