Mainzer Fan-Forscher: So leidensfähig sind Fans in Krisenzeiten – im Fußball und in Unternehmen…

Mainz (ots) Für die einen nur ein ungewohntes Bild, für Fußball-Fans kaum zu ertragen: Fußballspiele im Geisterstadion, ohne Publikum, ohne Jubel, ohne Fan-Gesänge. “Jetzt ist also per Dekret vollzogen, wozu ein echter Fußballfan aus freien Stücken niemals bereit gewesen wäre”, sagt der Mainzer Fan-Forscher Roman Becker.

Mainzer Fan-Forscher: So leidensfähig sind Fans in Krisenzeiten – im Fußball und in Unternehmen… Quellenangabe: “obs/2HMforum.”

“Ein Fan würde lieber sterben als seine Mannschaft im Stich zu lassen”, weiß Becker, der sich seit mehr als 20 Jahren mit emotionaler Kundenbindung beschäftigt. Dass sich hunderte Gladbach-Fans dennoch vor dem gesperrten Stadion versammelten und ihre Derby-Helden feierten, sei nur ein Beispiel von vielen. Inzwischen hat die Deutsche Fußball Liga eine Pause der Bundesliga-Spiele angekündigt – am Wochenende rollt der Ball aber noch in den Geisterstadien.

“Fans sind besonders leidensfähig – sei es im Sport, in der Musikwelt, in Unternehmen.” Roman Becker erklärt: “Eine Fan-Beziehung beruht auf einer emotionalen Bindung.” Diese lasse den Fan auch in schwierigen Zeiten zu seinem Idol stehen – und für ein Fan-Erlebnis sogar Krankheit in Kauf nehmen. Eine überwältigende Mehrheit der Fans antworte in Befragungen, dass sie sich eine Welt ohne ihren Verein, ohne ihr Idol nicht vorstellen könne.

Fan-Prinzip in Unternehmen

Diese typischen Verhaltensweisen greifen nicht nur im Fußball. “Aus unserer Grundlagenforschung wissen wir, dass Unternehmen mit einer hohen Fan-Quote unter ihren Kunden und Mitarbeitern wirtschaftlich erfolgreicher sind als andere”, erklärt der Marktforscher. Sie profitierten in hohem Maße von ihren Fan-Kunden: “Denn diese kaufen mehr, sie kaufen häufiger, sie sind weniger preissensibel, sie bewerten Konditionen besser, haben den höchsten Deckungsbeitrag und sind beste Botschafter.” Aber ein Fan-Merkmal sei aktuell ganz besonders wichtig: Fans bleiben auch in schlechten Zeiten treu.

Das sich ausbreitende Corona-Virus wird auch ein Bewährungstest für viele Unternehmen sein. “Aus mehr als 20 Jahren Marktforschung zum Thema emotionale Kundenbindung wissen wir: Unternehmen, die es in der Vergangenheit geschafft haben, ihre Kunden zu echten Fans zu machen, werden auch diese Krise weitgehend unbeschadet überstehen”, ist sich Roman Becker sicher.

Fans in Krisenzeiten

Fankunden sind – so der Fan-Forscher – die wichtigsten Mitstreiter in Krisenzeiten. “Sie stehen in Krisenzeiten nicht nur zu ihrem “Star”, sie verteidigen ihn sogar in der Öffentlichkeit.” Becker zitiert ein Beispiel aus den sozialen Netzwerken: Fast zeitgleich habe es eine Panne gegeben – bei der Deutschen Bank und bei ALDI. Die Supermarktkette hatte Kunden den doppelten Wert ihres Einkaufs abgebucht. Bei der Deutschen Bank wurden dem Kunden Abbuchungen lediglich doppelt angezeigt. Die Diskussion wurde hitzig in den sozialen Netzwerken ausgetragen und war hochinteressant: Die Fankunden verteidigten ALDI und ersticken so den sich anbahnenden “shitstorm” im Keim, während die Deutsche Bank dem “shitstorm” ihrer Gegner nahezu “schutzlos” ausgesetzt war. Zur Info: Aldi hatte damals eine Fan-Quote von 31 Prozent, die Deutsche Bank eine Fan-Quote von 11 Prozent.

Fans verzeihen …

“Fans verzeihen Fehler und auch schlechte Leistungen; sie stehen zu ihrem Verein, zu ihrem Musik-Star, zu ihrem Unternehmen, auch wenn sie mit Pannen und Niederlagen und schlechten Botschaften konfrontiert werden”, so Becker. Er ist sich sicher: “Gerade, weil zum Beispiel Fußball-Fans die Bilder von leeren Rängen in ihrem Stadion kaum ertragen können, gerade weil sie ihren Idolen nicht mehr nah sein können, wird die Liebe zum Star in Krisenzeiten noch intensiver werden.”

Weitere Informationen zum Fan-Prinzip und zu Fan-Studien: www.2hmforum.de

Jobcenter und Arbeitsagenturen arbeiten weiter – auch wenn die Türen geschlossen sind

Persönlicher Kontakt im Notfall möglich; Geldauszahlung ist sichergestellt

Nürnberg (ots) Die Jobcenter (gemeinsame Einrichtungen), Arbeitsagenturen und Familienkassen konzentrieren sich in der aktuellen Lage darauf, Geldleistungen wie Arbeitslosengeld I und II, Kurzarbeitergeld, Kindergeld und Kinderzuschlag sowie alle weiteren Leistungen auszuzahlen. Um dies zu gewährleisten, um die Gesundheit aller zu schützen und um die Pandemie einzudämmen, gibt es ab morgen (18.03.2020) keinen offenen Kundenzugang in unsere Gebäude mehr.

Für Notfälle wird vor Ort eine Kontaktmöglichkeit geschaffen. Wir informieren über die regionale Presse und über Aushänge über diese Möglichkeiten.

Wichtige Info für alle Kundinnen und Kunden:

Sie müssen einen vereinbarten Termin NICHT absagen, weder telefonisch noch per Mail. Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen. Gesetzte Fristen werden vorerst ausgesetzt. Die Kundinnen und Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern. Die Auszahlung der Geldleistung ist sichergestellt.

Zusätzliche regionale Rufnummern:

Die Arbeitsagenturen und Jobcenter schalten derzeit auch lokale Rufnummern, da unsere zentralen Rufnummern nur sehr schlecht erreichbar sind. Auch hier informieren wir baldmöglichst über die Medien, unter www.arbeitsagentur.de und über Aushänge.

Anträge auf Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II:

Den Antrag auf Arbeitslosengeld I können Sie online stellen. http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld

Den Neuantrag auf Arbeitslosengeld II finden Sie hier: http://www.arbeitsagentur.de/antrag-arbeitslosengeld2

Den Antrag auf Arbeitslosengeld II können Sie jederzeit formlos telefonisch oder schriftlich bei Ihrem Jobcenter stellen. Ferner haben Sie derzeit auch die Möglichkeit, Ihren bereits ausgefüllten Antrag ohne persönliche Vorsprache in den Hausbriefkasten des Jobcenters einzuwerfen.

Kundinnen und Kunden, die bereits Arbeitslosengeld II beziehen, und einen Weiterbewilligungsantrag stellen wollen, können dies online unter http://www.jobcenter-digital.de erledigen. Nach der Registrierung wird per Post eine PIN zugestellt. Über dieses Portal können auch Veränderungen mitgeteilt werden.

Tutorials und Flyer zur Hilfe bei den Online-Anträgen finden Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/eservices

Informationen für Arbeitnehmer zum Kurzarbeitergeld finden Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/finanzielle-hilfen/kurzarbeitergeld-arbeitnehmer

Arbeitgeber finden alle Informationen zu Kurzarbeit hier: www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit

Teufel vom Hexentanzplatz in der Glaskugel

Den Hexentanzplatz muss man vorstellen, diese Aussichtsplattform ist sicher Pflicht bei einem Besuch im Harz. Erreichbar ist er zu Fuß, per Seilbahn, Bus und Auto. Belohnt wird der „Aufstieg“ dann durch einen sagenhaften Ausblick in das Bodetal.

Aber der Hexentanzplatz hat selber viel zu bieten.
So der bekannte Teufel.

Die Plastiken auf dem Hexentanzplatz stammen von Jochen Müller, Diplom-Metallgestalter aus Quedlinburg. Sie wurden am 21. April 1996 enthüllt. Die Hauptfigur in der Mitte der Kette aus Findlingen ist der Teufel.

Der Hexentanzplatz ist durch Überlieferung angeblich auch ein altsächsischer Kultort, an dem in der Nacht zum 1. Mai zur Verehrung der sogenannten Hagedisen (Wald- und Berggöttinnen) Feste abgehalten wurden. Der Ort wurde erst nach dem Verbot des Kultes durch die zugewanderten christlichen Franken zum Hexentanzplatz. Also auf zum Hexentanzplatz.