Archiv der Kategorie: Bildung & Schule

Mitten in der “Corona-Krise”: Rekordanmeldungen für die Ausbildung zur Pflegefachkraft bei Asklepios

Hamburg (ots) Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsberufe verzeichnet höchste Anmeldungszahl seit sieben Jahren

Gruppenfoto von Auszubildenden des Asklepios Bildungszentrums für Gesundheitsberufe (BZG) von Ende 2019. Das Hamburger BZG ist die größte Ausbildungseinrichtung für Gesundheitsberufe in Deutschland. Quellenangabe: “obs/Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA/M.Kuhn”

Das Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (BZG), Hamburgs größter Ausbildungsbetrieb, verzeichnet trotz – oder gerade wegen – der “Corona-Krise” eine Rekordanzahl an Bewerbungen und Zusagen für die Ausbildungsplätze zur Pflegefachkraft. “Die Ausbildung startet im August, und schon jetzt haben wir einem Drittel mehr Bewerberinnen und Bewerbern zugesagt als in den sieben Jahren davor: 172 statt 129. Dieser Rekord ist wirklich sehr beeindruckend”, sagt Holger Graber, Leiter des BZG. “Das Ansehen der Pflegeberufe hat sich in den vergangenen Wochen ganz erheblich verbessert. Die Menschen haben auf den Balkonen gestanden und den Schwestern und Pflegern für ihre Leistung in der Corona-Krise gedankt – das macht sich jetzt bemerkbar. Die Ausbildung zur Pflegefachkraft wird eindeutig attraktiver”, so Graber, der Deutschlands größte Bildungseinrichtung für Gesundheitsberufe mit rund 1.000 Ausbildungsplätzen allein für die Pflegeberufe leitet.

Für die Ausbildung “Pflegefachfrau/Pflegefachmann” im Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (BZG) gibt es jedes Jahr drei Starttermine: 1. April, 15. August und 1. November. “Die Corona-Krise macht deutlich, wie wichtig und eben auch krisensicher die Gesundheitsberufe sind. Obendrein sind sie anspruchsvoll, vielseitig und bieten viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft”, führt BZG-Leiter Holger Graber aus. Dazu gehören auch Bachelor- und Master-Studiengänge. “Auf unseren Webseiten haben wir detaillierte Informationen zusammengestellt, mit denen man sich ein sehr gutes Bild über die Ausbildungen, Tätigkeiten und Zukunftsmöglichkeiten der Berufe machen kann”, sagt Graber. Auch Auskünfte zu den Anforderungen an die Bewerber, die Höhe der Ausbildungsvergütung, die Starttermine und Bewerbungsfristen sind dort zu finden. Informationen zu den folgenden Berufen gibt es auf der Internetseite des Asklepios Bildungszentrums für Gesundheitsberufe:

-  Pflegefachfrau/Pflegefachmann (ehemals Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. Krankenschwester) - auch in Teilzeit 
-  Pflegefachfrau/Pflegefachmann plus Bachelor of Science 
-  Pflegefachfrau/Pflegefachmann mit Vertiefung Pädiatrie 
-  Operationstechnischer Assistent OTA (w/m/d) 
-  Anästhesietechnischer Assistent ATA (w/m/d) 
-  Medizinisch-technischer Radiologieassistent MTRA (w/m/d) 
-  Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent MTLA (w/m/d)  

Wer sich für die Berufsbilder Ergotheraphie, Logopädie oder Physiotherapie interessiert, wird auf den Webseiten der Medizinischen Akademie Hamburg (MAH) fündig. Von den Webseiten des BZG und der MAH führt jeweils auch ein direkter Link zur Online-Bewerbung.

Kooperation des Universitätsklinikums Bonn und des Johanniter-Krankenhauses in Krebsmedizin

Regionales und überregionales Netzwerk für optimale Versorgung von Krebspatienten im Aufbau

Bonn (ots) Krebserkrankungen sind neben Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems die häufigste Todesursache in Deutschland mit über 220.000 Todesfällen pro Jahr. Bei Frauen sind Krebserkrankungen der Brustdrüse, des Darms, der Lunge und des Gebärmutterkörpers am häufigsten; beim Mann die Krebserkrankung der Prostata, der Lunge, des Darms und der Harnblase.

(v.l.) Prof. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Bonn und Dr. Thomas Krössin, Geschäftsführer der Johanniter GmbH.Quellenangabe: “obs/Universitätsklinikum Bonn/UKB / A.Winkler”

Die Behandlung von Krebserkrankungen ist wie bei kaum einer anderen Erkrankung interdisziplinär. Das Einschlagen nicht optimierter Behandlungspfade zu Beginn einer Tumorerkrankung führt zu ineffektiver Behandlung und erheblichen Mehrkosten; eine fehlende menschliche Begleitung der Patienten während des gesamten Behandlungsprozesses zu Verunsicherung und Unzufriedenheit.

Die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert sogenannte Onkologische Organzentren, die eine hervorragende Behandlung sicherstellen. Von diesen haben das Johanniter-Krankenhaus (JK) und das Universitätsklinikum Bonn (UKB) mit ihren onkologischen Schwerpunkten mehrere zugesprochen bekommen.

Die Deutsche Krebshilfe hat darüber hinaus sogenannte Onkologische Spitzenzentren definiert. Das UKB wurde als Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Bonn gemeinsam mit dem CIO Köln als eines der ersten Spitzenzentren in Deutschland ausgezeichnet. Inzwischen arbeiten im Verbund “CIO ABCD” vier Universitätskliniken zusammen (Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf). Im CIO Bonn arbeiten Spitzenmediziner und -wissenschaftler eng zusammen, um heutigen und zukünftigen Patienten mit einer Krebserkrankung eine Behandlung auf Spitzenniveau anbieten zu können.

Evidenzbasierte standardisierte Vorgehensweisen für die Behandlungsplanung, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen, der Einsatz neuester Methoden in Diagnostik und Therapie und eine intensive psychoonkologische Betreuung von Patienten und Angehörigen sind die Eckpfeiler der Versorgung von Krebspatienten im Johanniter-Krankenhaus Bonn, getragen von einem der größten und traditionsreichsten Sozialunternehmen Deutschlands, der Johanniter GmbH des Johanniter-Ordens, und am Universitätsklinikum Bonn, einem der wissenschaftlich, klinisch und wirtschaftlich erfolgreichsten deutschen Universitätsklinika. Beide Kliniken haben sich unabhängig voneinander zu weithin anerkannten onkologischen Zentren entwickelt mit größter regionaler und überregionaler Anerkennung sowie jeweils großen und wachsenden Zahlen von Patienten. Die Zahlen der Patienten mit neuen hämatologischen Krebserkrankungen und bösartigen Neubildungen anderer Organe an beiden Standorten addieren sich zur größten Konzentration von Patienten mit Krebserkrankungen in Nordrhein-Westfalen. Es ist daher über längere Zeit der Wunsch gewachsen, dass diese beiden Schwerpunkt-Krankenhäuser für Krebserkrankungen kooperieren, insbesondere um die Durchführung innovativer klinischer Studien und translationaler Forschung sowie die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, peripheren Krankenhäusern und Kostenträgern zum Aufbau eines regionalen und überregionalen Netzwerkes für die Optimierung der Versorgung von Tumorpatienten gemeinsam voranzutreiben. Eine kontinuierliche Evaluation nach klinischen, wissenschaftlich-epidemiologischen und ökonomischen Kriterien sichert die hohe Qualität der Versorgung.

Hierdurch wird die Translation onkologischer Forschung in die Patientenversorgung, welche am UKB besonders im Bereich der modernen immunologischen Therapien international sehr stark ist, gefördert und die Etablierung von Forschungsschwerpunkten am JK ermöglicht. Die großen Fallzahlen werden klinische Studien erleichtern und die Weiterentwicklung modernster Ansätze der Tumorgenomics und -proteomics sowie der Zelltherapie ermöglichen. Durch den Schulterschluss des UKB mit dem JK wird eine der größten und bestaufgestellten Kooperationen im Bereich der Krebsmedizin etabliert, und die dadurch optimale Förderung der translationalen onkologischen Forschung sowie der Ausbau der modernen Zelltherapie wird eine gute Basis sein für die mögliche Etablierung eines National Cancer Center in Bonn.

Die neu etablierte Kooperation zwischen JK und UKB schließt eine enge Zusammenarbeit in Bereichen wie Pathologie, Stammzelltherapie, Radiologie und die Entwicklung von innovativen chirurgischen Methoden (Endoskopie, Roboter-Chirurgie etc.) sowie die gemeinsame Nutzung von Biobanken für eine verbesserte Patientenversorgung ein. Neueste Formen der Diagnostik wie systematische Genomanalysen bei Tumoren mit den dafür erforderlichen Datenbanken und großen Bioinformatikabteilungen werden in dem Verbund allen Patienten zur Verfügung stehen. Die schon bestehende Zusammenarbeit bei klinischen Studien zur Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten wie auch die Kooperation zur Verbesserung der persönlichen Unterstützung von Patienten und Familien in der Psychoonkologie und Palliativmedizin wird deutlich ausgebaut. Gemeinsame Forschungsaktivitäten sollen dazu beitragen, dass Forschungsergebnisse im Sinne der Translation noch schneller zum Patienten gebracht und umgekehrt Fragen aus der Praxis in der Forschung schneller beantwortet werden können. Dies betrifft z. B. auch die molekulare Bildgebung, bei der heute neben CT und MRT auch die PET-Technologie zum Einsatz kommt, sowie den Bereich der Onkogeriatrie (Krebserkrankungen im Alter).

Die Medizinische Fakultät plant neben einer stärkeren Interaktion in der Forschung auch eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Studierendenausbildung. Hierzu sollen auch gemeinsame Strukturen entwickelt werden. Das UKB wird für die Kooperation sein großes Studienzentrum mit den entsprechenden Personalressourcen zur Verfügung stellen. Professoren des JK aus dem Bereich der Onkologie werden im Leitungsgremium des CIO Bonn gleichberechtigt mit den UKB Professoren vertreten sein. Insgesamt handelt es sich bei dieser Kooperationsvereinbarung, bei der die Patienten weiter in den Kliniken ihrer Wahl behandelt werden, um einen sehr bedeutenden Schritt in der Krebsmedizin für die Stadt, die Region und weit darüber hinaus, weil durch die Kooperation zwischen dem JK und dem UKB eine deutliche Stärkung der Forschung sowie der Diagnostik und Therapie in der Krebsmedizin entsteht – mit überregionaler und internationaler Bedeutung.

O-Ton:

1. Prof. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Bonn:

Wegen der großen Fortschritte in der Krebsmedizin können heutzutage Kooperationen von Krebszentren mit großen Zahlen von Patient*innen und hoher Forschungsaktivität an demselben Ort gemeinsam mehr für Patient*innen und den medizinischen Fortschritt erreichen als getrennt voneinander, und diesen Trend zur sinnvollen Zentralisierung in Spezialbereichen der Medizin sieht man international. Es ist sehr erfreulich, dass nach sorgfältiger Vorbereitung jetzt die beiden größten Kliniken in Bonn und der Region im Bereich der Krebsmedizin nun eng kooperieren werden zum Wohl der betroffenen Patienten*innen

2. Prof. Yon-Dschun Ko, Ärztlicher Direktor, Chefarzt, Internistische Onkologie am Johanniter-Krankenhaus Bonn

Die Einbindung aller onkologisch tätigen Kollegen (Onkologen, Strahlentherapeuten) der Region ist essentiell für eine flächendeckende optimale Versorgung von Krebspatienten. Mit der Anbindung der Johanniter-Kliniken Bonn und damit des Onkologischen Zentrums Bonn/Rhein-Sieg mit seinen Partnern an das CIO Bonn gelingt dies in hervorragender Weise. Medizinscher Fortschritt auf der einen Seite und Transport von Innovationen in die gesamte Region auf der anderen Seite werden den betroffenen Menschen helfen, schnell und sicher eine optimale Behandlung zu erhalten.

Web: ukbonn.de

Schülerzeitungspreis “Die Raute” von der Hanns-Seidel-Stiftung ausgeschrieben

Ferber: “Journalistisches Schüler-Engagement belohnen” – Einsendeschlus 31. Juli 2020

München (ots) Für das aktuell laufende Schuljahr hat die Hanns-Seidel-Stiftung wieder ihren Schülerzeitungspreis DIE RAUTE ausgeschrieben. Er ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert, Einsendungen sind bis 31. Juli 2020 möglich. “Der Preis soll die Bedeutung der Schülerpresse herausstellen und das journalistische Engagement der Schülerinnen und Schüler belohnen”, schreibt der Europaabgeordnete und Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Markus Ferber, im Rahmen der Ausschreibung des Preises an die Schulleitungen.

Schülerzeitungspreis “Die Raute” von der Hanns-Seidel-Stiftung ausgeschrieben / Ferber: “Journalistisches Schüler-Engagement belohnen” – Einsendeschlus 31. Juli 2020 / Auswahl an Schülerzeitungen, die in der Vergangenheit beim Preis “Die Raute” schon teilgenommen haben. Quellenangabe: “obs/Hanns-Seidel-Stiftung/Thomas Plettenberg”

Heute Schülerzeitung – morgen Tageszeitung

Wer heute an einer Schülerzeitung mitarbeitet, kann morgen Redakteur bei einer großen Tageszeitung sein. Der journalistische Werdegang hat oftmals seinen Ursprung in der Schule, schreibbegeisterte Schüler tasten sich an Recherche, Meinungspluralismus und Berufsethos heran. Neben dem Schülerzeitungspreis hat die Hanns-Seidel-Stiftung auch ein Stipendienprogramm für den journalistischen Nachwuchs im Angebot (www.hss.de/stipendium).

DIE RAUTE soll Engagement belohnen

Die Bedeutung der Schülerpresse für den Journalismus von morgen darf nicht unterschätzt werden. Während an Schulen als Erfolgsbarometer die Verkaufszahl zählt, geben Preise wie “DIE RAUTE” den Machern von qualitativ guten Schülerzeitungen einen weiteren Motivationsschub. Die Hanns-Seidel-Stiftung unterstützt die ersten journalistischen Schritte mit dem Preis “DIE RAUTE”. Er ist mit 5.000 Euro dotiert (15×300 Euro und 2×250 Euro Sonderpreise Digital).

Nach dem Einsendeschluss wird sich die Jury unter Vorsitz der stv. Generalsekretärin Stefanie von Winning abstimmen und die Preisträger 2020 auswählen: “Wir vermuten, dass es in diesem Schuljahr wegen dem allgemeinen Unterrichtsausfall weniger Schülerzeitungen geben wird als üblich, aber wir ermutigen alle, die eine Zeitung auf die Beine gestellt haben, diese für den Preis einzureichen.”

Teilnahmeberechtigung und Einsendeschluss

Teilnahmeberechtigt sind Schülerzeitungen von Mittelschulen/Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Förderschulen und Beruflichen Schulen mit FOS/BOS, die im Schuljahr 2019/2020 erschienen sind – auch die aus dem 1. Halbjahr. Die Preise werden in den drei Kategorien “Journalistischer Einzelbeitrag (Artikel)”, “Kreativität und Gestaltung” und “Informationsvielfalt” pro Schularten vergeben. Auch in diesem Jahr gibt es den Sonderpreis Digital, der schulisches Engagement für Online-Schülerzeitungen auszeichnet.

Mitmachen ist einfach: Fünf Exemplare der aktuellen Ausgabe der Schülerzeitung bis zum 31. Juli 2020 zusammen mit dem Teilnahmeformular einsenden (Download unter: www.hss.de/die-raute). Voraussichtlich im November – je nach Pandemielage – werden die Gewinnerteams mit ihren Lehrern in München zur Preisverleihung erwartet und ausgezeichnet.

ADAC Stiftung: Erste Hilfe leisten – auch während Corona

Für rund 50 Prozent ist ein Automatischer Externer Defibrillator (AED) kein Begriff
Fazit: hoher Aufklärungsbedarf zum Thema Wiederbelebung

München (ots) Schnelle erste Hilfe ist bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand überlebenswichtig. Durch das Einmaleins der Wiederbelebung “Prüfen, Rufen, Drücken” werden erste lebensrettende Maßnahmen eingeleitet. Allerdings obliegt insbesondere es in Zeiten der Corona-Pandemie der helfenden Person, ob eine Herzdruckmassage durchgeführt wird. Unterstützen kann hier zusätzlich der Einsatz eines Automatisierten Externen Defibrillators.

ADAC Stiftung: Erste Hilfe leisten – auch während Corona / Für rund 50 Prozent ist ein Automatischer Externer Defibrillator (AED) kein Begriff / Fazit: hoher Aufklärungsbedarf zum Thema WiederbelebungQuellenangabe: “obs/ADAC SE/ADAC Stiftung”

“Bei einem Notfall steht grundsätzlich der Eigenschutz immer an erster Stelle und jeder Ersthelfer muss in dieser Zeit selbst entscheiden, welche Maßnahmen er durchführen möchte, erläutert Dr. Andrea David, Vorstand der ADAC Stiftung. “Aber auch in Corona-Zeiten gibt es Möglichkeiten, erste Hilfe zu leisten, der verunfallten Person zur Seite zu stehen und sich gleichzeitig selbst ausreichend zu schützen. Ansprache der Person, Notruf wählen und vor Ort bleiben, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist – das geht auch mit einem Sicherheitsabstand von 1,50 Meter.”

Wie wichtig aktive Hilfe ist, zeigen die Zahlen: Über 50.000 Menschen erleiden deutschlandweit außerhalb eines Krankenhauses jährlich einen plötzlichen Herz-Kreislaufstillstand, circa 60 Prozent davon zuhause. Nur jeder zehnte Betroffene überlebt, denn ohne Hilfe kommt es innerhalb von drei bis fünf Minuten zu irreversiblen Schäden am Gehirn, der Rettungsdienst benötigt jedoch durchschnittlich acht bis zehn Minuten zum Einsatzort.

Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte kann jeder mit einer Herzdruckmassage lebensrettende Maßnahmen einleiten – aber nur 42 Prozent der Deutschen helfen. In anderen europäischen Ländern liegt die Quote bei bis zu 75 Prozent. Neben den grundlegenden Maßnahmen “Prüfen, Rufen, Drücken” ist eine zusätzliche Beatmung sinnvoll. Sie sollte aber nur von geschulten Personen durchgeführt werden. Ebenso kann der Einsatz eines AED die Überlebenschancen erhöhen, wenn sichergestellt ist, dass die Herzdruckmassage nur für wenige Sekunden, während der Abgabe des Schocks durch den AED, unterbrochen wird. Wie ein AED funktioniert, zeigt die Grafik.

Die ADAC Stiftung hat eine repräsentative Befragung über das Wissen zum Einsatz von AED im Rahmen der Laienreanimation durchgeführt. Nur für etwas mehr als die Hälfte der befragten Personen ohne medizinische Fachkenntnisse ist AED ein Begriff. Je älter die Befragten sind, desto unbekannter ist der Automatische Externe Defibrillator. Zudem wissen 84 Prozent nicht, wo sich der nächste AED befindet, weder im häuslichen Umfeld noch am Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz. Nur ca. 40 Prozent kennen die richtige Reihenfolge bzw. Priorisierung für Erste-Hilfe-Maßnahmen “Prüfen – Rufen – Drücken – Beatmen – AED”.

“Unsere Befragung zeigt, dass hoher Aufklärungsbedarf zum Thema Automatischer Externer Defibrillator besteht. Unser Ziel ist es daher, weiter über die wichtigsten Erste Hilfe Maßnahmen undden richtigen Einsatz eines AED zusätzlich zur Herzdruckmassage und ggf. Beatmung aufzuklären und damit die Überlebenschancen bei plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillständen zu erhöhen, erklärt Dr. Andrea David.

Die repräsentative Befragung erfolgte im Auftrag der ADAC Stiftung im November 2019 unter 1.033 Teilnehmern des Bilendi Panels nach CAWI (Computer-Aided-Web-Interviewing) . Die ADAC Stiftung hat bereits 2019 die bundesweite Aufklärungs-Kampagne #heldkannjeder – Das Einmaleins der Wiederbelebung zur Laienreanimation durchgeführt.

Ausführliche Informationen zur Befragung
finden Sie unter stiftung.adac.de

Corona-Krise bremst Verkehrserziehung – DVW reagiert auf fehlende Radfahrausbildung

Corona-Krise bremst Verkehrserziehung

DVW reagiert auf fehlende Radfahrausbildung in der Grundschule

Berlin, 15. Mai 2020: Durch die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie wird die schulische Radfahrausbildung derzeit in keinem Bundesland durchgeführt.

Quelle: VMS

Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) reagiert auf den Ausfall und bietet bis Ende Juli ein kostenloses Online-Portal für Schüler an, um die theoretischen Grundlagen der Radfahrausbildung zu vermitteln. Das Angebot wurde zusätzlich um einen Ratgeber erweitert, der Eltern helfen soll, praktische Übungen mit den Kindern durchzuführen. DVW-Geschäftsführer Daniel Schüle sieht es als gute Lösung auf Zeit: „Die Radfahrausbildung ist der wichtigste Baustein der schulischen Verkehrserziehung. Mit dem Online-Portal können wir unkompliziert Lerninhalte für zuhause anbieten und auch Eltern unterstützen. Trotzdem kann es kein vollwertiger Ersatz der Radfahrausbildung sein.“

Das Angebot ist unter radfahrausbildung-zuhause.de zu finden. Das Portal nutzt dabei Lerninhalte der erfolgreichen Online-Plattform der Verkehrswacht Medien & Service GmbH (VMS), die bereits seit etlichen Jahren ihre bewährten Schulmaterialien zur Radfahrausbildung mit einem Angebot im Netz ergänzt. So können auch für zuhause Themen und Inhalte aufbereitet werden, die Schülern der 3. und 4. Klasse richtiges Verhalten im Straßenverkehr und wichtige Regeln näherbringen. Trotzdem sind die fahrpraktischen Übungen unerlässlich, wie Daniel Schüle bekräftigt: „Wissen ist das eine, aber die Kinder müssen auch sicher auf dem Fahrrad sein. Darum ist regelmäßiges Üben an Orten ohne oder mit wenig Verkehr auch mit den Eltern dringend empfohlen. Mit dem Elternratgeber wollen wir zusätzlich Anregungen für die Fahrpraxis geben.“

Web: deutsche-verkehrswacht.de

Positive Rückmeldungen zum digitalen Angebot der PLATO AG

Die Engineering-Branche zu Gast beim Softwarehersteller

Lübeck (ots) Während die Konferenzen und klassischen Seminare der PLATO AG Corona-bedingt noch ruhen, wurde für Kunden und Interessenten ein Rahmen geschaffen, um sich auch weiterhin in aktuellen und praxisnahen Veranstaltungen zu Themen wie FMEA, Risiko- und Wissensmanagement, Produkt- und Prozessentwicklung zu informieren und fortzubilden.

Das digitale Angebot von PLATO zum Weiterbilden rund um Engineering-Themen / Die Engineering-Branche zu Gast beim Softwarehersteller. Quellenangabe: “obs/PLATO AG/Image by Gerd Altmann, Pixabay”

Bereits im März wurde das internationale Summit kurzerhand von Amsterdam ins Internet verlegt. Die Resonanz war überwältigend.

Die Out-of-Control Webinar-Reihe als Messe-Ersatz

“Mit den Erfahrungen und positiven Rückmeldungen der vergangenen Webinare haben wir uns dafür entschieden, unseren geplanten Messeauftritt auf der internationalen Fachmesse für Qualitätssicherung Anfang Mai zum Out-of-Control-Online-Event umzugestalten”, begründet Swantje Beckmann, Event-Managerin der PLATO AG, die digitale Alternative zum Messestand auf der Control in Stuttgart. “Gerade in dieser besonderen Zeit, in der persönliche Kontakte nicht mehr wie gewohnt stattfinden können, möchten wir Interessenten eine Möglichkeit geben, uns und unsere Software-Lösungen kennenzulernen.”

Unter dem Motto “Drive Change. Rethink Engineering.” wurden vom 5. bis 7. Mai 2020 zahlreiche und neukonzipierte Webinare mit erfahrenen Fachreferenten angeboten. Und auch dieses Mal konnte eine äußerst positive Bilanz gezogen werden. Mehr als 150 Teilnehmer registrierten sich für die 30 Webinare zu 15 unterschiedlichen Themen. Die Dozenten, bestehend aus Kunden, PLATO Produktmanagern, Consultants, Partnern und Vorständen, boten in kurzweiligen Sessions ein abwechslungsreiches, internationales Programm. Die Agenda beinhaltete u.a.

-  Einblicke in die FMEA-Abläufe führender Unternehmen, 
-  Methodenseminare zu Themen wie 8D, Funktionale Sicherheit, FMEA und Wissensmanagement, 
-  Kurz-Seminare zum normenkonformen Arbeiten mit PLATO XERI(TM) und 
-  Neues zu PLATO e1ns und dem Launch der e1ns Cloud.  

Online-Seminar-Angebot bietet jede Menge Vorteile

Seit diesem Frühjahr lassen sich die beliebten Seminare aus dem aktuellen Seminarprogramm in identischer Form als Live-Webinare buchen. PLATO möchte damit die ungebrochen hohe Nachfrage nach Fortbildungsangeboten ausbauen und ergänzen. Durch das neue Angebot, das für kleine Teams von 2 bis 8 Personen buchbar ist, können Teilnehmer die Zeit auch von zu Hause aus nutzen, um sich weiterzubilden. Im aktuellen Programm befinden sich u.a. folgende Themen:

-  FMEA Moderationen 
-  Anwenderseminare zu PLATO e1ns und PLATO SCIO(TM) 
-  Methodenseminare  

Die Live-Webinare sind vergleichbar mit einem vollwertigen Präsenzseminar: Es gibt mehrere Stunden Training mit Zeit für Fragen und individuellen Anliegen und im Anschluss erhalten die Teilnehmer eine umfassende Seminardokumentation und ihr Teilnahmezertifikat. Die Verlagerung des Seminarangebotes in den virtuellen Raum ist sowohl für die Dozenten als auch für die Teilnehmer von Vorteil: Es entfallen Reisekosten und Reisezeit.

Detaillierte Informationen zum Veranstaltungsangebot der PLATO AG sind unter https://www.plato.de/unternehmen/veranstaltungen/ abrufbar.

Baden-Württemberg Stiftung startet virtuelle Expeditionen für junge Nachwuchsforscherteams

Stuttgart/Konstanz/Hamburg (ots) Innovatives Konzept und neueste Technik: Umfangreiches digitales Angebot an Bord erreicht mehr Schülerinnen und Schüler als in den vergangenen Jahren. Das mehrfach ausgezeichnete Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN ist bereits zum fünften Mal auf dem Bodensee unterwegs.

Der Bodensee als digitales Mega-Klassenzimmer: Die Crew des Forschungsschiffs ALDEBARAN streamt live für Baden-Württembergs Schülerinnen und Schüler. Biologin Valeska Diemel (r.) setzt dabei auch eine Unterwasserdrohne ein. Quellenangabe: “obs/Baden-Württemberg Stiftung/ALDEBARAN / BW Stiftung”

Das Forschungsschiff ALDEBARAN startet ab dem 18. Mai zu spannenden Gewässer-Exkursionen auf dem Bodensee – und Schülerinnen und Schüler sind auch in Corona-Zeiten ganz nah dabei, obwohl sie nicht an Bord sein dürfen. Für die Baden-Württemberg Stiftung hat das wissenschaftliche Team der ALDEBARAN ein interaktives Konzept entwickelt, um die einzigartigen Lebensräume und Organismen des drittgrößten Sees Mitteleuropas live kennenzulernen. Dabei kommt modernste Kamera- und Drohnentechnik zum Einsatz, die die Expeditionen erstmals in die Klassenzimmer oder zu den Jugendlichen nach Hause überträgt. Auf diese Weise können deutlich mehr Schülerinnen und Schüler in die Gewässer-Experimente eingebunden werden als in den Jahren zuvor.

“Ich freue mich sehr, dass wir trotz der gegenwärtigen Situation Schülerinnen und Schülern virtuelle Einblicke in die Gewässerforschung ermöglichen”, sagt Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. “In diesen Tagen ist es besonders wichtig, dass wir die Chancen der Digitalisierung umfassend nutzen und möglichst vielen Kindern ein außergewöhnliches Lernprogramm bieten.”

Ob Nährstoff- und Sedimentanalyse, biologische Vielfalt, Klimawandel oder Mikroplastik: Insgesamt bestehen die Online-Bildungsexpeditionen auf der ALDEBARAN aus zwölf Modulen, die live moderiert direkt und interaktiv zu den Schülerinnen und Schülern und deren Schulen übertragen werden. Organisiert werden die Expeditionen im Auftrag der Stuttgarter Agentur für Bildungskommunikation Klett MINT; sie hat die Entscheidung, das Projekt in diesem Jahr online zu gestalten, mit vorangetrieben und begleitet. Darüber hinaus unterstützen die Expedition auch das Limnologische Institut der Universität Konstanz und das Institut für Seenforschung in Langenargen.

Voll ausgestattetes Forschungsschiff

Erstmals wird mit zehn Kameras, darunter mehrere Drohnen, über und unter Wasser alles gefilmt, was an Bord der ALDEBARAN oder im Wasser passiert und mit aufwendiger Technik live übertragen. Die Schülerinnen und Schüler können sich auch interaktiv in das Geschehen an Bord einbringen, können mit dem Skipper kommunizieren oder den Wissenschaftlern Fragen stellen, wenn sie im hochmodernen schiffseigenen Labor Proben analysieren – oder sogar die Experimente mitbestimmen.

“Bei den digitalen Exkursionen sind wir mit den Schülerinnen und Schülern direkt im Gespräch und zeigen ihnen, wie man auf einem Forschungsschiff arbeitet”, erklärt Frank Schweikert, Projektleiter und Skipper der ALDEBARAN. “Wir holen dafür beispielsweise Ruderfußkrebse unters Mikroskop und entdecken mit der Unterwasserdrohne den Bodensee aus einer anderen Perspektive. So motivieren wir die Jugendlichen, auch künftig eigene wissenschaftliche Projekte anzustoßen und Fragen auf den Grund zu gehen. Sie können damit gleich im Homeschooling starten.”

Umfangreiches digitales Angebot

Durften in den vier Jahren zuvor nur bis zu acht Schülerinnen und Schüler gleichzeitig an Bord des Segelschiffs sein, werden nun durch die digitalen Möglichkeiten mehrere Hundert Jugendliche erreicht. Damit die Expeditionen längerfristig für den Unterricht zur Verfügung stehen, wird der Videostream wie eine Live-Sendung aufgezeichnet und kann auch später jederzeit mit Begleitmaterial von den Schulen abgerufen werden.

Als Teil des Nachwuchsförderprogramms mikro makro mint der Baden-Württemberg Stiftung, das Jugendliche anregen soll, sich mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu beschäftigen, werden die Gewässerexpeditionen in rund 15 Schulen übertragen.

Die ALDEBARAN liegt in Konstanz und wird mit Unterstützung durch die Bodensee Schiffsbetriebe für die Expeditionen vorbereitet. Für die Baden-Württemberg Stiftung wird das segelnde Forschungsschiff vom 18. bis 31. Mai von Konstanz aus zu den täglichen Expeditionen starten.

Web: aldebaran.org

Coronakrise: Sofortfinanzierung für das Studium mit einkommensabhängiger Rückzahlung

Frankfurt (ots) Mit Beträgen ab 1.000 Euro können Studentinnen und Studenten finanzielle Schwierigkeiten in der Coronakrise kurzfristig überbrücken. Dabei entsteht keine fixe Schuldenlast, denn die Rückzahlung orientiert sich am späteren Einkommen.

Mit Beträgen ab 1.000 Euro können Studentinnen und Studenten finanzielle Schwierigkeiten in der Coronakrise kurzfristig überbrücken. Dabei entsteht keine fixe Schuldenlast, denn die Rückzahlung orientiert sich am späteren Einkommen. Quellenangabe: “obs/Deutsche Bildung AG”

Über den Studienfonds der Deutschen Bildung können Studentinnen und Studenten ab sofort auch kleinere Beträge zur Überbrückung in der Coronakrise beantragen. Die Deutsche Bildung, ein Social Business für Studienfinanzierung, hat dazu den Mindestbetrag, der für das Studium beantragt werden kann, auf 1.000 Euro Gesamtsumme gesenkt. “Bei vielen Studentinnen und Studenten ist der Nebenjob weg gebrochen oder die Eltern können nicht mehr im gewohnten Umfang aushelfen”, sagt Anja Hofmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Bildung. “Viele jungen Menschen scheuen sich aber, sich jetzt auf hohe Finanzierungsbeträge festzulegen, die mit einer fixen Rückzahlung verbunden sind, zumal die meisten Menschen momentan eher kurzfristig planen”, sagt Hofmann.

Bei der Sofortfinanzierung von 1.000 bis 3.000 Euro zahlen Kundinnen und Kunden 1 bis 3 Prozent ihres späteren Einkommens über maximal 36 Monate an den Studienfonds zurück, der als umgekehrter Generationenvertrag organisiert ist. “Dass die Rückzahlung an Job und Einkommen gebunden ist, gibt in der aktuellen Lage zusätzliche Sicherheit”, sagt Hofmann, denn die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise für baldige Berufseinsteiger seien momentan noch nicht abzusehen.

Die Sofortfinanzierung kann unbürokratisch und schnell online beantragt werden. “Wer an einer staatlich anerkannten Hochschule studiert und bisher gut im Zeitplan liegt, hat sehr gute Chancen, die Finanzierung zu bekommen”, sagt Hofmann. Die persönlichen Konditionen können derzeit in 7 bis 14 Tagen berechnet werden.

“Studenteninnen und Studenten können sich erst einmal schnell und unkompliziert über kleinere Beträge finanzieren und bleiben so flexibel, ohne gleich ihre gesamte Studienfinanzierung planen zu müssen. Damit leistet die Sofortfinanzierung einen Beitrag, Studienabbruch zu verhindern. Auch trägt das Angebot der aktuell unklaren wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung, indem die Rückzahlung sich am späteren Einkommen orientiert, wenn dieses vorhanden ist”. Begleitend zur Sofortfinanzierung profitieren studentische Kundinnen und Kunden von inkludierten Trainings, Coaching und Beratung für ein erfolgreiches Studium und optimale berufliche Chancen.

www.deutsche-bildung.de/sofortfinanzierung

Kreative Lernideen für Kinder: Initiative WIKIGA bringt Kindergarten und Kita nach Hause

Nürnberg (ots) Was bedeutet Homeschooling für Kita- und Kindergartenkinder? Wie sieht ihr Alltag ohne eine externe Betreuung aus? Und wie können Eltern auch die Kleinsten fördern und inspirieren? Mit der neu gegründeten Initiative “WIKIGA – Wie im Kindergarten” gibt der Berliner Kita- und Kindergartenträger KLAX gemeinsam mit dem Schreib- und Kreativwarenhersteller STAEDTLER online Ideen an die Hand, Kinder im Alter von eins bis sechs Jahren zu Hause kreativ und pädagogisch sinnvoll zu beschäftigen.

Fatma aus der KLAX Vorschule in Berlin ist eine der ErzieherInnen, die regelmäßig in WIKIGA-Videos kreative Lernideen für Kita- und Kindergartenkinder teilen. Quellenangabe: “obs/Staedtler/Bildrechte: KLAX”

Damit reagiert WIKIGA auf den steigenden Informationsbedarf von Eltern, die in der Corona-Krise ihre Kinder oft neben beruflichen Verpflichtungen daheim betreuen und die Anregungen durch Kindergärten und Kitas vermissen. Das Angebot soll über die Krise hinaus Bestand haben.

Wie im Kindergarten

Ein selbstgemaltes Memory-Spiel, bunte Papierblüten, ein essbares Mandala: Wer dieser Tage Inspiration für kreative Aktionsspiele und selbstgebastelte Gegenstände sucht, die Kinder nicht nur beschäftigen, sondern in ihrer Entwicklung unterstützen, findet sie online bei WIKIGA. Das Akronym steht für “Wie im Kindergarten” und meint die neue gemeinsame Initiative des Berliner Kita- und Kindergartenträgers KLAX und des Nürnberger Schreib- und Kreativwarenherstellers STAEDTLER. WIKIGA will Kinder ganzheitlich fördern und bringt pädagogisch sinnvolle Lern- und Gestaltungsangebote aus kinderbetreuenden Einrichtungen in Form von Videos direkt und kontaktlos in die Familie nach Hause. Und damit dorthin, wo sich in Zeiten von COVID-19 alles Wesentliche abspielt.

Ein ergänzendes Angebot

Die Teamkonferenz startet und gleichzeitig machen die lieben Kleinen ihrer Langeweile lautstark Luft: Für viele berufstätige Eltern ist das dieser Tage ein vertrautes Szenario. “Die aktuelle Situation ist nicht zuletzt für Eltern eine Herausforderung, die mit der anhaltenden Schließung von Kita und Kindergarten die Betreuung ihrer noch nicht schulpflichtigen Kinder komplett und meist neben dem Homeoffice stemmen müssen”, erläutert Erna Müller, die die Initiative seitens STAEDTLER leitet. Während Schulkinder via Homeschooling an Klasse und Lehrplan angebunden sind, fehlen pädagogisch fundierte Angebote für Kinder im Kita- und Kindergartenalter. “Ein Ersatz für die Lernumgebung eines Kindergartens kann und will WIKIGA nicht sein. Vielmehr versteht sich die Initiative als ergänzendes Programm, das Kinder an das begeisterte Spielen und Lernen mit Kindergarten-Freunden erinnert und Eltern mit sinnvollen Gestaltungsideen in ihrem neuen Alltag unterstützt”, betont Erna Müller.

Die Welt spielerisch entdecken

Langeweile, Sehnsucht und Monotonie – auch Kinder vermissen das gemeinschaftliche, fördernde und kreative Umfeld ihrer Kita oder ihres Kindergartens, weiß KLAX-Geschäftsführerin Antje Bostelmann. “Umso wichtiger ist es, Kinder zu Hause mit Aktivitäten zu beschäftigen, die sie in ihrer Entwicklung fördern, die Welt spielerisch entdecken lassen und damit unterschiedliche Zugänge zu ihrem Alltagsleben eröffnen.” Alle Spiel- und Lernangebote von WIKIGA stehen unter einem wochenübergreifenden Thema und orientieren sich an den KLAX-Bildungsbereichen “Atelier”, “Körper”, “Musik”, “Universum” und “Gesellschaft” mit jeweils eigenen Lernzielen, die Schlüsselkompetenzen wie Toleranz und Kreativität vermitteln. So sensibilisiert der Bildungsbereich “Körper” für eine gesunde Lebensweise. Im “Atelier” geben Kinder der Welt ein individuelles Gesicht. Die von KLAX-PädagogInnen im Vorfeld erprobten Ideen und Aktivitäten sind nachhaltig, aktuell und gut umsetzbar. Sie machen aus Kindern Entdecker und verfolgen ein kontextübergreifendes Verstehen. Zum Beispiel, wenn Kinder bei der Erstellung eines Küken-Memorys nicht nur lernen, wie Baby-Flamingos aussehen, sondern anhand von Fotos erkennen: Nicht nur Tierkinder verändern ihr Aussehen. Auch jedes Familienmitglied wächst und verändert sich im Lauf der Zeit. “Wie schaffe ich ein Umfeld, in dem sich mein Kind optimal entfalten kann? Diese Frage treibt Eltern um. Wir möchten ihnen pädagogische Sicherheit geben”, unterstreicht Antje Bostelmann.

Geburt einer Marke

Auch nach Corona soll WIKIGA weiter Bestand haben. Erna Müller: “Wir sind sicher, der Bedarf an Angeboten wie diesen ebbt nicht ab. Im Gegenteil: Die aktuelle Situation sensibilisiert Eltern mehr denn je dafür, wie wichtig eine sinnvolle und fördernde Gestaltung von Betreuungszeit ist. Und die möchten wir weiter mit fundierten und überraschenden Ideen formen.”

Mehr Informationen zur Initiative “WIKIGA – Wie im Kindergarten”: www.wikiga.de

Das Informatik-Sommercamp am HPI

Softwareentwicklung verstehen und eigene Spiel-Ideen umsetzen.

Potsdam (ots) Du interessierst dich für Computer, fürs Programmieren und möchtest nicht nur die Ranglisten anführen, sondern wissen, wie ein Computerspiel programmiert wird?

Das Informatik-Sommercamp am HPI: Softwareentwicklung verstehen und eigene Spiel-Ideen umsetzen / IT-Sommercamp am Hasso-Plattner-Institut. Quellenangabe: “obs/HPI Hasso-Plattner-Institut/HPI/Dirk Laessig”

Dann bewirb dich bis zum 14. April für das diesjährige Sommercamp für Schülerinnen und Schüler am Hasso-Plattner-Institut (HPI) und Digital Lab in Potsdam. Vom 15. bis 19. August kannst du im Team und mit HPI-Studierenden in die Welt der Spieleentwicklung reinschnuppern.

Jedes Jahr im Sommer kommen Jugendliche ab 16 Jahren aus ganz Deutschland am HPI zusammen und lernen spielerisch digitale Technologien kennen und entwickeln in Teams erste kleine Anwendungen. Das diesjährige Thema dreht sich rund um die Spielentwicklung sowie die Methoden der Softwareentwicklung und des Projektmanagements.

Das fünftägige Camp ist für alle Teilnehmenden und Betreuer immer wieder ein Sommer-Highlight. Mit viel Spaß und Engagement wird das Sommercamp traditionell von Studierenden des HPI thematisch gestaltet, umgesetzt und betreut.

Alle Teilnehmenden übernachten zusammen mit den Betreuern in der vom HPI organisierten Jugendherberge in Potsdam. Das Tagesprogramm findet am HPI auf dem Campus in Griebnitzsee statt. Für die Verpflegung ist ganztags gesorgt. Der Teilnehmerbeitrag liegt dieses Jahr bei 150 Euro. Die Bewerbung erfolgt über ein Onlineformular (https://hpi.de/open-campus/schuelerakademie/schuelercamps/hpi-sommercamp.html).

Kurzprofil HPI-Schülerakademie

Im Rahmen der Schülerakademie bietet das HPI über das Sommercamp hinaus zahlreiche Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler an, die mehr über die Anwendungsgebiete der Informatik und über die Studien-und Berufsmöglichkeiten erfahren möchten. Weitere Informationen zu den Angeboten der HPI-Schülerakademie finden sich unter: https://hpi.de/schuelerakademie .

Schule zu? Wir lernen trotzdem – SWR.de/medienstark

Mainz (ots) Alle Angebote für Schüler*innen und Lehrer*innen jetzt auf einen Blick zu finden

Der Südwestrundfunk hat seine Angebote für Schüler*innen und Lehrer*innen gebündelt und stellt auf der Seite www.SWR.de/medienstark alles für Schul- und Freizeit zu Hause zur Verfügung. Planet Schule und Planet Wissen helfen beim Unterricht zu Hause, Lieblingsautor*innen lesen live, ein medienstarkes Quiz lässt Fakes auch rund um Corona treffsicher filtern, der “Tigerenten Club Spezial” listet seine Sendungen zum Nachschauen und SWR Kindernetz informiert kindgerecht über das Coronavirus: www.SWR.de/medienstark.

Alle Angebote für Schüler*innen und Lehrer*innen jetzt auf einen Blick zu finden Quellenangabe: “obs/SWR – Südwestrundfunk/SWR/Leo Leowald”

Fakefinder Corona

Beim SWR Fakefinder werden die Newsfeeds unter die Lupe genommen: Was ist wahr, was Betrug und woran kann man was erkennen? Fake News rund um Corona sind ein Phänomen, das viele zusätzlich verunsichert, das sich aber spielend beherrschen lässt! Worum es geht, wer dahintersteckt, worin die Gefahr liegt? Auf all diese Fragen gibt’s hier Antworten – egal ob für sich oder als Klasse oder Gruppe mit unserem SWR Fakefinder for school: Challenge annehmen, medienstark spielen!

#WasMitMedien – Dein SWR Infoparcours jetzt im Netz #WasMitMedien ist ein Angebot für Schulklassen der 8., 9. und 10. Jahrgangsstufe aller Schularten. Normalerweise handelt es sich dabei um einen Workshoptag im SWR Funkhaus Stuttgart mit dreistufiger Medien-Challenge: einem App-basierten Informationsparcours mit journalistischen, Wissens-, oder Rechercheaufgaben, dem persönlichen Austausch mit Nachrichtenmacher*innen und einer Tutorial gestützten Medienwerkstatt, um für Instagram optimierte journalistische Inhalte zu produzieren. Da aufgrund der aktuellen Lage keine Veranstaltungen beim SWR stattfinden können, sind ab sofort Teile des Workshops online: www.SWR.de/wasmitmedien. Lehrkräfte und Schüler*innen (als Einzelspieler*in oder im Klassenverband) sind eingeladen, den etwa zweistündigen Infoparcours von zu Hause zu absolvieren.

Kindernetz: Tipps und Tricks

Unter dem Titel “Live gelesen mit…” lesen bekannte Autor*innen live aus ihren Büchern vor, montags bis freitags jeweils ab 16 Uhr eine Stunde lang. Mit dabei sind beispielsweise Cornelia Funke und Margit Auer. Im Livestream und on demand auf www.SWRkindernetz.de und im SWR Kindernetz Plus YouTube-Kanal (www.youtube.com/kindernetz).

Außerdem gibt es täglich Neues gegen die Langeweile zu Hause, zum Beispiel DIY- und Upcycling-Tipps, Rätsel, Haustier-Tricks, Fitness-Tipps für Balkon und Wohnzimmer und natürlich aktuelle Informationen zum Corona-Virus. Auch die Tigerenten Club Moderator*innen Amelie und Johannes sind weiter online erreichbar, um gemeinsam mit interessanten Gesprächspartner*innen Fragen zu beantworten.

Planet Schule: “Ellis kleine Corona-Kunde” Mit der Reihe “Ellis kleine Corona-Kunde” richtet sich Planet Schule an Kinder im Grundschulalter. Elli und Cosmo geben hier Hilfestellungen für die Zeit der Corona-Krise. Die Clips behandeln Themen wie Einsamkeit und Wut, beantworten auch Fragen zum richtigen Verhalten während der Krise und liefern Ideen, was man mit sich selbst und mit anderen unternehmen kann, trotz aller Einschränkungen. Auf Planet Schule finden Nutzer*innen aller Altersstufen außerdem eine große Auswahl an Lerninhalten für die Zeit der Schulschließung (https://www.planet-schule.de/sf/spezial/zuhause-lernen/index.php). Es gibt Filme und Multimedia-Elemente zu unterschiedlichen Fächern und Themenbereichen, gegliedert nach Klassenstufen. Das Angebot richtet sich an Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen. Je nach Alter können Kinder und Jugendlichen auch selbstständig Spannendes entdecken.

Abiturvorbereitung in der Krise

Während der Corona-Pandemie zeigen sich die Schwächen des Bildungsföderalismus und der Digitalisierung der Schulen drastisch – besonders für Abiturienten.

Bochum (ots) Das Corona-Virus grätscht mitten in die heiße Phase der Abiturprüfungen. Die Schulen sind geschlossen und trotz des Digitalpakts für eine Online-Alternative schlecht gerüstet. Auch private Bildungsanbieter wie der Studienkreis dürfen derzeit keinen Präsenz-Unterricht anbieten.

Zu schwer, zu leicht, zu wenig vergleichbar. Die Abiturprüfungen sind jedes Jahr ein leidenschaftlich diskutiertes Thema. Quellenangabe: “obs/Studienkreis GmbH”

Im Gegensatz zu öffentlichen Schulen ist der Nachhilfeanbieter jedoch für eine Umstellung auf Online-Unterricht gut aufgestellt. Besonders seinen Abschlussprüflingen kommt dies jetzt zugute. Mehrere tausend Nachhilfelehrer im Studienkreis unterrichten ihre Schülerinnen und Schüler derzeit via Webcam und Headset von zu Hause aus. Anders als andere E-Learning-Varianten wie Lernvideos oder Aufgabesammlungen kennen sie die Stärken und Schwächen der Schüler sowie die Lehrpläne und die Anforderungen des jeweiligen Bundeslandes. Sie können dadurch gezielt und effektiv unterstützen.

Gerade jetzt zeigen sich die Nachteile des Bildungsföderalismus besonders deutlich. Während Rheinland-Pfalz seine Abiturprüfungen schon hinter sich hat, verschieben andere Länder ihre Prüfungstermine nach hinten. Die nächsten warten erst einmal ab. “Bildungsgerechtigkeit sieht anders aus”, sagt Max Kade, Pädagogischer Leiter des Studienkreises. Die Forderung nach einem fairen und damit einem bundesweit zentralen Abitur sei deshalb gerade besonders aktuell und wichtig.

Auch vor der Corona-Krise wurde um das Abitur leidenschaftlich gestritten. Ist das Abitur zu leicht oder zu schwer? Was sagen die Prüfungsnoten über den tatsächlichen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler aus? Und wie viel ist das Abitur in den 16 Bundesländern wert? Für eine bessere Vergleichbarkeit des Abiturs und mehr Bildungsgerechtigkeit durch ein bundesweites Zentralabitur macht sich der Studienkreis stark.

Max Kade: “Wir stehen ganz klar auf Seiten der Kinder, Jugendlichen und ihrer Eltern, die immer wieder genötigt sind, die Nachteile des Bildungsföderalismus auszugleichen.” Die Abiturnoten aus verschiedenen Bundesländern sagten nur wenig über das vorhandene Wissen aus, obwohl die Noten von großer Bedeutung für bestimmte Zulassungen seien.

Die Perspektive der betroffenen einnehmen

“Ein Zentralabitur ist in vielen europäischen Ländern Standard. In Deutschland darf es keine Utopie bleiben”, fordert Kade. “Deshalb gönnen wir der Diskussion um ein bundesweites Zentralabitur auch und gerade in dieser außergewöhnlichen Situation keine Pause. Wir nehmen dabei die Perspektive der Betroffenen ein, also der Schülerinnen und Schüler. Und aus dieser heraus lautet die logische Konsequenz für eine gerechte Verteilung von Bildungschancen in ganz Deutschland: einheitliche Abiturprüfungen über alle Bundesländer hinweg.”

Ein Schritt in die richtige Richtung ist für Kade der ländergemeinsame Aufgabepool der Kultusministerkonferenz für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch. Allerdings: Der Pool, der seit 2017 bereitsteht, ist für die Länder nicht verbindlich. Sie dürfen Aufgaben zudem verändern und die Bewertung anpassen. Manche Bundesländer nutzten den Aufgabepool im vergangenen Jahr teilweise, manche gar nicht. Wie schwierig der Weg zu mehr Transparenz, Qualität und Vergleichbarkeit im Bildungswesen ist, zeige sich, so Kade, auch im Scheitern des Projekts eines Nationalen Bildungsrates.

Zentrale Prüfungen allein genügen nicht!

Die Forderung nach bundesweit einheitlichen Abiturprüfungen geht Carolin Faulstich nicht weit genug: “Erheblich wichtiger noch als die Abschlussprüfungen sind die Vornoten aus der Oberstufe””, sagt die Senior-Gebietsleiterin des Studienkreises, die mehrere Jahre lang Elternbeirats-Vorsitzende an einem Gymnasium im Baden-Württembergischen Plochingen war. “Deshalb reicht es nicht, die Abituraufgaben zentral zu stellen. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe müssen in allen Bundesländern das gleiche lernen.”

So sieht es auch Gerhard Leibl, der den Studienkreis im Nordrhein-Westfälischen Neuss leitet und dort Deutsch-Nachhilfe für die Oberstufe gibt: “Ein bundesweites Zentralabitur macht aus meiner Sicht nur Sinn, wenn es einen gemeinsamen Lernplan für die Oberstufe gibt”, sagt Leibl. Für ihn ist es zudem wichtig, dass ein Zentralabitur nicht nur einen Wissenskanon vermittelt, sondern auch Fähigkeiten, die Schülerinnen und Schüler später im Studium benötigen. Zum Beispiel selbstständiges Arbeiten und die Fähigkeit Texte aus mehreren Quellen zusammenstellen zu können.

Whitepaper “Ein Abitur für alle!”

Anlässlich der aktuell stattfindenden Abiturprüfungen hat der Studienkreis ein umfangreiches Whitepaper mit dem Titel “Ein Abitur für alle!” veröffentlicht.

Das Whitepaper

- trägt die Argumente für und gegen ein bundesweit einheitliches Abitur zusammen
- zeigt die unterschiedlichen Positionen auf
- benennt Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Strömungen
- bietet Rechercheansätze und weitere Literatur
- erzählt Geschichten von Eltern und Kindern, die durch Umzug in Lernstress
  geraten, von engagierten Müttern, die in Elterngremien für mehr
  Bildungsgerechtigkeit kämpfen und von Nachhilfelehrern, die erleben, wie sich
  wandelnde Ansprüche Leistungsschwächere zurücklassen. 

Zusätzlich vermitteln wir auf Anfrage Interviewpartner (Schüler, Eltern, Studienkreis-Leitungen, Experten) zu diesem Thema.

www.studienkreis.de

Corona-Krise: “Ich halt euch nicht mehr aus!” SOS-Familientipps für konfliktreiche Zeiten

München (ots) Von der Corona-Krise zur Familienkrise ist es nicht weit. Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit hat Tipps für diese Zeit des erhöhten Streitpotentials.

Von der Corona-Krise zur Familienkrise ist es nicht weit. Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit hat Tipps für diese Zeit des erhöhten Streitpotentials. ZVeröffentlichung bitte unter Quellenangabe: “obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Katerina Ilievska”

Den Kindern ist langweilig, die Eltern müssen von zu Hause aus arbeiten und die Nachrichtenflut schürt Ängste. Familien stehen in den kommenden Wochen vor extrem großen Herausforderungen. Nicht alle erleben die Corona-Zeit mit Garten, Balkon, voller Tiefkühltruhe, Netflix-Abo und allen digitalen Möglichkeiten. Viele Familien trifft die Entschleunigung als Vollbremsung mit voller Wucht.

Existenzangst, Isolation und Überforderung machen aus der Corona-Krise schnell eine Familienkrise. Der rasante Anstieg der Scheidungsrate in China liefert bereits trauriges Zeugnis. Auch hierzulande befürchten Expertinnen und Experten, dass sich Konflikte in vielen Familien zuspitzen könnten. “Die lange gemeinsame Zeit auf engem Raum und die Unsicherheit, wie es weitergeht, sind der beste Nährboden für Gefühlsausbrüche und dicke Luft”, so Heidemarie Stuck, Pädagogische Leiterin im SOS-Kinderdorf Moosburg. “Streiten ist etwas völlig Normales. Sich in die Haare zu kriegen, wenn man unterschiedlicher Meinung ist oder die Emotionen hochgehen, muss einem keine Angst machen. Jedoch sollte ein gewisser Punkt nicht überschritten werden.”

Um mit der Situation gut umzugehen, haben die SOS-Kinderdörfer Tipps für Konfliktbewältigung in der Krisenzeit:

1 Geteiltes Leid

Die aktuelle Situation ist herausfordernd. Für Sie genauso wie für Ihr Kind. Stellen Sie sich Ihren eigenen Gefühlen und fragen Sie sich, was Sie verändern möchten. Die gleiche Frage stellen Sie Ihrem Nachwuchs. Vielleicht wollen Sie auch ein Ritual einführen, um sich nicht erst dann auszutauschen, wenn die Stimmung schon leidet. Besprechen Sie zum Beispiel jeden Tag beim Abendessen kurz mit Ihren Kindern, was an dem Tag schön war, was genervt hat oder ob sie etwas bekümmert. Seien Sie offen für die Wünsche Ihres Kindes und zeigen Sie Verständnis. Vielleicht lässt sich ein Kompromiss finden und auch wenn es nicht für alles eine Lösung gibt, tut es gut, Gefühle zu teilen.

2 Eine Pause einlegen

Schaffen Sie zwischendurch bewusst Abstand – so gut es eben in dieser Situation geht. Das kann für jedes Familienmitglied anders aussehen. Ein paar Minuten am offenen Fenster tief durchatmen, mit der Lieblingsmusik im Ohr eine Viertelstunde tanzen oder mit einem guten Buch ins Bett zurückziehen – oft reichen schon kleine Pausen und ein bisschen Zeit für sich allein, um sich zu beruhigen und positivere Gedanken zu fassen.

3 Regeln brechen

Lassen Sie in dieser Ausnahmesituation auch mal Fünfe gerade sein und schrauben Sie Ihren Anspruch runter, Haushalt, Heimschule, Homeoffice und Co perfekt machen zu müssen. Die ganze Familie muss sich derzeit einschränken. Zum Ausgleich darf es in manchen Bereichen ruhig etwas lockerer zugehen – zum Beispiel, wenn der Nachwuchs länger vor dem Fernseher sitzt als normal vereinbart oder Zähneputzen und Naschen in der falschen Reihenfolge ablaufen. Und wenn der Geschirrspüler mal nicht gleich am Abend eingeräumt wird und stattdessen Zeit für ein Familienspiel bleibt – gut so!

4 Aufeinander zugehen

Wenn Sie einen konkreten Kritikpunkt haben, sprechen Sie diesen offen und sachlich an. Frust in sich hineinzufressen vergrößert die Spannung und kann später einen unkontrollierten Ausbruch auslösen.

5 Richtig streiten

Sollte ein Streit losbrechen, versuchen Sie diesen konstruktiv zu führen. Hören Sie den Kindern oder Jugendlichen zu, lassen Sie sie ausreden und erklären Sie Ihre Sicht der Dinge altersgerecht. Sagen Sie klar, was Sie sich wünschen, anstatt Ihr Kind mit Vorwürfen zu konfrontieren. So lernt der Nachwuchs, wie man auf Augenhöhe streitet, ohne den anderen zu verletzten.

6 Sind wir wieder gut?

Je wilder die Fetzen geflogen sind, desto wichtiger ist eine bewusste Versöhnung. Kinder und Jugendliche brauchen die Sicherheit, dass ein Streit keinen Beziehungsabbruch bedeutet. Gehen Sie auf Ihren Nachwuchs zu, wenn sich die Gemüter beruhigt haben. Falls Ihnen noch etwas am Herzen liegt, besprechen Sie es in Ruhe mit Ihrem Kind. Warum haben Sie sich geärgert? Was macht Sie traurig? Was tut Ihnen leid? Entschuldigen Sie sich, falls im Streit harte Worte gefallen sind. Vielleicht auch mal mit einem kleinen Briefchen oder Bild. Danach tut es gut, gemeinsam etwas zu machen, das allen Spaß bringt – etwa das Lieblingsspiel Ihres Kindes zu spielen oder sich bei einem lustigen Film auf der Couch zusammen zu kuscheln.

Spendenkonto:

SOS-Kinderdörfer weltweit 
IBAN: DE81 4306 0967 2222 2000 05 
Stichwort: "Coronahilfe weltweit" 

www.sos-kinderdoerfer.de

Kita geschlossen, Schule zu: Diese Kinderbetreuungskosten können Sie absetzen

Neustadt a. d. W. (ots) Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus sind für mehrere Wochen die Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen.

Kita geschlossen, Schule zu: Diese Kinderbetreuungskosten können Sie absetzen. Quellenangabe: “obs/Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. – VLH/©Krakenimages.com”

Viele Arbeitnehmer wechseln ins Home-Office. Wer allerdings nicht von zuhause aus arbeiten kann und dessen Beruf auch nicht als systemrelevant gilt, muss eine alternative Betreuung organisieren und eventuell bezahlen. Immerhin: Bis zu 4.000 Euro pro Jahr und Kind können Sorgeberechtigte als Betreuungskosten von der Steuer absetzen. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) mit einem Überblick zum aktuell geltenden Steuerrecht in punkto Betreuungskosten.

Grundsätzlich: Diese Betreuungskosten sind absetzbar

Bis zum 14. Lebensjahres Ihres Kindes können Sie Kinderbetreuungskosten als Sonderausgaben von der Steuer absetzen, nämlich bis zu zwei Drittel der Kosten und maximal 4.000 Euro pro Kind und Jahr. Zu diesen Kosten zählen zum Beispiel der Platz in einem Kindergarten, einer Kindertagesstätte oder einem Kinderhort. Voraussetzung ist, dass das Kind im eigenen Haushalt lebt.

Wichtig ist: Die Kosten für beispielsweise Essensgeld oder Spielgeld dürfen Sie steuerlich nicht berücksichtigen. Die Konsequenz ist, dass Sie bei der Rechnung genau darauf achten müssen, dass die Kosten für die Betreuung extra ausgewiesen sind.

Aktuell: Wenn Babysitter Ihr Kind betreuen

Viele Kindergärten und Schulen bieten eine Notbetreuung an, doch Eltern sind angehalten, selbst für die Betreuung ihrer Kinder zu sorgen. Wer keine andere Möglichkeit hat, wird auf kostenpflichtige Babysitter zurückgreifen. Und auch diese Ausgaben können in der Steuererklärung angegeben werden.

Wichtig: Es muss eine Rechnung über die Kosten der Kinderbetreuung vorliegen und diese muss per Überweisung beglichen werden. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.

Oder: Wenn Familienmitglieder das Kind betreuen

Hüten Verwandte Ihr Kind, können Sie als Eltern die Fahrtkostenerstattung von der Steuer absetzen. Das funktioniert folgendermaßen: Sie als Eltern erstatten der Betreuungsperson die Fahrtkosten und geben die entsprechende Summe dann in der eigenen Steuererklärung an. Das gilt auch dann, wenn die Betreuung eine “Gefälligkeit” darstellt, die betreuende Person also grundsätzlich nicht fürs Kinderhüten bezahlt wird. 30 Cent pro gefahrenem Kilometer sind dabei durchaus angemessen. Die Betreuungsperson selbst muss die Erstattung der Fahrtkosten nicht versteuern, da es sich um eine Aufwandsentschädigung handelt.

Unser Tipp: Auch wenn die betreuende Person kein Geld für die Kinderbetreuung nimmt, sollten Sie einen Vertrag für die Betreuung aufsetzen. Die Betreuungsperson schreibt ihren Name und ihre Adresse auf und bestätigt, dass sie Ihr Kind regelmäßig betreut und dafür eine Erstattung der Fahrtkosten erhält. Der Vertrag sollte so gestaltet sein, wie Sie ihn auch mit einem fremden Dritten aufsetzen würden.

Die betreuende Person sollten Ihnen dann eine Rechnung über die entstandenen Fahrtkosten stellen, die Sie per Überweisung bezahlen. Wichtig: Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.

Und noch ein Tipp: Ihr Arbeitgeber kann für die Betreuung Ihrer Kinder zahlen, egal wie hoch die Kosten dafür sind. Für Sie ist das steuer- und abgabenfrei. Voraussetzungen:

   - Ihr Kind geht noch nicht zur Schule und wird nicht zu Hause 
     betreut.
   - Der Zuschuss muss zusätzlich zum Gehalt gezahlt werden. Wenn Ihr
     Arbeitgeber Ihnen mehr Gehalt zahlt, das Sie dann für die 
     Kinderbetreuung nutzen, erkennt das Finanzamt das nicht als 
     steuerfreien Zuschuss an.
   - Als Doppelverdiener können Sie nicht von jedem Ihrer beiden 
     Arbeitgeber einen Zuschuss erhalten. 

Die VLH: Größter Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) ist mit mehr als einer Million Mitglieder und rund 3.000 Beratungsstellen bundesweit Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Gegründet im Jahr 1972, stellt die VLH außerdem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater.

Die VLH erstellt für ihre Mitglieder die Einkommensteuererklärung, beantragt Freibeträge, ermittelt und beantragt Förderungen und Zulagen, prüft den Steuerbescheid und einiges mehr im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Web: www.vlh.de

Schulausfall auffangen mit kostenlosem Collaboration-Tool von Avaya

Drei Tipps zur Anwendung von digitalen Tools bei Unterrichtsausfall

Frankfurt/Main (ots) Durch die immer stärkere Ausbreitung von Covid-19 bleiben in fast allen Bundesländern Schulen geschlossen. Um dem so entstehenden Unterrichtsausfall entgegen zu wirken, bieten digitale Lösungen zur Kommunikation und Zusammenarbeit die Möglichkeit, den Unterrichtsbetrieb virtuell aufrecht zu erhalten.

Frank Kirsch, Head of Collaboration Solutions bei Avaya Germany, gibt Tipps, was bei der kurzfristigen Einrichtung von Lösungen für Kommunikation und Zusammenarbeit beachten werden muss, um Unterrichtsausfall digital aufzufangen.Quellenangabe: “obs/Avaya”

Frank Kirsch, Head of Collaboration Solutions bei Avaya Germany, einem führenden Anbieter von Kommunikationslösungen für Unternehmen, gibt Tipps, was bei der kurzfristigen Einrichtung von solchen Lösungen beachten werden muss.

Tipp 1: Nutzen Sie Lösungen, die mit der bestehenden Hardware kompatibel ist

Um digitale Lösungen schnell umzusetzen, lohnt es sich, Kommunikations- und Kollaborationslösungen zu verwenden, die mit der bereits bestehenden IT-Infrastruktur kompatibel sind. Da diese in viele Lehreinrichtungen in Deutschland allerdings nicht auf dem neusten Stand ist, empfiehlt es sich, eine Cloud-basierte Lösung zu verwenden, bei der keine neue Hardware benötigt wird und Implementationsprozesse schnell und einfach abgeschlossen sind und nur geringe Verwaltungs- und Wartungskosten mit sich bringen. Der Unterricht kann so ohne Probleme über die von der Lehreinrichtung zur Verfügung gestellten Geräte oder aber, bei entsprechender Einwilligung, über Laptops, Tablets oder Handys der Schüler, Studierenden und des Lehrpersonals virtuell stattfinden.

Tipp 2: Mit Videos und Chat den Unterrichtsbetrieb virtuell aufrechterhalten

Viele Schulen und Universitäten nutzen bereits E-Mails und Online-Lernplattformen, auf denen sie Dokumente und Aufgabenstellungen hochladen können. Hier fehlt jedoch ein direkter Austausch zwischen dem Lehrpersonal und den Schülern und Studierenden, so wie er im Klassen- oder Vorlesungsraum stattfinden würde. Hier schaffen Lösungen Abhilfe, die Kommunikation und Zusammenarbeit zentralisierten und für alle leicht zugänglich machen. Diese ermöglichen es, virtuelle Classroom-Meetings zu veranstalten, bei denen sich alle Teilnehmer via Webcam einwählen. Auch können über einzelne virtuelle Räume klasseninterne Dokumente geteilt und von allen bearbeitet werden. Über die Chat-Funktion oder persönliche Videogespräche können Lehrpersonen auch direkt mit den Schülern oder Studierenden Kontakt aufnehmen und persönliches Feedback geben. Diese Funktionen schaffen eine klassenraumähnliche Atmosphäre im virtuellen Raum.

Tipp 3: Vergessen Sie den Datenschutz nicht

Auch wenn viele Schulen und Universitäten digitale Lösungen zur Kommunikation und Kollaboration zwischen Schülern, Studierenden und dem Lehrpersonal lieber heute als morgen implementieren würden, dürfen Datenschutz und IT-Sicherheit nicht zu kurz kommen. Insbesondere personenbezogene Daten von Schülern, Studierenden und dem Lehrpersonal müssen ausreichend geschützt sein. Der Zugang zu den Lösungen sollte deshalb am besten mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung ausgestattet werden. Cloud-basierte Lösungen bieten den Vorteil, dass sie den geltenden Datenschutz- und Sicherheitsbestimmungen entsprechen und die Leistung über Server in Europa anbieten.

Avaya kommt gesellschaftlichen Verpflichtung nach

Als führender Anbieter von Kommunikationslösungen, die es Menschen ermöglichen, an jedem Ort der Welt miteinander in Kontakt zu bleiben, kommt Avaya in der aktuellen Coronakrise seiner globalen Verantwortung nach und trägt dazu bei, die Auswirkungen des Virus zu verringern. So hat Avaya entschieden, die Kollaborationssoftware Avaya Spaces bis zum 31. August 2020 allen Bildungseinrichtungen und Non-Profit-Organisationen weltweit kostenlos zur Verfügung zu stellen.

“Wir wissen, dass besonders im Bildungssektor großer Bedarf herrscht, da Schulen und Universitäten nach Möglichkeiten suchen, die Sicherheit ihrer Schüler und Studierenden zu gewährleisten und gleichzeitig den Unterricht weiterzuführen, damit Lernziele erreicht werden können”, erklärt Avaya Präsident und CEO Jim Chirico. “Unser Team arbeitet mit Feuereifer daran, Organisationen, die vom Corona-Virus besonders beeinträchtigt sind, und die, die dagegen kämpfen, zu unterstützen. Wir hoffen, dass wir mit unserem kostenlosen Spaces-Angebot einen Beitrag leisten können.”

Avaya Spaces, das seit März 2020 in Deutschland zur Verfügung steht, ist eine Cloud-basierte Meeting- und Kollaborationslösung, die es Unternehmen und Organisationen ermöglicht, unkompliziert aus der Ferne zusammenzuarbeiten. Zu den Funktionen der Avaya Spaces App zählen Chat, Telefon- und Videoanrufe bzw. -konferenzen für bis zu 200 Teilnehmer sowie Online-Meetings und die Möglichkeit, Inhalte online zu teilen.

In italienischen Schulen sind bereits Avaya-Lösungen im Einsatz, damit Lehrer weiterhin verlässlich mit Schülern, Eltern und untereinander kommunizieren können. Mithilfe von Avaya Spaces können Lehrer hier Dokumente teilen und Aufgaben vergeben und nachverfolgen, egal wo sich die Schüler aufhalten. In Zeiten geschlossener Schulen werden auf diese Weise Unterrichtsunterbrechungen reduziert und Lehrplanrückstände bestmöglich verringert.

In Deutschland verwenden bereits Mitarbeiter von einigen Stadt- und Gemeindeverwaltungen als erste Non-Profit-Organisationen Avaya Spaces, um auch in kritischen Zeiten einen zuverlässigen Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.

Bereits im Januar waren Avaya-Teams in der chinesischen Region Wuhan vor Ort, um Kommunikationslösungen zu spenden und zügig bereitzustellen. Mehrere Krankenhäuser der Region können seitdem mithilfe von Avaya-Technologie Video-Sprechstunden anbieten, während Patienten besser Kontakt zu ihren Angehörigen halten können.

Weitere Informationen zu Avaya Spaces finden Sie unter https://spaces.avayacloud.de/. Das Anmeldeformular für die kostenlose Avaya Spaces Lösung finden Sie unter http://ots.de/eMHkuG .

alfaview: Kostenfreie Videokonferenzplattform für Schulen, Hochschulen und soziale Einrichtungen

Über Videokonferenz Schulausfälle verhindern und Ansteckungswege minimieren

Karlsruhe (ots) Das Coronavirus breitet sich aktuell in Deutschland weiter aus. Von Schließungen betroffen sind Unternehmen, aber auch Kindergärten, Schulen und Vereine. Niko Fostiropoulos, Geschäftsführer von dem Bildungsunternehmen alfatraining sowie der Konferenzplattform alfaview, stellt ab sofort Schulen, Hochschulen, Vereinen und gemeinnützigen Institutionen der Daseinsfür- und Vorsorge in der Hochansteckungsphase von Sars-CoV-2 die Videokonferenzplattform alfaview kostenfrei zur Verfügung.

Der virtuelle Klassenraum von alfaview mit Live-Protokollierung / alfaview: Quellenangabe: “obs/alfaview GmbH”

Mit der digitalen Technologie alfaview können 30, 50, 100 oder mehr Personen parallel miteinander kommunizieren, sich face-to-face sehen und kollaborativ an Projekten arbeiten. Der gesamte Meetinginhalt kann dabei live protokolliert und in Echtzeit in alle Sprachen der Welt übersetzt werden. Menschen in Quarantäne können über den virtuellen Klassenraum alfaview bequem von zuhause aus in den regulären Unterricht integriert werden.

Die DSGVO-konforme Videokonferenzplattform alfaview unterscheidet sich insbesondere durch die außergewöhnlich hohe Stabilität sowie die lippensynchrone Video-Übertragung in Fernsehqualität von den bislang bekannten Produkten aus dem Silicon Valley.

“Durch die Möglichkeit der Online-Zusammenarbeit von zuhause aus können Infektionsketten unterbrochen werden. Zudem können Personen, die unter Ansteckungsverdacht stehen mit alfaview virtuell in den Unterricht bzw. das Online-Meeting miteinbezogen werden”, so Niko Fostiropoulos.

Der Einsatz von alfaview in Schulen, Hochschulen und sozialen Einrichtungen kann dazu beitragen, dass Übertragungswege eingeschränkt, insbesondere aber auch Unterrichtsausfälle im Kontext der aktuellen Infektionslage verhindert werden können.

Mehr Informationen zu alfaview free plus für Schulen, Hochschulen, Vereine und gemeinnützige Institutionen der Daseinsfür- und Vorsorge unter https://alfaview.com

Hoher Anspruch an Qualität in der Ausbildung zahlt sich aus

Christopher Vogt MdL besucht Campus Hörakustik

Lübeck (ots) Es ist das weltweit größte Ausbildungs- und Kompetenzzentrum der Hörakustik: der Campus Hörakustik in Lübeck. Aktuell lernen 3.200 Auszubildende dort dieses Gesundheitshandwerk. Am 28. Februar 2020 besuchte der Fraktionsvorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt, den Campus Hörakustik.

Bildunterschrift: v.l.n.r. Stephan Fuesers, Studiendirektor Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen, Tobias Windisch, wissenschaftlicher Referent Bereiche Bildung, Hochschule und Wissenschaft sowie Kultur, FDP-Fraktion SH, Oberstudiendirektor Michael Blau, Schulleiter Berufsschule der Handwerkskammer Lübeck, Christopher Vogt MdL, Hans-Jürgen Bührer, biha-Vizepräsident, Jakob Stephan Baschab, biha-Hauptgeschäftsführer und Direktor Akademie für Hörakustik. Copyright: biha, 2020. Quellenangabe: “obs/Bundesinnung der Hörakustiker KdöR/biha”

Das duale Ausbildungskonzept am Campus Hörakustik ist internationales Vorbild für die Aus- und Weiterbildung von Hörakustikern. Jedes Jahr besuchen Audiologen aus teilweise über 40 Nationen den Campus Hörakustik in Lübeck, um sich über die Ausbildungsmethoden und -inhalte zu informieren und sich dort nach aktuellstem deutschem Standard weiterzubilden. Der Campus Hörakustik, bestehend aus der Akademie für Hörakustik (afh) und der Bundesoffenen Landesberufsschule für Hörakustiker und Hörakustikerinnen (LBS), ist die größte Bildungseinrichtung der Hörakustik dieser Art weltweit. Besonders die praktische Weiterbildung, für die umfangreiche und ausgezeichnete Ressourcen zur Verfügung stehen, ist international Alleinstellungsmerkmal.

Während sich in anderen Ländern vor allem HNO-Ärzte oder Audiologen dem Thema Schwerhörigkeit annehmen, versorgen in Deutschland 15.000 speziell ausgebildete Hörakustiker Hörgeminderte mit digitalen, individuell angepassten Hörsystemen. Die Auszubildenden kommen aus dem gesamten Bundesgebiet an den Campus Hörakustik, so kann ein einheitlicher, hoher Qualitätsstandard in der Ausbildung und dadurch in der Hörsystemversorgung gewährleistet werden – das ist gelebter Verbraucherschutz.

Beim Rundgang über den Campus Hörakustik informierte sich Christopher Vogt über die Hörakustik im Allgemeinen und die duale Ausbildung im Besonderen.

Besonders von dem hohen Qualitätsstandard am Campus Hörakustik zeigte sich der Fraktionsvorsitzende überzeugt: “Die Hörakustiker leisten eine hochqualitative Hilfsmittelversorgung in Deutschland. Darüber hinaus ist ihr duales Ausbildungssystem weltweit vorbildhaft”, so Vogt. “Ich bin stolz, dass Schleswig-Holstein mit dem Campus Hörakustik ein international renommiertes Kompetenzzentrum hat, das Besucher aus aller Welt zu uns in den Norden zieht.”

Er freue sich über die bundesweite Anerkennung, die der Campus Hörakustik erfahre. “Der Campus steht für ein ausgesprochen vielfältiges, durchlässiges Bildungsangebot und ein anhaltend hohes Engagement der dualen Partner und Wirtschaft für den Ausbildungsstandort Lübeck. Das ist zukunftsweisend.”, so die Botschaft von Vogt.

Dieser hohe Anspruch an die Qualität macht sich bemerkbar: Erst kürzlich erhielten Hörakustiker in der bundesweit größten Versichertenbefragung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) Bestnoten von den Versicherten. Ca. 90 Prozent gaben an, “sehr zufrieden” oder “zufrieden” mit der individuellen Versorgungssituation zu sein. Für solch hohe Zufriedenheitswerte legt die hohe Qualität der Lehre am Campus Hörakustik den Grundstein.

Hintergrund zum Hörakustiker-Handwerk

In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit über 6.700 Hörakustiker-Betrieben und ca. 15.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk bereits ca. 3,7 Millionen Menschen in Deutschland mit modernsten Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

Neben der Erstversorgung des Kunden ist der Hörakustiker auch für die begleitende Feinanpassung mit wiederholten Überprüfungen und Nachstellungen der Hörsystemfunktionen u.v.m. zuständig. Er berät zu Gehörschutz, Tinnitus und allem rund ums Hören.

biha.de

Klimaschutz an Schulen: Energiesparmeister 2020 gesucht

Preise im Wert von 50.000 Euro für 16 Landessieger und einen Sonderpreisträger
Bewerbung bis 31. März 2020 auf www.energiesparmeister.de

Berlin (ots) Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von 50.000 Euro – diese Belohnung winkt den besten Klimaschutzprojekten an deutschen Schulen. Ob verpackungsfreier Schulkiosk, Energie-Rallye durch das Schulhaus oder Upcycling-Projekt: Der Energiesparmeister-Wettbewerb prämiert das in Sachen Kreativität, Nachhaltigkeit und Kommunikation überzeugendste Projekt aus jedem Bundesland.

Klimaschutz an Schulen: Energiesparmeister 2020 gesucht. www.energiesparmeister.de. Quellenangabe: “obs/co2online gGmbH”

Bewerben können sich Lehrer und Schüler aller Schularten und Altersklassen bis zum 31. März 2020 auf www.energiesparmeister.de. Der Schulwettbewerb wird unterstützt durch die vom Bundesumweltministerium beauftragte Kampagne “Mein Klimaschutz” und ist eine Aktion der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online.

Energiesparmeister for Future – seit 12 Jahren für den Klimaschutz

“Was seit Fridays for Future die ganze Welt weiß, können wir schon seit zwölf Jahren beobachten”, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. “Tausende Schülerinnen und Schüler in Deutschland setzen sich mit großer Leidenschaft und kreativen Projekten für den Schutz des Klimas ein. Dieses Engagement belohnen wir mit dem Energiesparmeister-Wettbewerb – und machen Lust zum Nachahmen.”

Schulen sind in zweifacher Hinsicht der beste Ort, um sich im Klimaschutz zu üben: Durch ihren Strom- und Heizenergieverbrauch verursacht eine mittelgroße Schule rund 300 Tonnen CO2 jährlich – so viel CO2 binden etwa 24.000 Buchen im Jahr. Mit ihren Klimaschutzprojekten tragen junge Menschen dazu bei, die CO2-Bilanz von Schulen zu verbessern und erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

Jury wählt 16 Landessieger und einen Sonderpreisträger

Welches Projekt aus jedem Bundesland gewinnt, entscheidet Ende April eine Expertenjury aus Politik und Gesellschaft. Die sechzehn Landessieger erhalten je 2.500 Euro Preisgeld, eine Patenschaft mit einem Unternehmen oder einer Institution in ihrer Region sowie die Chance auf den mit weiteren 2.500 Euro dotierten Bundessieg. Der Bundessieger wird Ende Mai in einer Online-Abstimmung auf www.energiesparmeister.de bestimmt. Für alle Preisträger geht es am 19. Juni 2020 zur Preisverleihung ins Bundesumweltministerium in Berlin.

Auch ehemalige Preisträger erhalten wieder die Chance auf einen Gewinn. Sie können sich für den Sonderpreis “langfristiges Engagement” bewerben. Das Projekt mit der überzeugendsten Weiterentwicklung seit seiner Auszeichnung wird mit 1.000 Euro und der Reise zur Preisverleihung in Berlin belohnt.

Paten und Unterstützer des Wettbewerbs

Neben Geld- und Sachpreisen werden die Gewinner-Schulen mit einer Patenschaft eines Partners aus Wirtschaft und Gesellschaft belohnt. Die Paten unterstützen ihren Energiesparmeister bei der Öffentlichkeitsarbeit. Die diesjährigen Paten des Wettbewerbs sind: atmosfair gGmbH, Brandenburger Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG, eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, ENGIE Deutschland, Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH, Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH, Ostdeutscher Sparkassenverband, Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg, Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen, die Sparkassen in Niedersachsen und WEMAG AG.

Zusätzlich unterstützen den Wettbewerb a&o Hostels, Florida-Eis Manufaktur GmbH, MELAWEAR, memo AG, Spreeprint Textildruck e.K., Vaude GmbH & Co. KG und Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Als Medienpartner agieren der auf pädagogisch-didaktische Fachzeitschriften spezialisierte Friedrich-Verlag, das Naturkostmagazin Schrot&Korn sowie das bundesweite Schülermagazin YAEZ. Unterstützt wird der Wettbewerb auch von Deutschlandfunk Kultur mit Berichterstattung in der Sendung “Kakadu”.

Über den Energiesparmeister-Wettbewerb

Der Energiesparmeister-Wettbewerb (https://www.energiesparmeister.de) wird durch die Kampagne “Mein Klimaschutz” im Auftrag des Bundesumweltministeriums unterstützt. Der Schulwettbewerb wird seit zwölf Jahren von co2online realisiert. Dabei werden jedes Jahr Preise im Wert von insgesamt 50.000 Euro an engagierte Schüler und Lehrer vergeben.

Über “Mein Klimaschutz” und co2online

“Mein Klimaschutz” (https://www.mein-klimaschutz.de) ist eine Mitmachkampagne von co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Sie motiviert Verbraucher, den eigenen CO2-Fußabdruck dauerhaft zu verkleinern.

Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online (https://www.co2online.de) setzt sich dafür ein, den klimaschädlichen CO2-Ausstoß zu senken. Seit 2003 helfen die Energie- und Kommunikationsexperten privaten Haushalten, ihren Strom- und Heizenergieverbrauch zu reduzieren. Unterstützt wird co2online von der Europäischen Kommission, dem Bundesumweltministerium sowie Partnern aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

Noch zwei Wochen bis zum Bewerbungsschluss „Open-Air“-Semester im Nationalpark Harz

Commerzbank-Umweltpraktikanten können sich bis zum 15. Januar 2020 bewerben.

Spannende Projekte in Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Besucherbetreuung in der wunderbaren Natur des Harzes erwarten dich! Das Commerzbank-Umweltpraktikum bringt frischen Wind in das Studium zahlreicher Studenten, die den Prüfungsstress und Uni-Alltag für ein mehrmonatiges Praktikum in den schönsten Landschaften Deutschlands hinter sich lassen und mal etwas Neues ausprobieren wollen. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2020. Unsere Einsatzstellen sind das Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, das Natur-Erlebniszentrum HohneHof, das Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und Nationalparkhaus Sankt Andreasberg. Weitere Informationen und den Link zur Bewerbung gibt es auf www.umweltpraktikum.com.

Erfahrungsberichte

Leona Köver studiert Angewandte Freizeitwissenschaft. 2019 unterstützte sie im Rahmen eines Commerzbank-Umweltpraktikums das Team am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus im Nationalpark Harz. In diesem Video berichtet sie von ihren Erfahrungen.

Bewirb dich jetzt!

Das Commerzbank-Umweltpraktikum bietet die einmalige Chance, Natur intensiv zu erleben und dabei wichtige Kompetenzen für die spätere Berufswahl zu erwerben. Im Zuge des Praktikums werden praxisnahe Inhalte aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft: Energie, Umwelt und Klimaschutz.

Im Nationalpark Harz waren schon zahlreiche Studenten tätig. Ihre Arbeit ist vielfältig – von geführten Wanderungen über Gespräche zum Thema Waldwandel zur Wildnis und die Mitarbeit an Forschungsprojekten bis hin zur Vorbereitung und Durchführung von Junior-Ranger-Fahrten und Camps ist fast alles dabei…. Seit dem Start 1990 hat sich das Commerzbank-Umweltpraktikum zu einer nicht mehr wegzudenkenden Größe im gesellschaftlichen Engagement der Bank entwickelt. Etwa 1700 Praktikanten haben bisher in den teilnehmenden Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten einzigartige Orte für ihr Engagement gefunden.

Die Absolventen bringen ihre Erfahrungen dort ein, wo sie sich bewegen – sei es in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft oder Umwelt. Vielen Teilnehmern hat das Umweltpraktikum den Einstieg ins Berufsleben geebnet.

https://www.nationalpark-harz.de

Ein Bergahorn für die Zukunft

Grundschule „Paul Ernst“ Elbingerode unterstützt den Nationalpark Harz mit einer Spende

Ein Bergahorn steht stellvertretend für die Spende der Grundschule „Paul Ernst“ in Elbingerode für die Zukunft der wilden Wälder im Nationalpark Harz (Foto: K. Bollmann)

Wenn täglich in allen Medien der Klimawandel und die überall sichtbaren Veränderungen in der Natur ein Thema sind, lässt das auch Kinder nicht kalt. Sie haben Fragen, suchen Antworten und wollen selber Lösungen finden. Im Dezember überreichten sie eine Spende für die Pflanzung junger Laubbäume im Nationalpark Harz, um so die Rückkehr der ursprünglich heimischen Laubwälder in ihre angestammten Areale zu unterstützten.

In der Grundschule „Paul Ernst“ in Elbingerode macht man sich Gedanken über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Natur. Dort wurde im letzten Schuljahr ein „Grünes Klassenzimmer“ ins Leben gerufen. Genau dazu hatte man den alten Schulgarten so umfunktioniert, dass man bei gutem Wetter an der frischen Luft lernen kann. Dabei kamen natürlich auch die Stürme, die Trockenheit und der Borkenkäfer als großes Problem im Harz zur Sprache. Die Kinder berichteten von ihren Besuchen im Nationalpark, schilderten ihre Eindrücke und dachten darüber nach, wie Schüler einer Grundschule aktiv werden könnten. Dabei wurden auch Erinnerungen an zurückliegende Wandertage zum Löwenzahnpfad, Besuche auf dem HohneHof, geführte Projekttage mit Rangern und Förstern und die Teilnahme am Tag der Schulen ausgetauscht. Es gab viel zu erzählen, aber es wurde auch erkannt, dass Hilfe nötig ist.

Selber Bäume pflanzen, das war schnell klar, kam kaum in Frage, da die Kinder für die schwere Arbeit einfach noch zu klein waren. Darum entschied man sich für eine Spende, die für den Kauf von neuen Laubbäumen im Nationalpark Verwendung finden sollte.

Am 16.12.2019 wurde nun nach langer Planung der Spendenscheck von Kindern der Schule, der Schulleiterin  Bettina Borth und Elternvertretern an den Leiter des Nationalparks Andreas Pusch überreicht. Da die eigentliche Idee bereits im Sommer gefasst worden war, hatte der zuständige Revierförster Martin Bollmann Zeit, sich zu überlegen, wie und wo man die Spende besonders gut gebrauchen könnte. Um den guten Gedanken der Kinder zu würdigen, suchte man unter anderem einen großen, frisch gepflanzten Bergahorn aus, den die Kinder von nun an besonders im Blick behalten können. Die fünf anwesenden Kinder übernahmen daher den Auftrag, sich den Standort des Baumes genau einzuprägen und diesen ihren Mitschülern als ein zukünftiges Ziel für Wandertage weiterzugeben.

Nationalpark-Leiter Andreas Pusch nutzte die Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu tun: „Wenn ihr einmal groß seid, trägt auch dieser Baum Früchte und wird sich fortpflanzen. Dann könnt ihr mit euren eigenen Kindern diesen Bergahorn besuchen und aus eurer Schulzeit und eurer Idee, dem Wald zu helfen, erzählen. Der Wald wird sich bis dahin sehr schön entwickelt haben“.

Hintergrund: Pflanzungen im Nationalpark?

Der Nationalpark Harz ist ein Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, in einigen Bereichen unterstützt der Nationalpark die Rückkehr der ursprünglich in tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder noch durch Pflanzungen. Diese jungen Laubbäume sollen zu Samenbäumen für die zukünftigen wilden Naturwälder heranwachsen.

Allein von 2008 bis 2019 wurden rund 4,7 Mio. Rotbuchen und weitere heimische Arten im Nationalpark gepflanzt. Diese Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 40% der Schutzgebietsfläche ein. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – in der aktuell 60% umfassenden Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie.

https://www.nationalpark-harz.de