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NATO-Einsatzverbände – Minenjagdboot “Fulda” bis Sommer ins Mittelmeer

Kiel (ots) Am Mittwoch, dem 8. Januar 2020 wird das Minenjagdboot “Fulda” um 13 Uhr den Heimathafen Kiel verlassen.

Am 05. August 2016 lief das Minenjagdboot FULDA in den Sophia Einsatz aus.

Das Boot untersteht in den kommenden fünfeinhalb Monaten dem Ständigen NATO-Minenabwehrverband SNMCMG2 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 2), den das Bündnis im Mittelmeer und im Schwarzen Meer einsetzt und der von den NATO-Partnern dauerhaft mit Schiffen und Booten besetzt wird.

Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Mario Bewert (32) macht sich die rund 40-köpfige Besatzung zunächst auf den annähernd zwei Wochen dauernden Transit und wird sich Mitte Januar dem Verband anschließen. “Die wichtigste Aufgabe am Anfang wird es sein, dass sich die ‘Fulda’ schnell in die SNMCMG2 einreiht, um die Handlungsfähigkeit dieses Verbands als Teil der Eingreifkräfte NATO Response Force zu beweisen”, betont Geschwaderkommandeur Fregattenkapitän Christian Meister (42). Die SNMCMG2 trainiert alle Aspekte der Minenkampfführung, ist mit Minenlegern, Minenabwehrfahrzeugen und Führungsschiffen in ständiger Einsatzbereitschaft.

Das Minenjagdboot “Fulda” hat in den vergangenen Monaten ein forderndes Einsatzausbildungsprogramm absolviert. Die Besatzung wurde im Oktober durch das Minenabwehr-Zentrum MOST (Mine Countermeasure Vessels Operational Sea Training) der belgisch-niederländischen Minenkriegsschule als einsatzklar zertifiziert und hat zuletzt im November die ABC-Abwehrfähigkeitsüberprüfung in Kiel gemeistert. Mit der “Fulda” entsendet das 3.Minensuchgeschwader erneut und zuverlässig auf höchstem Standard ausgebildete Minenjäger zur NATO.

Das Boot mit der Rumpfnummer M1058 ist ein Minenjagdboot der Frankenthal-Klasse. Diese Einheiten suchen mit Sonaranlagen unter Wasser nach Objekten und können sie mit ferngelenkten Drohnen identifizieren und zerstören. Wo die Technik an ihre Grenzen stößt, setzen die Jäger auch Minentaucher ein – beispielsweise in flachem Wasser, in Häfen, oder dort, wo Minen in der Nähe von Pipelines oder Unterwasserkabeln liegen. Zum Schutz vor dem Ansprechverhalten von Minen sind die Boote aus amagnetischem Stahl gefertigt und unterdrücken aktiv die Magnetfelder, die die eigenen elektronischen Anlagen erzeugen. Außerdem können sie auf extrem leise Schleichfahrt gehen und geben kaum Unterwasserschall ab. Die Boote können selbst Seeminen legen, um Wasserstraßen zu sperren oder eigene Gewässer gegen andere Schiffe zu schützen.

Boot und Besatzung werden für die Dauer des NATO-Deployments dem Marinehauptquartier Allied Maritime Command in Northwood (Großbritannien) unterstellt. Sie werden kurz vor der Kieler Woche 2020 in Kiel zurückerwartet.

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Gröhe: Militärrabbiner in der Bundeswehr sind eine Bereicherung

Berlin (ots) Bundesverteidigungsministerin unterzeichnet Staatsvertrag mit dem Zentralrat der Juden

Am heutigen Freitag hat Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zusammen mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden Josef Schuster in Berlin einen Staatsvertrag zur Einrichtung einer jüdischen Militärseelsorge in der Bundeswehr unterzeichnet. Darin wird festgelegt, dass die Bundeswehr ab dem kommendem Jahr Militärrabbiner zur Seelsorge für die jüdischen Soldatinnen und Soldaten einsetzen wird. Hierzu erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hermann Gröhe:

“Wir freuen uns sehr darüber, dass Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer heute zusammen mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden Dr. Josef Schuster einen Staatsvertrag unterzeichnet hat. Darin wird vereinbart, dass ab dem kommenden Jahr eine jüdische Militärseelsorge in der Bundeswehr eingerichtet wird. Dies ist ein wichtiges Zeichen an die gut 300 Soldatinnen und Soldaten jüdischen Glaubens in der Bundeswehr. Wir sind ihnen dankbar für ihren Einsatz für unser Land.

Der Unterzeichnung des Staatsvertrags war das Angebot des Zentralrats der Juden an die Bundeswehr vorausgegangen, die jüdische Militärseelsorge in den deutschen Streitkräften wieder aufzunehmen. Während des ersten Weltkriegs hatte es zahlreiche jüdische Soldaten gegeben, die von gut 30 Militärrabbinern betreut wurden.

Mit der heutigen Unterzeichnung des Staatsvertrags kommt das klare Bekenntnis der jüdischen Gemeinschaft zur Bundeswehr als Armee des demokratischen Rechtsstaats zum Ausdruck. Dafür können wir nach dem von Deutschen begangenen Menschheitsverbrechen des Holocaust nicht dankbar genug sein. Zum anderen macht der Staatsvertrag deutlich, dass jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger ein wichtiger Teil der deutschen Gesellschaft sind. Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass das jüdische Leben in Deutschland wächst. Gemeinsam müssen alle demokratischen Kräfte unseres Landes dem wiedererstarkten Antisemitismus entgegentreten.

Der heutige Tag ist gleichermaßen ein wichtiges Zeichen der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland wie auch an die jüdische Gemeinschaft in Deutschland.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit werden die neuen Militärrabbiner auch am sogenannten “lebenskundlichen Unterricht” in der Bundeswehr mitwirken, der zur Gewissensbildung der Soldaten beitragen soll und in der Regel von Militärgeistlichen durchgeführt wird. So werden auch die Soldatinnen und Soldaten, die nicht dem jüdischen Glauben angehören, mit den Militärrabbinern in Kontakt kommen.

Das Angebot der Militärseelsorge für die Soldaten der Bundeswehr ist von großer Bedeutung. Insbesondere die Auslandseinsätze bergen zahlreiche Herausforderungen. Es geht dabei auf der einen Seite um existentielle Fragen, wie die Begegnung mit Verwundung, Tod und Trauer, aber auf der anderen Seite auch um lebenspraktische Fragen, die gerade für junge Menschen eine Herausforderung darstellen. Dazu gehört der Umgang mit längerer Trennung von Familie, von Partner oder Partnerin, wie auch ganz allgemein mit Bindungen, die Belastungsproben unterzogen werden.

Durch die Anwesenheit der Seelsorgerinnen und Seelsorger gibt es für die Soldatinnen und Soldaten in einer solchen Situation Menschen neben den Kameraden, jenseits der militärischen Rangordnung, die mit Rat und Tat zur Seite stehen können.”

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Rund 4000 Neugierige in der Pop-Up Lounge der Bundeswehr

München (ots) Karriereberatung der Bundeswehr für kurze Zeit in einem Einkaufszentrum. “Das neue Konzept kommt gut an”, sagt Brigadegeneral Frank Reiland. “Wir kommen mit den Besuchern ins Gespräch.

(PIZ Personal/Bundeswehr) Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/116137 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: “obs/Presse- und Informationszentrum Personal”

Seit Mitte November mit rund 4000 – und wir sind noch bis Mitte Januar hier in den “Pasing Arcaden” vor Ort.”, sagt der zuständige General für die Personalgewinnung im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr.

Hintergrund:

Seit dem 16. November 2019 betreibt die Bundeswehr im Einkaufszentrum “Pasing Arcaden” in München ein neues Projekt der Karriereberatung. In einem temporär angemieteten Geschäft eröffnete hier der bundesweit erste “Pop-Up Store” der Bundeswehr. Montags bis samstags stehen noch bis zum 13. Januar 2020 von 09:30 Uhr bis 20:00 Uhr Karriereberater für alle Fragen rundum die Bundeswehr für Interessierte bereit.

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