Politikerforum des Seniorenbeirates in Staßfurt im Salzlandkreis.

In der vorigen Woche hatte der Seniorenbeirat von Staßfurt mit dem Vorsitzenden Peter Maier und die Frauengruppe „Laura“, die regionalen Politiker des Wahlkreises Staßfurt zu einem Wahlforum eingeladen.

Jeder Politiker hatte eine Minute Redezeit zur Verfügung. Es ging um die Lohnentwicklung und der damit verbundenen Rentenanpassung, Kommunalfinanzen, Wirtschaftsförderung der Region des Salzlandkreises. Bevölkerungsschwund in Sachsen-Anhalt. Rentenanpassung, Kitas und viel mehr.
Frau Dr. Margit Kietz Vorstandsvorsitzende der Staßfurter Urania eröffnete die Veranstaltung.
Es waren erschienen:

(Foto: von li nach re.): Peter Rotter CDU , Johannes Hauser FDP, Matthias Büttner AfD,
Ethel Maria Muschalle-Höllbach Freie Wähler, Bianca Görke Die Linke, Andreas Gernegroß Grüne, Michael Hauschild SPD.

Der Veranstaltungsraum war sehr gut besucht.

Peter Maier übernahm die Moderation und Hansjoachim Boigk stellte von Seiten des Seniorenbeirates die jeweiligen Fragen an die Politiker. Zuerst stellte sich jeder Politiker kurz vor, da die meisten in der Region bekannt sind, gab es hierzu nicht allzu viel Neues zu berichten. Johannes Hauser FDP fand die Redezeit von einer Minute viel zu kurz um die Fragen angemessen zu beantworten. Er ging bei der Seniorenpolitik hart mit der Landesregierung ins Gericht. Auch bei Kitas u.s.w. hörte bei Ihm der Spaß auf. Die Städte und Gemeinden sind mit den Finanzen am Ende. Ebenfalls gibt es Probleme bei der Umsetzung der Straßenbau-Umlage. Ethel Maria Muschalle-Höllbach Freie Wähler, beklagte den fortwährenden Sparzwang durch die Landesregierung. Matthias Büttner AfD stellte die Familie klar in den Vordergrund, und auch bei der Rentenanpassung will die AfD sich stark machen. Er kritisiert auch den Sparzwang der Landesregierung und fragt sich wo das Geld für die Flüchtlinge her kommt.

Als dann Peter Rotter CDU auf die „Erfolge“ der derzeitigen Koalition im Landtag verwies und betonte es gebe noch Einsparungspotenzial, platzte Ethel Maria Muschalle-Höllbach Freie Wähler der Kragen und sie ging energisch gegen die Landesregierung und der Kommunalpolitik vor, hier werden gerade die kleinen Kommunen überlastet und kaputt gespart.
Bianca Görke Die Linke betonte die Familienpolitik und Seniorenpolitik der Linken sei auf Stärkung der Familien gerichtet, sie hat mit ihrer Partei mehrere Vorschläge in den Landtag eingebracht, diese wurden aber von der Regierungsmehrheit abgeschmettert.
Andreas Gernegroß Grüne erklärte mehr gut bezahlte Teilzeitarbeit ist besser für die Familienpolitik. Umweltschutz steht natürlich im Vordergrund der grünen Politik.

Michael Hauschild SPD konnte sich nicht klar von den Mitbewerbern absetzen, da er ja die Regierungspolitik des Landtages Sachsen-Anhalt mit zu verantworten hat.

Bei der Polizei sollte nicht gespart und alle Anwesenden sprachen sich einstimmig gegen die Begrenzung von Bargeld aus.
Auch bei der Gleichstellung von Frauen im Berufsalltag und bei der Bezahlung sowie bei der Anpassung der Renten waren sich die Kandidaten weitestgehend einig.

Dann kam fast zum Ende der Veranstaltung die Frage zu den Flüchtlingen. Hier gingen die Meinungen stark auseinander, während Johannes Hauser FDP, Ethel Maria Muschalle-Höllbach und Matthias Büttner AfD sich gegen einen weiteren ungebremsten Zustrom der Flüchtlinge stark machten, sahen Bianca Görke Die Linke, Andreas Gernegroß Grüne hier noch Potenzial und sehen die Flüchtlinge als Chance. Diese Äußerungen wurden aber vom Publikum widersprochen.
Auch Peter Rotter CDU und Michael Hauschild SPD sprach sich pro Flüchtlingspolitik aus, da letzterer aber in einer sozialen Einrichtung arbeitet, welche von den Flüchtlingen profitiert, wirkte es eher befangen. Die Veranstaltung war ein Beitrag zur Beurteilung der Kandidaten, durch die kurzen Antworten konnten aber nicht genügend Informationen rübergebracht werden. Danke an den Seniorenrat, der Frauengruppe, der Urania und den Kandidaten.