Ramelow ist Thüringens neuer Ministerpräsident

Erst im dritten Wahlgang konnte sich der Linken-Politiker Bodo Ramelow durchsetzen.

Er ist nun erneut zum Ministerpräsidenten des Landes Thüringen gewählt worden. In den ersten beiden Runden war zuvor keine absolute Mehrheit erzielt worden. In der dritten Rund war er der einzige Kandidat.

Der AfD-Fraktionschef Björn Höcke hatte im dritten und entscheidenden Wahlgang nicht mehr kandidiert.

Für Bodo Ramelow stimmten 42 Abgeordnete, mit “Nein” stimmten 23 Abgeordnete.

Die vier anwesenden FDP-Abgeordneten stimmten wie schon im ersten Durchgang nicht mit ab.

Bodo Ramelow ‐ Wiki: Alter, Größe und mehr

Bodo Ramelow wird 1956 in Niedersachsen geboren und wächst in Rheinhessen und zwischen Marburg und Gießen auf. Nach seinem Hauptschulabschluss macht er eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann, besucht danach eine Berufsaufbauschule und erreicht an der Fachoberschule Marburg die kaufmännische Fachhochschulreife.

Trotz fehlender SPD-Mitgliedschaft wird Ramelow 1981 Gewerkschaftssekretär in Mittelhessen, 1990 geht er nach Thüringen und ist bis 1999 Landesvorsitzender der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen. 1999 wird er als Mitglied der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) in den Thüringer Landtag gewählt. 2004 fährt die PDS bei der Landtagswahl mit Ramelow als Spitzenkandidaten ihr bis dahin bestes Ergebnis in Thüringen ein.

Seit 2004 gehört Ramelow dem Bundesvorstand der Linkspartei an. Von 2005 bis 2009 war er Abgeordneter im Bundestag. Von 2009 bis 2014 erneut Vorsitzender der Linksfraktion im Thüringer Landtag.

Im Dezember 2014 wählte ihn der Thüringer Landtag zum Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen – damit ist er der bundesweit erste Regierungschef der Linkspartei.

Ramelow ist Protestant, verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.