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Deutschland im Corona-Homeoffice: Was ist erlaubt, was nicht?

Viele Arbeitnehmer arbeiten wegen des Coronavirus aktuell aus den eigenen vier Wänden. Nach dem oft sehr kurzfristigen Umzug von Rechner und Büroausstattung starten viele zum ersten Mal in einen Berufsalltag von Zuhause aus. Dabei stellen sich so manche Fragen: Wann muss ich erreichbar sein, gibt es eine Dokumentationspflicht und wie strikt muss die Arbeit vom Privaten getrennt werden? Prof. Dr. Simon A. Fischer, Professor für Wirtschaftsrecht an der SRH Fernhochschule, hat Antworten auf die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit der Telearbeit.

Bildunterschrift: Was im Corona-Homeoffice erlaubt ist und was nichtQuelle (©Alberto Grosescu / AdobeStock) zum Abdruck freigegeben

Arbeiten Sie zurzeit durch das Coronavirus bedingt aus dem Homeoffice? Dann haben Sie sich bestimmt schon gefragt, was bei der Arbeit zuhause erlaubt ist und was nicht. Unser Experte für Arbeitsrecht Prof. Dr. Simon A. Fischer hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen kompakt für Sie zusammengestellt.

Mein Arbeitgeber ordnet Homeoffice an: Darf er das?

Eigentlich darf der Arbeitgeber nicht einseitig Arbeit im Homeoffice anordnen. Allerdings haben das die Gerichte bisher nur für „normale“ Umstände entschieden und es vor allem damit begründet, dass der Arbeitnehmer den sozialen Kontakt zu seinen Kollegen verlieren könnte. In der jetzigen Situation muss man das allerdings anders bewerten, denn der direkte und persönliche Kontakt zwischen Kollegen sollte aktuell ohnehin nur dort stattfinden, wo er wirklich notwendig ist, also z.B. in Krankenhäusern und Supermärkten. Hinzu kommt, dass die Zeit im Homeoffice auf wenige Wochen begrenzt sein dürfte. Somit gehe ich davon aus, dass der Arbeitgeber das aktuell darf.

Laptopmangel: Kann der Arbeitgeber die Verwendung des privaten PCs fordern?

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber die Arbeitsmittel zu stellen und damit auch den dienstlichen Computer. Es gibt allerdings viele Mitarbeiter, die gerne mit ihren eigenen Geräten arbeiten, da ihnen diese vertrauter sind. Das nennt man BYOD (bring your own device). So zu arbeiten ist möglich, datenschutzrechtlich allerdings kritisch zu sehen und verlangen kann es der Arbeitgeber nicht.

Anforderungen an den Arbeitsplatz zuhause

Auch zuhause sollten, sobald ein Computer bzw. Laptop verwendet wird, die Vorschriften der Arbeitsstättenverordnung zur Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen eingehalten werden. So müssen die Bildschirme leicht dreh- und neigbar sein, es muss eine vom Laptop getrennte Tastatur eingesetzt werden und so weiter. Eine pragmatische Lösung wäre, die Mitarbeiter zu bitten ihren Desktop PC am Arbeitsplatz abzubauen und mit nach Hause zu nehmen. Viele Arbeitgeber werden ihre Mitarbeiter aber Hals über Kopf und mit einem Laptop unter dem Arm nach Hause geschickt haben. Hier sollte jedenfalls dann nachgebessert werden, wenn die Mitarbeiter nicht sehr bald in das Büro zurückkehren können.

Erreichbarkeit im Homeoffice

Man sollte während der auch sonst üblichen Arbeitszeiten erreichbar sein. Auch wenn der Arbeitnehmer nun von zuhause arbeitet, unterliegt er dem Weisungsrecht des Arbeitgebers. Geht das nicht durchgängig, weil z.B. aufgrund der KITA- und Schulschließungen Kinder zu betreuen sind, sollte man sich bemühen, eine Absprache mit dem Arbeitgeber zu treffen, zu welchen Zeiten man verlässlich erreichbar ist.

Wieviel Dokumentation muss sein?

Es gibt, auch für Arbeitnehmer, (noch) keine gesetzliche Pflicht, die Arbeitszeit ab der ersten Minute zu dokumentieren. Allerdings ist es sicherlich ratsam, das im Homeoffice selbst zu tun, z.B. um später eine Argumentationsgrundlage zu haben, falls der Arbeitgeber anzweifelt, dass ich auf meine Stunden gekommen bin.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Generell gilt sicherlich: Wenn mein Arbeitgeber mir nicht vertraut, hätte er mich kaum ins Homeoffice geschickt. Wo Vertrauen gut, Kontrolle aber besser ist, hat der Arbeitgeber ein Problem. Er darf ohne das Einverständnis des Arbeitnehmers dessen Wohnung nicht betreten. Auch dürfte eine Arbeitszeitüberwachung, wie sie z.B. durch das Auslesen gewisser Verkehrsdaten möglich sein könnte, nicht zulässig sein. Ich werde jedoch nicht verhindern können, dass mein Vorgesetzter sich hin und wieder einmal telefonisch bei mir meldet und auch meinen Arbeitsstand einer Plausibilitätsprüfung unterzieht.

Schnell die Wäsche aufhängen – oder doch nicht?

Während der Arbeitszeit sind private Tätigkeiten tabu, denn Arbeitszeitbetrug ist ein Kündigungsgrund und sogar strafbar. Allerdings hat man genauso wie im Büro auch zuhause das Recht, die Arbeit im Rahmen von Pausen zu unterbrechen. Da sollte das Aufhängen der Wäsche eigentlich drin sein. Und derjenige, der flexible Arbeitszeiten hat, kann, falls das mit den Socken wieder länger dauert, die Zeit auch einfach hinten dranhängen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie über dieses Thema berichten. Für Interviewanfragen steht Ihnen unser Experte gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Homeoffice

Lea-Anna Hurler

Ansprechpartnerin:

Lea-Anna Hurler
Marketing
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: + 49 (0) 7371 9315-232
E-Mail: lea.hurler@mobile-university.de
Internet: https://www.mobile-university.de

mal ehrlich … was macht Corona mit uns?

SWR Bürgertalk am Mi., 8.4.2020, 20:15 Uhr live im SWR Fernsehen Bürger*innen, Expert*innen und Politiker*innen im Gespräch mit Florian Weber

Mainz (ots) Mit dem Corona-Virus und den dramatischen Folgen beschäftigt sich die Ausgabe von “mal ehrlich …” am 8. April: “Was macht Corona mit uns?” lautet dann die Frage, die Florian Weber mit seinen Gesprächsgästen diskutiert. Die Sendung wird ohne Studiopublikum stattfinden, kommt live aus der Alten Feuerwache in Mannheim und beginnt, jetzt 90-minütig, bereits um 20:15 Uhr.

SÜDWESTRUNDFUNK mal ehrlich … – Der SWR-Bürgertalk mit Florian Weber Bürgerinnen und Bürger aus dem Südwesten nehmen im Politiktalk ,,mal ehrlich …” zum jeweiligen Thema mit ihren Sichtweisen einen Praxis-Check. dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: “obs/SWR – Südwestrundfunk/Alexander Kluge”

Das Coronavirus breitet sich weiter rasant aus. Die Schutzmaßnahmen in Deutschland werden drastischer. Nicht die großen Banken und Finanzinstitute sind in dieser Krise systemrelevant, sondern viele Berufstätige, die eher fern von Geld und Macht ihrer Arbeit nachgehen. Plötzlich gehören zum Beispiel Pflegerinnen und Pfleger, Erzieherinnen und Erzieher zu den “Schlüsselberufen” in Deutschland. Vor allem in ihren Händen und Köpfen liegt das Funktionieren einer vom Virus massiv bedrohten Gesellschaft. Wie arbeiten Mitglieder von Schlüsselberufen in dieser Corona-Krise? Wie organisiert eine Kommune diesen Ernstfall? Welche gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und medizinischen Folgen hat die Pandemie für uns alle?

90-minütiger Live-Talk startet schon um 20:15 Uhr Mit diesen und weiteren Fragen wendet sich Moderator Florian Weber im SWR Bürgertalk “mal ehrlich … was macht Corona mit uns?” an Betroffene. Prof. Peter Bofinger (Wirtschaftswissenschaftler) und Dr. Frank Bräutigam (ARD-Rechtsexperte) stehen im Gespräch ebenso zur Verfügung wie die Politiker Anne Spiegel, Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, und Steffen Bilger (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium.

Die Sendung findet ohne Studiopublikum statt und läuft am 8. April live und bereits ab 20:15 Uhr im SWR Fernsehen. Auch ist die Sendung länger als sonst: 90 Minuten.

Auch die Zuschauerinnen und Zuschauer zuhause können sich aktiv am SWR Bürgertalk beteiligen und den Expertinnen und Experten der Sendung ihre Fragen vorab per Mail zusenden. Ab 1.4. wird dafür unter https://www.swrfernsehen.de/ ein Kontaktformular zur Verfügung stehen.

DIE LINKE: Infektionsschutz muss auch am Arbeitsplatz gelten

Zu fehlenden Schutzmaßnahmen gegen Corona am Arbeitsplatz sagt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

Wir brauchen eine Verpflichtung der Arbeitgeber, die Abstandsregeln soweit möglich auch auf der Arbeit einzuhalten, die Beschäftigten ansonsten mit Schutzausrüstung auszustatten und ein Recht auf Homeoffice für alle Bereiche, in denen das umsetzbar ist. Niemand darf gezwungen werden in Bereichen, die gesellschaftlich nicht akut notwendig sind, gegen seinen Willen seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Damit die Beschäftigten dieses Recht auch angstfrei ausüben können, muss diese Maßnahme von einem Sonderkündigungsschutz flankiert werden.

Wir alle schränken uns ein, um die Weiterverbreitung von Corona zu bremsen. Damit das erfolgreich sein kann, müssen die Regelungen soweit irgend möglich für alle gelten. Derzeit ist es ja so, dass es ins Ermessen der Arbeitgeber gestellt ist, ob Beschäftigte mit 300 Kolleginnen und Kollegen im Großraumbüro sitzen oder ins Homeoffice geschickt werden, ob Wartungstechniker ungeschützt durch 50 Haushalte am Tag laufen, oder ob die Wartungstermine verschoben werden, ob Beschäftigte mit dem vollen Bus zur Arbeit fahren, um dann bei Rheinmetall an Panzern zu schrauben, oder ob sie in Kurzarbeit gehen. Gleichzeitig darf die alleinerziehende Mutter mit ihren Kindern keine Spielplätze mehr besuchen. Diesen Widerspruch versteht doch kein Mensch, das ist unter gesundheitlichen Gesichtspunkten überhaupt nicht ausgewogen und das gefährdet auch die Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung.

Quelle: https://www.die-linke.de/?id=3665&tx_news_pi1%5Bnews%5D=78850

Schule zu? Wir lernen trotzdem – SWR.de/medienstark

Mainz (ots) Alle Angebote für Schüler*innen und Lehrer*innen jetzt auf einen Blick zu finden

Der Südwestrundfunk hat seine Angebote für Schüler*innen und Lehrer*innen gebündelt und stellt auf der Seite www.SWR.de/medienstark alles für Schul- und Freizeit zu Hause zur Verfügung. Planet Schule und Planet Wissen helfen beim Unterricht zu Hause, Lieblingsautor*innen lesen live, ein medienstarkes Quiz lässt Fakes auch rund um Corona treffsicher filtern, der “Tigerenten Club Spezial” listet seine Sendungen zum Nachschauen und SWR Kindernetz informiert kindgerecht über das Coronavirus: www.SWR.de/medienstark.

Alle Angebote für Schüler*innen und Lehrer*innen jetzt auf einen Blick zu finden Quellenangabe: “obs/SWR – Südwestrundfunk/SWR/Leo Leowald”

Fakefinder Corona

Beim SWR Fakefinder werden die Newsfeeds unter die Lupe genommen: Was ist wahr, was Betrug und woran kann man was erkennen? Fake News rund um Corona sind ein Phänomen, das viele zusätzlich verunsichert, das sich aber spielend beherrschen lässt! Worum es geht, wer dahintersteckt, worin die Gefahr liegt? Auf all diese Fragen gibt’s hier Antworten – egal ob für sich oder als Klasse oder Gruppe mit unserem SWR Fakefinder for school: Challenge annehmen, medienstark spielen!

#WasMitMedien – Dein SWR Infoparcours jetzt im Netz #WasMitMedien ist ein Angebot für Schulklassen der 8., 9. und 10. Jahrgangsstufe aller Schularten. Normalerweise handelt es sich dabei um einen Workshoptag im SWR Funkhaus Stuttgart mit dreistufiger Medien-Challenge: einem App-basierten Informationsparcours mit journalistischen, Wissens-, oder Rechercheaufgaben, dem persönlichen Austausch mit Nachrichtenmacher*innen und einer Tutorial gestützten Medienwerkstatt, um für Instagram optimierte journalistische Inhalte zu produzieren. Da aufgrund der aktuellen Lage keine Veranstaltungen beim SWR stattfinden können, sind ab sofort Teile des Workshops online: www.SWR.de/wasmitmedien. Lehrkräfte und Schüler*innen (als Einzelspieler*in oder im Klassenverband) sind eingeladen, den etwa zweistündigen Infoparcours von zu Hause zu absolvieren.

Kindernetz: Tipps und Tricks

Unter dem Titel “Live gelesen mit…” lesen bekannte Autor*innen live aus ihren Büchern vor, montags bis freitags jeweils ab 16 Uhr eine Stunde lang. Mit dabei sind beispielsweise Cornelia Funke und Margit Auer. Im Livestream und on demand auf www.SWRkindernetz.de und im SWR Kindernetz Plus YouTube-Kanal (www.youtube.com/kindernetz).

Außerdem gibt es täglich Neues gegen die Langeweile zu Hause, zum Beispiel DIY- und Upcycling-Tipps, Rätsel, Haustier-Tricks, Fitness-Tipps für Balkon und Wohnzimmer und natürlich aktuelle Informationen zum Corona-Virus. Auch die Tigerenten Club Moderator*innen Amelie und Johannes sind weiter online erreichbar, um gemeinsam mit interessanten Gesprächspartner*innen Fragen zu beantworten.

Planet Schule: “Ellis kleine Corona-Kunde” Mit der Reihe “Ellis kleine Corona-Kunde” richtet sich Planet Schule an Kinder im Grundschulalter. Elli und Cosmo geben hier Hilfestellungen für die Zeit der Corona-Krise. Die Clips behandeln Themen wie Einsamkeit und Wut, beantworten auch Fragen zum richtigen Verhalten während der Krise und liefern Ideen, was man mit sich selbst und mit anderen unternehmen kann, trotz aller Einschränkungen. Auf Planet Schule finden Nutzer*innen aller Altersstufen außerdem eine große Auswahl an Lerninhalten für die Zeit der Schulschließung (https://www.planet-schule.de/sf/spezial/zuhause-lernen/index.php). Es gibt Filme und Multimedia-Elemente zu unterschiedlichen Fächern und Themenbereichen, gegliedert nach Klassenstufen. Das Angebot richtet sich an Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen. Je nach Alter können Kinder und Jugendlichen auch selbstständig Spannendes entdecken.

Warum denkt Asien völlig anders über Gesichtsmasken als Europa?

Hannover (ots) Eine Umfrage unter Journalisten untersucht, warum in Europa völlig anders über Gesichtsmasken gedacht wird als in Asien.

Kaum jemand trägt Gesichtsmasken

@ in public domain. Quellenangabe: “obs/Gleichklang Limited”

Eine fortlaufende Umfrage der Kennenlernplattform www.Gleichklang.de mit aktuell 500 Teilnehmenden fragte, wie sich die Teilnehmer vor Covid-19 schützen?

Während fast alle von Händewaschen und viele von sozialer Distanzierung redeten, gaben nur acht von 500 Befragten an, Gesichtsmasken zu tragen

Asien ist anders

Völlig anders sei die Situation in Asien, wie Dr. Guido F. Gebauer zu berichten weiß, der die Tochterfirma von Gleichklang in Kambodscha leitet:

- hier in Kambodscha trage mittlerweile fast jeder Gesichtsmasken und dies werde
  von den medizinischen Autoritäten und Behörden auch dringend empfohlen. Ebenso
  sei es in Südkorea, China oder Taiwan, wo jeder Virologe zum Tragen von Masken
  auffordere
- alle Fachleute seien sich in Asien einig, dass Gesichtsmasken jeder Qualität
  als Barriere zwischen Tröpfchen und Schleimhäuten eine mehr oder weniger
  starke Schutzfunktion hätten 

Ursachen für die Differenz

Woran aber liegt es, fragt sich Gebauer, dass fast alle unserer Mitglieder in Deutschland selbst öffentliche Verkehrsmittel oder Supermärkte ohne Masken aufsuchten, während jeder unserer Mitarbeiter in Kambodscha selbstverständlich eine Maske tragen?

Wie komme es, dass in Asien Gruppen von Westeuropäern und US-Amerikanern immer wieder unangenehm durch Verweigerung von Gesichtsmasken auffielen?

- die Auswertung der Gleichklang-Umfrage zeigte, dass mehr als 80 % der
  Befragten angaben, sich an Berichten in den Medien und durch Medien
  verbreitete Empfehlungen der Behörden zu orientieren
- demnach ist die Berichterstattung in den Medien offenbar ein entscheidender
  Faktor für die Maskenverweigerung der Bevölkerung in Deutschland, vermutet
  Gebauer, der sich in seinem Blog meincoronablog.de
  (https://www.gleichklang.de/) seit einigen Wochen mit der Thematik
  auseinandersetzt 

Fragen an Journalisten

- wieso zeichnen Journalisten in Deutschland, Westeuropa und den USA ein Bild
  des Schutzcharakters von Gesichtsmasken, welches konträr verläuft zu den
  Ansichten und Berichten von Journalisten und medizinischen Fachkapazitäten in
  Asien?
- reflektieren Journalisten ausreichend ihre Verantwortung für die Eindämmung
  der Infektion und beruhen ihre Berichte auf tatsächlichen wissenschaftichen
  Befunden, oder eher auf kulturell wenig hinterfragten Stereotypen und
  politischen Vorgaben? 

Zur Beantwortung dieser Fragen führt Gebauer gerade eine Umfrage durch, die sich ausschließlich an Journalisten wendet.

Gebauer erhofft sich hierdurch Aufschluss über die nach seiner Einschätzung bizarre Bewertungsdifferenz bezüglich Gesichtsmasken zwischen westlichen Staaten und Asien.

Jeder Journalist und jede Journalistin sei herzlich zur Teilnahme an der Umfrage eingeladen, deren Ergebnisse im meincoronablog.de und über Presseerklärungen publiziert werden würden:

Hier zur Umfrage: Gesichtsmasken – wie berichten Journalisten?

Coronaschutz-Verordnungen – Grillen daheim ist erlaubt

Essen (ots) Viele Verbraucher sind derzeit verunsichert: Darf ich überhaupt noch grillen? Im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes haben die Bundesländer Coronaschutzverordnungen erlassen, die vorerst bis zum 19. April 2020 gelten. Als Ordnungswidrigkeiten sind auch Grillen und Picknick im Freien ohne Ausnahme verboten. Bei Verstößen dagegen wird ein Bußgeld gegen jede angetroffene Person verhängt.

Barbecue Industry Association Grill (BIAG) e.V. Quellenangabe: “obs/Barbecue Industry Association Grill (BIAG) e.V.”

Jetzt herrscht aber Unsicherheit, ob Grillen grundsätzlich verboten ist. Den BIAG (Barbecue Industry Association Grill e.V.) haben dazu diverse Anfragen erreicht – sowohl von Verbrauchern als auch von Medien. Aus diesem Anlass hier eine Klarstellung.

Im häuslichen Bereich ist das Grillen erlaubt, wenn daran ausschließlich die zum Hausstand gehörenden Personen teilnehmen, es nicht in eine “wilde Party” ausartet und auch keine anderen – z.B. Nachbarn – belästigt werden. Auch in diesen schwierigen Zeiten kann also das Grillvergnügen daheim im Familienkreis ein bischen Abwechslung in die heimische Küche und den Alltag bringen.

internet: www.biag.org

Contorion spendet ca. 8.000 Schutzmasken an Berliner Sozialeinrichtungen

Berlin (ots) Der Onlinehändler Contorion spendet rund 8.000 Atemschutzmasken (FFP3) an Berliner Wohlfahrtsverbände und Krankenhäuser, um sie im Kampf gegen das Corona-Virus zu unterstützen. Jeweils ein Teil der Spende geht an den DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e.V., den Caritasverband für das Erzbistum Berlin, das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg, die Charité Universitätsmedizin Berlin und das Gesundheitsunternehmen Vivantes.

Contorion spendet ca. 8.000 Schutzmasken an Berliner Sozialeinrichtungen / Dr. Frederick Roehder, Geschäftsführer von Contorion, setzt sich für den Kampf gegen das Corona-Virus ein Quellenangabe: “obs/Contorion GmbH/Tiemo Dams”

“Wir bedanken uns für die wertvolle Spende, die dazu beiträgt, unsere medizinischenMitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Behandlung von Covid-19-Patienten zu schützen”, teilt Manuela Zingl, Unternehmenssprecherin der Berliner Charité, mit. Barbara Eschen, Direktorin Diakonie Landesverband, nimmt die Spende dankend an: “Diese gespendeten Masken werden wir an Pflegeeinrichtungen und an Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe weiterleiten, da hier besonders verletzliche Personen durch unsere Dienste versorgt werden. Deshalb: ganz herzlichen Dank für diese großartige Spende an die Firma Contorion. Zugleich aber auch der dringende Appell an die Bundesregierung: Besorgen Sie Schutzausrüstung!”

Gudrun Sturm, Vorstandsvorsitzende des DRK Landesverbands Berliner RotesKreuz e.V., findet ebenfalls dankende Worte: “Ich freue mich sehr über die wichtige Spende. Die Atemschutzmasken werden allen Gliederungen des Berliner Roten Kreuzes zur Verfügung gestellt, darunter natürlich auch unsere besonders geforderten Einsatz- und Rettungsdienste.”

Contorion vertreibt als Onlinehändler für Handwerks- und Industriebetriebe eine breite Produktpalette an Werkzeug, Werkstatt- und Baustellenbedarf – unter anderem Schutzkleidung. Dr. Frederick Roehder, Geschäftsführer von Contorion, sah das Unternehmen in der Verantwortung, einen Beitrag zum Kampf gegen das Corona-Virus zu leisten: “Seit mehreren Wochen arbeiten alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Homeoffice. Das ist ein wichtiger Beitrag,um die Ansteckungsrate einzudämmen. Doch wir wollten noch mehr tun!” Er führt aus: “Täglich erfahren wir in den Medien von den ungeheuren Anstrengungen, die das Personal in Kliniken, Pflegeheimen und anderen Einrichtungen täglich leistet.Angesichts der steigenden Infektionszahlen wurde uns klar: Schutzkleidung wird dringend gebraucht.”

Bei den gespendeten Masken handelt es sich um professionelle FFP3-Atemschutzmasken von STIER, der Eigenmarke von Contorion.

Web: contorion.de

Trotz Corona-Krise keine Zeit für Lethargie: Mank startet erfolgreich die Produktion von Einwegmasken

Erste Auslieferungen erfolgt – In Kürze auch FFP2 Masken verfügbar

Dernbach/WW. (ots) Mit einem Ausbau und der Steigerung seiner Produktionskapazitäten im Converting-Bereich reagiert das mittelständische Familienunternehmen Mank aus Dernbach im Westerwald auf die besonderen Anforderungen in Zeiten von COVID-19.

Mank Atemschutz Masken bestehen aus Vlies in verschiedenen Lagenzahlen für unterschiedliche Schutzanforderungen. Quellenangabe: “obs/Mank Designed Paper Products”

“Die Ausbreitung der Corona-Pandemie hat zu einer verstärkten Nachfrage von Institutionen, Gemeinden und dem Fachhandel nach Einweg-Hygieneprodukten geführt. Um diesen Bedarf zuverlässig decken zu können, haben wir in den letzten Wochen unseren Maschinenpark umgerüstet und sind jetzt in der Lage, die dringend benötigten Einweg-Schutzmasken in verschiedenen Ausführungen zu produzieren” berichtet Mank Geschäftsführer Lothar Hümmerich.

Anders als bei den derzeit häufig angebotenen genähten Stoffmasken bestehen die Mank Masken aus Vlies in verschiedenen Lagenzahlen für unterschiedliche Schutzanforderungen. Die künftige Produktpalette reicht dabei von der einfachen Mund-Nasen-Schutzmaske (Spuck- und Tröpfchenschutz) in verschiedenen Versionen über eine Variante, die der herkömmlichen OP-Maske gleicht, bis hin zur FFP2 Schutzmaske.

Man ist bei Mank Converting sowohl in punkto Mitarbeiter, als auch beim technischen Know-How sehr gut aufgestellt und hat kurzfristig die Möglichkeit, auch größere Anfragen schnell und zuverlässig zu bedienen. Mank hat sich nicht nur als Hersteller von Tischprodukten aller Art, sondern auch im Converting Segment seit vielen Jahren mit Reinigungs- und Hygieneprodukte für Industrie, Medizin und Handel weltweit einen Namen geschaffen. “Bereits in dieser Woche konnten die ersten Mundschutzmasken aus der Westerwälder Produktion an heimische Unternehmen, wie die Großbäckerei Scheffel und die REWE Märkte Müller ausgeliefert werden”, berichtet Geschäftsführer Lothar Hümmerich.

Um die erhöhte Nachfrage auch mittel- und langfristig decken zu können, wird derzeit der Maschinenpark des Unternehmens für die Produktion der dringend benötigten Einwegmasken weiter umgerüstet und ausgebaut. Der Bedarf an Einweg-Hilfsmitteln, wie Einweg-Handtüchern, Wisch- und Reinigungstüchern für Desinfektionssysteme und Einweg-Bettwäsche für Krankenhäuser, Altenheime und Notfallzentren wächst sprunghaft und kann bereits heute von Mank gedeckt werden. Flexibilität zahlt sich jetzt aus: Mit dem plötzlichen Einbrechen der Absatzzahlen im klassischen Gastronomiegeschäft bei TableTop-Produkten seit Beginn der Corona-Krise macht sich nun die sprichwörtliche Mank Flexibilität bezahlt: “Natürlich sind auch bei uns Kurzarbeit und Produktionsausfälle ein Thema” beschreibt Geschäftsführer Lothar Hümmerich die Situation, “aber durch das zweite stabile Standbein des Unternehmens im Converting-Segment sowie den ebenfalls laufenden Onlineshop Sovieshop.de für Privatkunden besteht eine solide Basis für das Unternehmen!

“Schon immer hat Mank seine Stärken ausgespielt, wenn es galt, besondere Lösungen in besonderen Situationen zu entwickeln. Diese Erfahrung kommt dem mittelständischen Unternehmen aus Dernbach im Westerwald heute erneut zugute.

www.mank.de

Corona.KEX.net – Aktuelle Beschaffungsinitiative von Engpassartikeln zur Bekämpfung des Coronavirus

Aachen (ots) Aachener Konsortium stellt Hilfe bei der Beschaffung von Covid-19 Engpassartikeln zur Verfügung: digitale Plattform zur Bestellung und Lieferung für Krankenhäuser und Pflegestationen zur Behandlung des Coronavirus.

Corona.KEX.net – Aktuelle Beschaffungsinitiative von Engpassartikeln zur Bekämpfung des Coronavirus. Quellenangabe: “obs/KEX Knowledge Exchange AG”

Vor dem in Kürze zu erwartenden Höhepunkt der Covid-19 Pandemie und den damit verbundenen Herausforderungen für das Gesundheitssystem in Deutschland ist die koordinierte Beschaffung und Verteilung von Engpassartikeln wie Schutzkitteln, Desinfektionsmitteln, oder Masken von essentieller Bedeutung. Aktuell können die zuständigen Stellen diese Aufgabe aufgrund von Überlastung jedoch nicht bewältigen. Krankenhäuser etwa meiden Bestandsmeldungen, um einer möglichen Umverteilung solcher zuvorzukommen. Durch die Überlastung der Lieferketten treten mehr und mehr unseriöse Anbieter auf, die aus der aktuellen Krise Profit schlagen wollen. Dies führt zu Ungerechtigkeiten in der Verteilung, weil Waren nicht bedarfsgerecht und zu überhöhten Preisen zugeteilt werden.

Wichtig ist es daher, eine zentrale Koordination von wichtigen medizinischen Gütern, gestützt durch den Einsatz einer digitalen Plattform sicherzustellen, ein professionelles Beschaffungs- und Logistikmanagement aufzubauen und stabile lokale Lieferketten zu organisieren.

Das INC Invention Center mit Sitz auf dem RWTH Aachen Campus ist gerade in dieser schwierigen Zeit in der Lage, durch das Netzwerk von qualifizierten und innovativen Instituten, die Beschaffung wichtiger medizinischer Hilfsmittel, wie Masken und Kitteln aus dem asiatischen Raum kurzfristig zu organisieren. Gemeinsam mit der KEX AG initiierte das INC Invention aus diesem Grund die digitale Plattform Corona.KEX.net. Die digitale Plattform Corona.KEX.net, die die Beschaffung der medizinischen Versorgung digital abbildet, ist ab heute freigegeben. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen können sich ab sofort unter https://corona.kex.net/web/rescuesupply/registrierung/ akkreditieren und ihre Bedarfe anmelden. Die Logistik wird über das Partnernetzwerk Smart Logistik abgewickelt.

Der Bedarfskatalog wird unter Berücksichtigung der aktuellen Lage ständig ausgebaut und ist unter https://corona.kex.net/web/rescuesupply zu finden.

Verantwortlicher Leiter ist Toni Drescher, CEO der KEX Knowledge Exchange AG und Managing Director, INC Invention Center aus Aachen: “Zur Vermeidung von gefährlichen Engpässen in der Versorgung unserer Gesundheitseinrichtungen ist schnelles und entschlossenes Handeln erforderlich. Deshalb haben wir unsere Ressourcen auf dem RWTH Aachen Campus kurzfristig zusammengezogen, um durch Nutzung unseres Netzwerkes den Betroffenen schnelle und effektive Hilfe zukommen zu lassen.”

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen können sich anmelden unter: https://corona.kex.net/web/rescuesupply/registrierung/

Corona-Krise: “Ich halt euch nicht mehr aus!” SOS-Familientipps für konfliktreiche Zeiten

München (ots) Von der Corona-Krise zur Familienkrise ist es nicht weit. Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit hat Tipps für diese Zeit des erhöhten Streitpotentials.

Von der Corona-Krise zur Familienkrise ist es nicht weit. Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit hat Tipps für diese Zeit des erhöhten Streitpotentials. ZVeröffentlichung bitte unter Quellenangabe: “obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Katerina Ilievska”

Den Kindern ist langweilig, die Eltern müssen von zu Hause aus arbeiten und die Nachrichtenflut schürt Ängste. Familien stehen in den kommenden Wochen vor extrem großen Herausforderungen. Nicht alle erleben die Corona-Zeit mit Garten, Balkon, voller Tiefkühltruhe, Netflix-Abo und allen digitalen Möglichkeiten. Viele Familien trifft die Entschleunigung als Vollbremsung mit voller Wucht.

Existenzangst, Isolation und Überforderung machen aus der Corona-Krise schnell eine Familienkrise. Der rasante Anstieg der Scheidungsrate in China liefert bereits trauriges Zeugnis. Auch hierzulande befürchten Expertinnen und Experten, dass sich Konflikte in vielen Familien zuspitzen könnten. “Die lange gemeinsame Zeit auf engem Raum und die Unsicherheit, wie es weitergeht, sind der beste Nährboden für Gefühlsausbrüche und dicke Luft”, so Heidemarie Stuck, Pädagogische Leiterin im SOS-Kinderdorf Moosburg. “Streiten ist etwas völlig Normales. Sich in die Haare zu kriegen, wenn man unterschiedlicher Meinung ist oder die Emotionen hochgehen, muss einem keine Angst machen. Jedoch sollte ein gewisser Punkt nicht überschritten werden.”

Um mit der Situation gut umzugehen, haben die SOS-Kinderdörfer Tipps für Konfliktbewältigung in der Krisenzeit:

1 Geteiltes Leid

Die aktuelle Situation ist herausfordernd. Für Sie genauso wie für Ihr Kind. Stellen Sie sich Ihren eigenen Gefühlen und fragen Sie sich, was Sie verändern möchten. Die gleiche Frage stellen Sie Ihrem Nachwuchs. Vielleicht wollen Sie auch ein Ritual einführen, um sich nicht erst dann auszutauschen, wenn die Stimmung schon leidet. Besprechen Sie zum Beispiel jeden Tag beim Abendessen kurz mit Ihren Kindern, was an dem Tag schön war, was genervt hat oder ob sie etwas bekümmert. Seien Sie offen für die Wünsche Ihres Kindes und zeigen Sie Verständnis. Vielleicht lässt sich ein Kompromiss finden und auch wenn es nicht für alles eine Lösung gibt, tut es gut, Gefühle zu teilen.

2 Eine Pause einlegen

Schaffen Sie zwischendurch bewusst Abstand – so gut es eben in dieser Situation geht. Das kann für jedes Familienmitglied anders aussehen. Ein paar Minuten am offenen Fenster tief durchatmen, mit der Lieblingsmusik im Ohr eine Viertelstunde tanzen oder mit einem guten Buch ins Bett zurückziehen – oft reichen schon kleine Pausen und ein bisschen Zeit für sich allein, um sich zu beruhigen und positivere Gedanken zu fassen.

3 Regeln brechen

Lassen Sie in dieser Ausnahmesituation auch mal Fünfe gerade sein und schrauben Sie Ihren Anspruch runter, Haushalt, Heimschule, Homeoffice und Co perfekt machen zu müssen. Die ganze Familie muss sich derzeit einschränken. Zum Ausgleich darf es in manchen Bereichen ruhig etwas lockerer zugehen – zum Beispiel, wenn der Nachwuchs länger vor dem Fernseher sitzt als normal vereinbart oder Zähneputzen und Naschen in der falschen Reihenfolge ablaufen. Und wenn der Geschirrspüler mal nicht gleich am Abend eingeräumt wird und stattdessen Zeit für ein Familienspiel bleibt – gut so!

4 Aufeinander zugehen

Wenn Sie einen konkreten Kritikpunkt haben, sprechen Sie diesen offen und sachlich an. Frust in sich hineinzufressen vergrößert die Spannung und kann später einen unkontrollierten Ausbruch auslösen.

5 Richtig streiten

Sollte ein Streit losbrechen, versuchen Sie diesen konstruktiv zu führen. Hören Sie den Kindern oder Jugendlichen zu, lassen Sie sie ausreden und erklären Sie Ihre Sicht der Dinge altersgerecht. Sagen Sie klar, was Sie sich wünschen, anstatt Ihr Kind mit Vorwürfen zu konfrontieren. So lernt der Nachwuchs, wie man auf Augenhöhe streitet, ohne den anderen zu verletzten.

6 Sind wir wieder gut?

Je wilder die Fetzen geflogen sind, desto wichtiger ist eine bewusste Versöhnung. Kinder und Jugendliche brauchen die Sicherheit, dass ein Streit keinen Beziehungsabbruch bedeutet. Gehen Sie auf Ihren Nachwuchs zu, wenn sich die Gemüter beruhigt haben. Falls Ihnen noch etwas am Herzen liegt, besprechen Sie es in Ruhe mit Ihrem Kind. Warum haben Sie sich geärgert? Was macht Sie traurig? Was tut Ihnen leid? Entschuldigen Sie sich, falls im Streit harte Worte gefallen sind. Vielleicht auch mal mit einem kleinen Briefchen oder Bild. Danach tut es gut, gemeinsam etwas zu machen, das allen Spaß bringt – etwa das Lieblingsspiel Ihres Kindes zu spielen oder sich bei einem lustigen Film auf der Couch zusammen zu kuscheln.

Spendenkonto:

SOS-Kinderdörfer weltweit 
IBAN: DE81 4306 0967 2222 2000 05 
Stichwort: "Coronahilfe weltweit" 

www.sos-kinderdoerfer.de

Corona-Krise: Papierproduktion ist systemrelevant

Altpapierversorgung muss sichergestellt bleiben.

Bonn (ots) Die deutsche Papierindustrie begrüßt die von Bund und Ländern getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise.

Produktion von Wellpappenpapieren / Altpapierversorgung muss sichergestellt bleiben. Quellenangabe: “obs/Verband Deutscher Papierfabriken (VDP)/Werksfoto”

Die Unternehmen der Branche haben alle Maßnahmen ergriffen, um das innerbetriebliche Infektionsrisiko für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu minimieren und so auch die weitere Produktion von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff sicherzustellen. Die Papierfabriken befürchten jedoch Produktionsbeschränkungen, falls es zu einschränkenden Maßnahmen der Behörden kommt. Daher hat die deutsche Papierindustrie die Politik in Bund, Ländern und Kommunen aufgefordert, die Herstellung von Papierprodukten, die für die Grundversorgung der Bevölkerung notwendig sind, als systemrelevant einzustufen. Entsprechende Produktionsanlagen müssten durchgehend in die Ausnahmekataloge zur kritischen Infrastruktur einbezogen werden, wie dies auch bei den aktuellen Produktionsbeschränkungen in Italien geschehen ist. Dies ist derzeit in Deutschland noch nicht überall erfolgt.

Auch warnt die Branche davor, dass bekannt gewordene Einschränkungen in der Altpapiersammlung der Kommunen zu Produktionsstörungen führen könnten. Gerade bei der für die Grundversorgung wichtigen Produktion von Verpackungen, aber auch bei der Herstellung von Hygienepapieren, werde in großem Umfang Altpapier eingesetzt. Dies gilt ebenfalls für die Herstellung von Publikationspapieren – insbesondere Zeitungsdruckpapier. Tageszeitungen sind in der gegenwärtigen Krise ein wichtiger Träger verlässlicher lokaler Informationen, auch und gerade für besonders gefährdete ältere Menschen.

www.vdp-online.de

Connemann/Motschmann: Größtes Hilfspaket der Geschichte für Kultur und Medien

Berlin (ots)Koalition will kulturellen Reichtum unseres Landes bewahren helfen

Das Bundeskabinett hat heute umfangreiche Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie beschlossen. Dazu erklären die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, und die kultur- und medienpolitische Sprecherin Elisabeth Motschmann:

“Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Wir helfen unbürokratisch und schnell. Gemeinsam bringen wir den bislang größten Schutzschirm in der Geschichte der Bundesrepublik auch für den Kultur- und Medienbereich auf den Weg.

Denn die kulturelle Vielfalt unseres Landes steht auf dem Spiel. Diese wird durch Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Kultureinrichtungen gesichert. Gerade diese verlieren aber aktuell urplötzlich die Existenzgrundlage. Es finden keine kulturellen Veranstaltungen mehr statt. Diesen Akteuren muss geholfen werden.

Für Soloselbständige und kleine Unternehmen wird eine Corona-Soforthilfe von bis zu 50 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Dazu haben auch Künstlerinnen und Künstler, Medienschaffende, Klein- und Kleinstunternehmen der Kultur- und Kreativbranche uneingeschränkten Zugang. Und es soll zudem bis zu 10 Milliarden Euro als bedingungslose Grundsicherung für die persönlichen Lebensverhältnisse geben.

Die Bundesregierung hat sehr schnell und in enger Abstimmung mit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sowie der Branche gehandelt. Die Maßnahmen ergänzen sich mit schon beschlossenen und geplanten Länderinstrumenten. Die CDU/CSU-Fraktion wird die Situation weiter wachsam beobachten und, wo nötig, ggf. nachsteuern.”

Internet: http://www.cducsu.de

Kanzlerin Merkel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus

Kanzlerin Merkel hat die Bevölkerung zu “Verzicht und Opfern” im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus aufgerufen. Bund und Länder einigten sich darauf, Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit zu verbieten.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus haben sich Bund und Länder erstmals auf einheitliche Regeln für ganz Deutschalnd verständigt. Sie verzichten dabei auf eine bundesweite Ausgangssperre und setzen stattdessen auf ein umfangreiches Kontaktverbot.

In einer gemeinsamen Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder einigten sie sich darauf, von morgen an Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen zu verbieten. Ausnahmen gibt es für Familien. Schließen müssen alle Restaurants und Friseure.

Die bundesweit beschlossenen Maßnahmen

– Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die sozialen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren

– Mindestabstand im öffentlichen Raum von mindestens 1,50

– Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer weiteren Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet

– Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Teilnahme an erforderlichen Terminen, indivueller Sport und Bwegung an der frischen Luft bleiben weiter möglich

– Gruppen feiernder Menschen – auch im Privaten – sind inakzeptabel

– Gastronomiebetriebe werden geschlossen, nur die Mitnahme von Speisen und Getränken ist gestattet

– Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege werden geschlossen – Ausnahmen gelten nur für medizinisch notwendige Dienste

– In allen Betrieben ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen.

– Die Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

Die mit den Ministerpräsidenten beschlossenen Maßnahmen seien dabei “keine Empfehlungen, sondern Regeln”, so Merkel.

Zum Schutz aller: Fehlinformationen über Corona-Tests ausräumen!

COVID-19 Selbstabstrich-Tests medizinischer Labore sinnvoll und effektiv

Hamburg (ots) In Zeiten von Ungewissheit und Ängsten vor der Infektion mit einem noch neuen Virustyp ist es umso wichtiger, Fehlinformationen auszuräumen und weitere Verunsicherungen zu vermeiden.

Dr. med. Jens Heidrich, Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Hämostaseologie und Inhaber des Labors Dr. Heidrich & Kollegen. Quellenangabe: “obs/Labor Dr. Heidrich & Kollegen GmbH MVZ”

Ein großes, mit Missverständnissen behaftetes Thema sind derzeit die Corona-Selbsttests. Hierzu gibt es viele Falschinformationen und -interpretationen in allen öffentlichen Kanälen, so dass eine sachliche und fachliche Aufklärung dringend geboten ist. An erster Stelle gehört dazu diese Information: Die höchste Diagnosesicherheit bieten ausschließlich die SARS-CoV-e/COVID-19-Abstrichtests aus medizinischen Laboren, die aktuell auch zum Selbstabstrich an Patienten mit Indikation gemäß RKI abgegeben und im Labor untersucht werden.

Sind Selbstabstrichtests sinnvoll?

Die Antwort lautet JA – sofern es sich um Selbstabstrich-Tests aus dem Fachlabor handelt, die vorwiegend vom Arzt abgegeben werden. Warum überhaupt so ein Selbstabstrichtest? Die nagende Ungewissheit potenziell Corona-Infizierter führt zu einem extrem hohen und unter Risikoabwägung nicht zu bewältigendem Patienten-Aufkommen in Arzt-Praxen und Fachlaboren. Damit trotzdem alle potenziell infizierten Patienten die Chance auf eine Testung haben, können sich Patienten nach Anruf im Labor und Prüfung der Indikationen (Vorgabe aktuelle Informationen des RKI) an der Labortür ein Selbstabstrich-Kit mit genauer Anleitung zum Abstrich abholen. Auch die Anforderung über das Internet (z. B. www.labor-heidrich.de) ist möglich. Das Abstrich-Set wird dann nach Hause geschickt und kann nach Gebrauch per Post wieder ins Labor geschickt werden oder persönlich vorbeigebracht werden. Es handelt sich hierbei NICHT um einen unzuverlässigen Schnelltest.

Die in den sozialen Medien zum Teil als Kettenbriefe verbreiteten “Tipps” wie “den Atem über mehr als 10 Sekunden anhalten” oder “alle 15 Minuten Wasser trinken” sind ebenso unseriös und ineffektiv wie im Online-Handel angebotene Selbsttests in der Art von Schwangerschaftstests oder sogenannte Antikörpertests. Diese funktionieren derzeit noch nicht zuverlässig. Von allem, was nicht von seriösen Stellen (Arztpraxen, Kliniken, Fachlaboren) als Selbstabstrich-Test angeboten wird, sollte zur eigenen Sicherheit und der Sicherheit der Mitmenschen die Finger gelassen werden.

Wie sicher ist die Methode mit Selbstabstrich?

Die ausgegebenen Corona-Abstrichsets enthalten eine genaue Anleitung und professionelles Diagnosematerial, so dass der Abstrich eigenständig sicher durchgeführt werden kann. Die Analyse erfolgt im Labor nach WHO-Standard.

Prof. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin, erklärt dazu: “Es muss natürlich ein koordinierter Patient sein, der in den Spiegel schauen kann, und das auch hinbekommt, wirklich hinter das Gaumensegel zu gehen mit einem Abstrichtupfer.” (http://ots.de/FOdX7U)

Seit fast vier Wochen wendet das Labor Dr. Heidrich & Kollegen die Selbstabstrich-Methode an. Die Rate der positiven Testergebnisse beim Selbstabstrich lag dabei in der 11. Kalenderwoche 2020 bei 8,1 Prozent; bei Proben, die bundesweit von Ärzten durchgeführt wurden, bei 5,2 Prozent. Auch das lässt einen Rückschluss auf die Sicherheit zu. Der Patientenabstrich ist damit genauso wertvoll wie die der Ärzte.

Wer bezahlt den Selbstabstrich-Test?

Das ist leider ein noch heikles Thema, denn aktuell bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen den Test bei Selbstabstrich nicht. Hintergrund: Gemäß den Richtlinien gehören Abstriche zur ärztlichen Leistung. Maximal ist er abrechnungsfähig, wenn der Patient den Abstrich unter ärztliche Aufsicht selbst durchführt. Die Crux ist, dass die kassenärztlichen Richtlinien und die Gebührenordnung eine Pandemie wie das Corona-Virus nicht berücksichtigen. Krisenregelungen gibt es in diesem Bereich bislang nur unzureichend. Wir Laborärzte kämpfen auch an dieser Front um eine kurzfristige Änderung und Kostenübernahmeerklärung der Selbstabstrich-Tests durch die Krankenkassen zu erreichen”, so Dr. Jens Heidrich aus dem Labor Dr. Heidrich & Kollegen. Ein Appell, der hoffentlich gehört wird.

Denn einerseits sollten die Arztpraxen durch die Selbstabstrich-Tests entlastet und das Gefährdungspotenzial gesenkt werden, andererseits kommen Fachlabore, die darüber Rechnungen an Patienten schreiben müssen, in den Verdacht, sich an der Notsituation zu bereichern. Dr.Jens Heidrich: “Letzteres weisen wir auf das Schärfste von uns. Ein ärztlicher Betrieb muss sich an die ärztliche Gebührenordnung halten. Daher werden für die Selbstabstrich-Tests nach dem 1,15-fachen Satz ca. 150 EUR in Rechnung gestellt. Eine Abrechnung außerhalb der Gebührenordnung ist nicht zulässig.”

Appell an Entscheider

Arztpraxen haben zu Beginn der Krise im Fachlabor angerufen und darum gebeten, ihre Patienten zum Abstrich schicken zu dürfen, damit sie selbst möglichst wenig Kontakt zu potenziell Infizierten haben und nicht Gefahr laufen, ihre Praxis wegen Selbstinfektion schließen zu müssen. Auch das Fachlabor kann so einen Ansturm nicht alleine bewältigen; auch hier besteht die Gefahr, bei infizierten Mitarbeitern das Labor schließen zu müssen, was fatale Auswirkung für die dringend notwendige Labordiagnostik hätte. An die Entscheider im Gesundheitswesen und insbesondere an die Krankenkassen wird daher der Appell gerichtet, über den Sinn effektiver Selbstabstrich-Tests aufzuklären und die Kosten für diese Testungen zu übernehmen.

Web: labor-heidrich.de

Wie schütze ich mich vor dem Corona-Virus? Die wichtigsten Infos und Tipps!

Jetzt das Immunsystem stärken: mit frischer Luft, gesunder Ernährung und ausreichend Schlaf

Baierbrunn (ots) Anmoderation: Das Corona-Virus hat die Welt zur Zeit fest im Griff, täglich steigt die Zahl der Infizierten auch in Deutschland.

Dagmar Ponto hat mit Dr. Andreas Baum telefoniert. Er ist Internist sowie Leiter der medizinischen Fachredaktion der Apotheken Umschau und erklärt unter anderem, wie die Symptome bei einer Corona-Infektion aussehen:

Die wichtigsten Infos und Tipps! / Jetzt das Immunsystem stärken: mit frischer Luft, gesunder Ernährung und ausreichend Schlaf / Dr. Andreas Baum, Internist und Leiter der medizinischen Fachredaktion der Apotheken Umschau / Quellenangabe: “obs/Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen/W&B/André Kirsch”

Sprecherin: Herr Dr. Baum, viele fragen sich, ob sie selbst vielleicht schon mit dem Corona-Virus infiziert sind, ohne es zu merken. Woran kann man das feststellen?

Diejenigen, bei denen die Infektion tatsächlich einen ernsten Verlauf nimmt, die bemerken zum Beispiel oft nach einigen Tagen, nach einer Woche, dass es schlechter wird. Dass zum Fieber, zum trockenen Husten noch Atemnot dazukommt. Ob eine Corona-Infektion tatsächlich vorliegt, das zeigt sich aber auch dann nur durch einen Test.

2) Wie schütze ich mich am besten vor einer Ansteckung?

Das Wichtigste ist natürlich Abstand halten. Eineinhalb bis zwei Meter wären gut, natürlich vor allem von Menschen, die erkältet sind. Man soll niemandem die Hände schütteln. Und vor allem soll man sich wirklich gründlich, mindestens eine halbe Minute lang, die Hände waschen. Mit Seife, auch die Fingerspitzen, auch die Haut zwischen den Fingern nicht vergessen. Erst nach ungefähr einer halben Minute sind die Keime von den Fingern wirklich herunter.

3) Abstand halten ist sicherlich richtig. Aber ist das in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf die viele von uns angewiesen sind, überhaupt möglich?

Daher ist es im Moment auch gerade so wichtig, dass man, wenn es möglich ist, zu Hause arbeitet oder auch auf anderen Wegen zur Arbeit geht – mit dem Fahrrad, mit dem eigenen Auto. Und dass man, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, möglichst außerhalb der Stoßzeiten fährt.

4) Man hört immer wieder, dass jüngere Menschen weniger gefährdet sind. Stimmt das?

Ja, da ist etwas dran. Wir wissen inzwischen, dass vor allem ältere Menschen – ab dem Alter von 50, 60 Jahren steigt das Risiko – besonders gefährdet sind. Und auch alle Menschen mit Vorerkrankungen, zum Beispiel Herzkrankheiten, Lungenkrankheiten oder überhaupt mit einem schwachen Immunsystem. Da kann die Infektion tatsächlich einen wirklich schweren Verlauf nehmen bis hin zum Lungenversagen.

5) Heißt das, dass zum Beispiel Enkelkinder sich eine Weile von ihren Großeltern fernhalten sollten?

Das ist absolut sinnvoll im Moment, weil ja gerade alte Menschen ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben und auf der anderen Seite Kinder sich auch recht leicht selber anstecken können, weil sie ja oft in größeren Gruppen zusammen sind und engen Kontakt halten. Deswegen ist es vielleicht ganz gut, wenn Oma und Opa jetzt eine Zeitlang auf anderem Weg Kontakt halten, übers Internet per Video-Anruf zum Beispiel.

6) Haben Sie auch noch einen Tipp für uns, was man jetzt für das eigene Immunsystem tun kann?

Alles, was dem Immunsystem gut tut. Bewegung, jeden Tag raus an die frische Luft, einen Spaziergang in der Natur machen. Sich gesund ernähren und – ganz wichtig auch – auf ausreichend Schlaf achten, gerade das ist auch sehr wichtig für ein gut funktionierendes Abwehrsystem.

Vielen Dank Dr. Andreas Baum, Internist und Leiter der medizinischen Fachredaktion der Apotheken Umschau.

Weiterführende Information: Ausführliche, medizinisch fundierte und zuverlässige Informationen zum Thema Coronavirus gibt es auch unter www.apotheken-umschau.de/coronavirus.

Mainzer Fan-Forscher: So leidensfähig sind Fans in Krisenzeiten – im Fußball und in Unternehmen…

Mainz (ots) Für die einen nur ein ungewohntes Bild, für Fußball-Fans kaum zu ertragen: Fußballspiele im Geisterstadion, ohne Publikum, ohne Jubel, ohne Fan-Gesänge. “Jetzt ist also per Dekret vollzogen, wozu ein echter Fußballfan aus freien Stücken niemals bereit gewesen wäre”, sagt der Mainzer Fan-Forscher Roman Becker.

Mainzer Fan-Forscher: So leidensfähig sind Fans in Krisenzeiten – im Fußball und in Unternehmen… Quellenangabe: “obs/2HMforum.”

“Ein Fan würde lieber sterben als seine Mannschaft im Stich zu lassen”, weiß Becker, der sich seit mehr als 20 Jahren mit emotionaler Kundenbindung beschäftigt. Dass sich hunderte Gladbach-Fans dennoch vor dem gesperrten Stadion versammelten und ihre Derby-Helden feierten, sei nur ein Beispiel von vielen. Inzwischen hat die Deutsche Fußball Liga eine Pause der Bundesliga-Spiele angekündigt – am Wochenende rollt der Ball aber noch in den Geisterstadien.

“Fans sind besonders leidensfähig – sei es im Sport, in der Musikwelt, in Unternehmen.” Roman Becker erklärt: “Eine Fan-Beziehung beruht auf einer emotionalen Bindung.” Diese lasse den Fan auch in schwierigen Zeiten zu seinem Idol stehen – und für ein Fan-Erlebnis sogar Krankheit in Kauf nehmen. Eine überwältigende Mehrheit der Fans antworte in Befragungen, dass sie sich eine Welt ohne ihren Verein, ohne ihr Idol nicht vorstellen könne.

Fan-Prinzip in Unternehmen

Diese typischen Verhaltensweisen greifen nicht nur im Fußball. “Aus unserer Grundlagenforschung wissen wir, dass Unternehmen mit einer hohen Fan-Quote unter ihren Kunden und Mitarbeitern wirtschaftlich erfolgreicher sind als andere”, erklärt der Marktforscher. Sie profitierten in hohem Maße von ihren Fan-Kunden: “Denn diese kaufen mehr, sie kaufen häufiger, sie sind weniger preissensibel, sie bewerten Konditionen besser, haben den höchsten Deckungsbeitrag und sind beste Botschafter.” Aber ein Fan-Merkmal sei aktuell ganz besonders wichtig: Fans bleiben auch in schlechten Zeiten treu.

Das sich ausbreitende Corona-Virus wird auch ein Bewährungstest für viele Unternehmen sein. “Aus mehr als 20 Jahren Marktforschung zum Thema emotionale Kundenbindung wissen wir: Unternehmen, die es in der Vergangenheit geschafft haben, ihre Kunden zu echten Fans zu machen, werden auch diese Krise weitgehend unbeschadet überstehen”, ist sich Roman Becker sicher.

Fans in Krisenzeiten

Fankunden sind – so der Fan-Forscher – die wichtigsten Mitstreiter in Krisenzeiten. “Sie stehen in Krisenzeiten nicht nur zu ihrem “Star”, sie verteidigen ihn sogar in der Öffentlichkeit.” Becker zitiert ein Beispiel aus den sozialen Netzwerken: Fast zeitgleich habe es eine Panne gegeben – bei der Deutschen Bank und bei ALDI. Die Supermarktkette hatte Kunden den doppelten Wert ihres Einkaufs abgebucht. Bei der Deutschen Bank wurden dem Kunden Abbuchungen lediglich doppelt angezeigt. Die Diskussion wurde hitzig in den sozialen Netzwerken ausgetragen und war hochinteressant: Die Fankunden verteidigten ALDI und ersticken so den sich anbahnenden “shitstorm” im Keim, während die Deutsche Bank dem “shitstorm” ihrer Gegner nahezu “schutzlos” ausgesetzt war. Zur Info: Aldi hatte damals eine Fan-Quote von 31 Prozent, die Deutsche Bank eine Fan-Quote von 11 Prozent.

Fans verzeihen …

“Fans verzeihen Fehler und auch schlechte Leistungen; sie stehen zu ihrem Verein, zu ihrem Musik-Star, zu ihrem Unternehmen, auch wenn sie mit Pannen und Niederlagen und schlechten Botschaften konfrontiert werden”, so Becker. Er ist sich sicher: “Gerade, weil zum Beispiel Fußball-Fans die Bilder von leeren Rängen in ihrem Stadion kaum ertragen können, gerade weil sie ihren Idolen nicht mehr nah sein können, wird die Liebe zum Star in Krisenzeiten noch intensiver werden.”

Weitere Informationen zum Fan-Prinzip und zu Fan-Studien: www.2hmforum.de

Coronakrise lässt Spritpreise weiter sinken Rohölnotierungen brechen ein

München (ots) Angesichts der weltweiten Coronakrise und der einbrechenden Rohölnotierungen geben die Spritpreise an den Tankstellen deutlich nach. Laut aktueller Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im Bundesmittel 1,267 Euro, das sind 5,8 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel verbilligte sich um 4,1 Cent auf durchschnittlich 1,137 Euro je Liter.

Rohölnotierungen brechen ein / Kraftstoffpreise im Bundesdurchschnitt Quellenangabe: “obs/ADAC e.V.”

Aus Angst vor einer globalen Rezession bewegen sich die Rohölnotierungen weiter steil nach unten. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell nur noch 29 Dollar, das sind rund acht Dollar weniger als vor einer Woche. Rohöl ist damit so billig wie zuletzt Anfang des Jahres 2016.

Angesichts dieser Entwicklung auf dem Rohölmarkt besteht Potenzial für weitere Rückgänge der Kraftstoffpreise. Vergünstigungen aus sinkenden Rohölnotierungen kommen dann vollständig bei den Verbrauchern an, wenn der Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt dies erzwingt.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt zudem den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man nach einer aktuellen Auswertung des ADAC in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App “ADAC Spritpreise”. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

PIRATEN zum Coronavirus: Was die EU tut und was fehlt

Berlin/Brüssel (ots) Angesichts von Falschmeldungen in sozialen Medien, die EU lasse die Bürger angesichts der Corona-Epidemie im Stich, haben die PIRATEN im Europäischen Parlament die EU-Maßnahmen in diesem Bereich zusammengestellt (siehe unten). Der Europaabgeordnete Patrick Breyer (Piratenpartei) fordert aber eine zusätzliche, digitale Dimension des Krisenmanagements:

“Wer zuhause bleiben muss und keinen modernen Internetzugang hat, ist von digitalen Informations- und Hilfsangeboten ebenso abgeschnitten, wie von Telearbeit und Telelernen. Angesichts dieser Pandemie muss Europa endlich allen Bürgern ein Recht auf Breitband-Internetanschluss einräumen. Die ursprünglich bis Ende 2020 vorgesehene Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie (Kommunikationskodex) muss als Eilmaßnahme jetzt vorgezogen werden. Dass Zehntausende Haushalte in Deutschland bis heute keinen Breitband-Internetanschluss bekommen können und nur Anspruch auf einen Telefonanschluss haben, hat in Krisenzeiten untragbare Auswirkungen.”

Anja Hirschel, Themenbeauftragte für Digitalisierung der Piratenpartei, ergänzt: “Es ist doch paradox, dass dieselbe Bundesregierung, die seit Jahren den Ausbau der Breitbandnetze schleifen lässt, nun erwartet, dass große Teile der Bevölkerung von jetzt auf gleich ihre Arbeit von zuhause aus über das Internet erledigen. Die gegenwärtigen Herausforderungen machen bewusst, welchen immens hohen Stellenwert das Internet inzwischen in unserem Leben hat. Schon seit vielen Jahren fordern wir PIRATEN größere Anstrengungen beim Ausbau der Netze sowie ein Grundrecht auf ‘digitale Teilhabe’ [1]. Spätestens jetzt wird der breiten Masse schlagartig klar, dass das Internet längst eine unabdingbare Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe ist und zur Basisversorgung gehört. Der Gesetzgeber sollte deshalb jetzt die Initiative ergreifen und ein Grundrecht auf einen Zugang zum Internet festschreiben.”

Auch die in Deutschland übliche Volumenbegrenzung für mobile Datenverbindungen ist den PIRATEN ein Dorn im Auge. Die Piratenpartei Deutschland appelliert deshalb an die deutschen Telekommunikationsanbieter, die Begrenzungen des Datenvolumens für Mobilfunk- und Internetverträge für die Dauer der Pandemie vorübergehend aufzuheben und kostenloses Telefonieren zu ermöglichen, wie dies in anderen Ländern bereits der Fall ist.

Was die EU unternimmt – Liste der EU-Hilfen in der Coronavirus-Krise:

  • Investitionsinitiative der EU als Reaktion auf das Coronavirus:
    37 Mrd. EUR öffentliche Investitionen, um die Kohäsionsmittel
    dorthin zu leiten, wo sie am meisten benötigt werden
  • Bereitstellen von 47,5 Millionen Euro aus dem
    Horizont-2020-Fonds zur Finanzierung von 17
    Gesundheitsforschungsprojekten zur COVID-19-Pandemie
  • Ausfuhrgenehmigungssystem zur Beschränkung der Ausfuhr in Europa
    benötigter medizinischer Schutzausrüstung
  • Bereitstellung von 100 Milliarden Euro an Bankkapital durch die
    EZB, um den Kreditfluss an die Wirtschaft aufrechtzuerhalten und
    die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen
  • Kontrollmechanismen zur Gewährleistung der zuverlässigen
    Versorgung der Mitgliedsstaaten mit Gesundheitsgütern
  • Schaffen von Anreizen für Textilunternehmen, medizinische
    Schutzausrüstung herzustellen
  • Erweiterung des EU-Katastrophenschutz-Mechanismus (rescEU) zum
    Kauf medizinischer Ausrüstung
  • Beschleunigte gemeinsame Beschaffung von medizinischen Testkits
    und Beatmungsgeräten
  • Leitlinien für nationale Grenzschutzmaßnahmen
  • Genehmigung zusätzlicher nationaler Unterstützungsmaßnahmen wie
    Lohnsubventionen, Aussetzung der Zahlungen von Unternehmens- und
    Mehrwertsteuern oder Sozialabgaben
  • Verabschiedung von Vorschriften für staatliche Beihilfen, die es
    den Mitgliedstaaten ermöglichen, den akuten Liquiditätsbedarf zu
    decken und Unternehmen zu unterstützen, die aufgrund des
    COVID-19-Ausbruchs vor dem Bankrott stehen
  • Genehmigung normalerweise nicht zugelassener Subventionen, wie
    zum Beispiel Ausgaben im Gesundheitssektor und gezielte
    Hilfsmaßnahmen für Unternehmen und Arbeitnehmer
  • Anpassung oder Aussetzung der von den Mitgliedstaaten
    geforderten Steueranstrengungen im Falle eines negativen
    Wirtschaftswachstums
  • Gesetzesvorschlag für eine vorübergehende Entlastung der
    Fluggesellschaften von Leerflügen, damit diese ihre Start- und
    Landeslots behalten können
  • Bereitstellung von 1 Mrd. EUR als Garantie für den Europäischen
    Investitionsfonds, um den Banken einen Anreiz zu geben, kleinen
    und mittelständischen Unternehmen Liquidität zur Verfügung zu
    stellen
  • Förderung von Kurzarbeitsregelungen und Weiterbildungs- sowie
    Umschulungsprogrammen
  • Vorbereitung eines Gesetzesvorschlages für ein europäisches
    Arbeitslosenversicherungssystem, das zur Erhaltung von
    Arbeitsplätzen beitragen soll
  • Nutzung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des
    Europäischen Sozialfonds, um in die Gesundheitssysteme der
    Mitgliedsstaaten zu investieren
  • Bereitstellung von 179 Millionen EUR des Europäischen Fonds zur
    Anpassung an die Globalisierung, um entlassene Arbeitnehmer und
    Selbstständige zu unterstützen
  • Bereitstellung von 800 Millionen EUR durch die Erweiterung des
    Anwendungsbereichs des EU-Solidaritätsfonds, damit dieser auch
    in einer Krise im Bereich der öffentlichen Gesundheit Hilfen aus
    diesem Fond möglich macht
  • Einrichtung eines Netzwerks der europäischen Verbände der
    Tourismus- und Reisebranche zum Informationsaustausch und zur
    Bewertung der Auswirkungen

Anmerkung: Viele andere der notwendigen Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronaviruses, wie beispielsweise Gesundheits- und Notfallmaßnahmen, liegen außerhalb des Zuständigkeitbereiches der EU. Darüber hinaus ist die EU wesentlich stärker an den vorhandenen Haushaltsrahmen gebunden als die Mitgliedstaaten, da sie keine Schulden aufnehmen darf.

Web: www.piratenpartei.de

Corona-Krise: AfD legt 5-Punkte-Sofortprogramm vor

Berlin (ots) Angesichts des sich immer schneller ausbreitenden Coronavirus benötigen die von der Krise besonders betroffenen gesellschaftlichen Gruppen schnelle und wirksame wirtschaftliche Nothilfe. AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla und die stellvertretende AfD-Bundessprecherin Alice Weidel legen hierzu ein 5-Punkte-Sofortprogramm vor:

1. Schutzschirm für alle von der Corona-Krise betroffenen Familien

Eltern und Familien brauchen in der aktuellen Viruskrise die besondere Hilfe des Staates. Deshalb muss für sie ähnlich der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (Entgeltfortzahlungsgesetz) eine angemessene Lohnfortzahlung für alle berufstätigen Eltern, die nun ihre Kinder zu Hause betreuen müssen, für die Gesamtdauer des behördlich angeordneten Ausnahmezustandes garantiert werden. Die von den Arbeitgebern gewährte Lohnfortzahlung soll durch großzügige staatliche Sicherungszusagen verlässlich abgesichert werden.

– Gesetzliche Grundlage hierfür bieten u.a. die Entschädigungsregelung gemäß § 56 Infektionsschutzgesetz, die finanzielle Entschädigung für Arbeitnehmer bei Verdienstausfall gewährt. Gerade in der aktuellen Corona-Krise ist die Lohnfortzahlung bei Verdienstausfall für betroffene Eltern ein zentrales Element zum Schutz der Familie. Das heißt: Eltern, die Ihr Kind zu Hause betreuen müssen, weil Schule oder Kita vorübergehend schließen, dürfen keine Einkommenseinbußen erleiden und müssen durch eine verlässliche Lohnfortzahlung das Familieneinkommen gesichert wissen. Aus diesem Grund sind bereits bestehenden Gesetze durch die Behörden unverzüglich weitreichend auszulegen. – Kommunen müssen die Kindergartenbeiträge so lange aussetzen, bis der reguläre Kindergartenbetrieb wieder aufgenommen wird.

2. Existenzsicherung für Selbstständige, Freiberufler, kleine Mittelständler und Handwerker

Von den umfassenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens infolge der Coronakrise sind gerade Selbstständige, Freiberufler und kleine Mittelständler existenziell betroffen. Die notwendigen Krisenmaßnahmen zerstören ihre Geschäftsgrundlage. Während große Unternehmen und Konzerne aufgrund ihrer Kapitalbasis längere Krisenphasen überbrücken können, führen sie Selbstständige, Freiberufler und kleine Mittelständler in die Insolvenz. Das gilt es zu verhindern, da ihre Dienstleistungen auch nach der Krise wieder dringend gebraucht werden. Aus diesem Grund benötigen Selbstständige, Freiberufler und kleine Mittelständler ab sofort eine nicht rückzahlbare staatliche Nothilfe, die sich am bisherigen Geschäftsergebnis orientiert. Zugleich muss diese Gruppe im laufenden Jahr grundsätzlich von allen Einkommens- und Unternehmenssteuern befreit werden.

– Ebenso gilt es, neue krisenbezogene Geschäftsmodelle, etwa neu entstehende Lieferdienste oder Startups in der Pflege- und Familien-Arbeit sowie speziell Reinigungsdienste (Desinfektionsdienste) durch kluge steuerliche und arbeitsmarktpolitische Anreize zu fördern. Die Krise ist trotz des zunehmenden Krankheitsleids zugleich eine unternehmerische Chance. – Daneben sind alternative Produktionsmodelle zum Erhalt der wirtschaftlichen Infrastruktur zu fördern. Die Engpässe von medizinischer Ausrüstung und Desinfektionsmitteln lassen sich durch einen innovativen Mittelstand, wie wir ihn in Deutschland haben, mit verhältnismäßig wenig Aufwand beseitigen. Vermeintlich fachfremde Industriezweige können motiviert werden, medizintechnisches Gerät herzustellen: – Die Automobilindustrie wäre in der Lage, Beatmungsgeräte zu produzieren. – Branntwein- oder Parfumhersteller können Desinfektionsmittel herstellen. – Und die Textilbranche ist in der Lage, Schutzausrüstung zu liefern. Dazu muss die Bundesregierung einen festen Abnahmepreis garantieren. Deutschland wird damit unabhängig von überteuerten Importen und hat eine gesicherte Versorgungslage. Bereits jetzt verlangt die Situation eine Aufarbeitung mit der zentralen Zielstellung der Rückbesinnung auf nationale wirtschaftliche Stärken. Insbesondere der Ausbau der Wirkstoffproduktion für Medikamente ist dabei vorrangig zu forcieren.

3. Rettungsschirm für die Tourismusbranche Die Tourismusbranche mit ihren drei Millionen Beschäftigten und weiteren 1,25 Millionen indirekt von ihr abhängigen Arbeitsplätzen leidet jetzt schon unter enormen Verlusten und Buchungsrückgängen von bis zu 80 Prozent. Ohne Hilfe droht einem Großteil der Unternehmen in diesem Jahr die Insolvenz. Das dürfen wir nicht zulassen, weil der Tourismus in guten Zeiten eine wichtige Stütze unserer Volkswirtschaft ist.

– Darum müssen wir einen Rettungsschirm spannen, dessen Kernelement ein umfassender, finanziell großzügig ausgestatteter Notfallfonds ist, der die betroffenen Unternehmen auffängt. Zu den umgehend einzuleitenden Maßnahmen zählt eine sofortige Stundung der Sozialversicherungsbeiträge. Kleine und mittlere Unternehmen müssen im laufenden Jahr komplett von der Steuer befreit werden, größere Unternehmen benötigen eine sofortige zinslose Stundung ihrer Steuervorauszahlungen. Diese Maßnahmen sind für Gastronomie und Hotellerie eine schnelle Liquiditätshilfe während der Coronaepidemie. – Weiterführend müssen neue Konzepte des Tourismus in Krisenzeiten, insbesondere staatlich finanzierte Erholungsangebote für verdientes Klinikpersonal, Polizeikräfte, Mitarbeiter der systemrelevanten Infrastruktur erarbeitet werden. Schließlich ist mit einer länger anhaltenden Krisensituation über das gesamte Jahr hinweg zu rechnen. – Arbeitskräfte, die krisenbedingt freigesetzt werden, sollen auf freiwilliger Basis mit Hilfe etwa der Bundesagentur für Arbeit schnell und unbürokratisch in Wirtschaftszweige mit Bedarfslage umgeleitet werden. – Darüber hinaus soll den Mitarbeitern der systemrelevanten Strukturen, die im Schichtbetrieb arbeiten, kostenlose Hotelübernachtungen angeboten werden. Dieses Angebot soll sowohl die Gesundheit der betroffenen Familien, dem Erhalt der einzelnen Arbeitskraft als auch der wirtschaftlichen Situation der Hotellerie und Gastronomie dienen. Der Staat übernimmt die tatsächlichen Übernachtungskosten der anspruchsberechtigten Beschäftigten.

4. Schnelles Internet ohne Preisaufschlag für alle Bürger In Zeiten, in denen viele Menschen ihre Wohnung und ihr Haus nicht mehr verlassen können, sind sie noch stärker als bisher auf die digitale Kommunikation angewiesen. Das gilt vor allem für die vielen Arbeitnehmer, die nun aufgrund der Viruskrise ins Homeoffice wechseln mussten. Wenn sie dort gute Arbeit leisten sollen, benötigen sie schnelles Internet. Mit ihrer Heimarbeit stützen sie in dieser schweren Zeit den Wirtschaftsstandort Deutschland. Aus diesem Grund müssen alle Internetanbieter ab sofort allen Haushalten schnelles Internet ohne Preiserhöhungen zur Verfügung stellen. Das ist in weiten Teilen des Landes möglich. Denn aktuell wird der Datentransfer je nach Vertrag eingeschränkt oder beschleunigt. Auch der Bundestag und die Bundesregierung müssen endlich nach estnischem Vorbild für einen digitalen Betrieb zugerüstet werden.

5. Sicherstellung der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung und der Landwirtschaft Bei weiter steigenden Infektionszahlen wird auch die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln gefährdet.

– Hier muss die Bundesregierung mit großzügigen Entgeltangeboten Arbeitnehmer, die ihren eigentlichen Beruf derzeit nicht ausüben können, anwerben und in der Lebensmittelindustrie einsetzen. Notfalls müssen auch technische Hilfskräfte oder gar die Bundeswehr in die Lebensmittelversorgung einbezogen werden. – Arbeitskräfte, die krisenbedingt freigesetzt werden, sollen mit Hilfe einer zentralen Schaltstelle (Bundesagentur für Arbeit) auf freiwilliger Basis schnell und unbürokratisch in die Landwirtschaft umgeleitet werden. – Mit großzügigen Entgeltangeboten muss die Bundesregierung zudem Hilfskräfte für die Landwirtschaft anwerben, um die Nahrungsmittelproduktion im Inland sicherzustellen. Hierzu sollten die Landwirte jene 20 Prozent der Anbauflächen wieder reaktivieren, die bislang nicht zur Nahrungsmittelproduktion genutzt werden. – Ebenso müssen zeitnah regionale Kreislaufwirtschaften und landwirtschaftliche Innovationssysteme mit dem Fokus auf Eigenversorgung und Subsistenz durch großangelegte staatliche Förderprogramme aufgebaut werden, da deren Produktionsergebnisse/Erträge erst mit zeitlicher Verzögerung sichtbar werden. Ziel ist es, die Abhängigkeit von globalen Lieferketten in der Lebensmittelversorgung perspektivisch zu mindern. – Die Krise muss grundsätzlich als Chance begriffen werden, regionale Wirtschaftskreisläufe zu revitalisieren und durch Maßnahmen in der Tradition kleinbäuerlicher Landwirtschaft zu stärken.

afd.de

Mit Arzneipflanzen gegen Viren:

Dr. Dr. Erwin Häringer, Hausarzt, München: “Bei saisonalen, viralen Atemwegsinfektionen ist die Therapie mit Phytopharmaka eine Behandlungsoption”

“Bei saisonalen, viralen Infektionen der Atemwege ist die Behandlung mit Senfölen immer einen Versuch wert” / Dr. Dr. Erwin Häringer, Hausarzt, München:Quellenangabe: “obs/CGC Cramer-Gesundheits-Consulting GmbH/© T. Weidner/Repha”

Eschborn (ots) Sowohl die alljährlich in der kalten Jahreszeit gehäuft auftretenden akuten Atemwegsinfektionen als auch die aktuelle Ausbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 machen deutlich: Der Bedarf an Wirkstoffen, die gegen Viren helfen können und im besten Falle nicht zu Resistenzen führen, ist sehr groß. Antibiotika wirken bekanntermaßen nicht gegen Viren, sondern nur gegen Bakterien. Viren sind unter anderem deshalb so schwer zu bekämpfen, weil sie innerhalb sehr kurzer Zeit ihre genetische Information verändern können. Daher muss zum Beispiel die Grippe-Schutzimpfung jedes Jahr erneut erfolgen. Im Falle der neuartigen Lungenerkrankung COVID-19 wird ein Impfstoff frühestens für den Sommer 2021 in Aussicht gestellt[1]. “Auf der Suche nach effektiven alternativen Behandlungsansätzen lohnt sich ein Blick in die Natur”, sagt Dr. Dr. Erwin Häringer, Arzt für Naturheilkunde und Allgemeinmedizin, München. Denn verschiedene Pflanzensubstanzen, wie zum Beispiel Gerbstoffe, ätherische Öle oder Senföle zeigten in Laboruntersuchungen eine ausgeprägte antivirale Wirkung. Besonders Senföle zählen heute zu den sehr gut untersuchten, arzneilich wirksamen Pflanzensubstanzen. So belegen Untersuchungen an Lungenzellen an der Universität Gießen, dass pflanzliche Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich beispielsweise die Vermehrung des Grippevirus H1N1 in menschlichen Lungenzellkulturen fast vollständig hemmen können[2]. Darüber hinaus bekämpfen die Pflanzenstoffe auch die häufigsten Erkältungsviren. “Daher ist bei saisonalen, viralen Infektionen der Atemwege die Behandlung mit Senfölen immer einen Versuch wert”, so Häringer.

Die aktuelle Ausbreitung des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 und die damit verbundene Verunsicherung in der Bevölkerung hat die WHO dazu veranlasst, mit einer Mythenbildung über die neuartige Lungenerkrankung COVID-19 aufzuräumen. Zum Beispiel wird das Gerücht widerlegt, eine Grippeimpfung schütze auch vor dem neuen Coronavirus[3]. Aufgrund ihrer großen Wandlungsfähigkeit können sich Viren innerhalb kürzester Zeit neuen Umweltbedingungen anpassen und zum Beispiel sehr schnell Resistenzen gegenüber möglichen neuen Therapien entwickeln. Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) weist zudem darauf hin, dass die Entwicklung neuer antiviraler Mittel ohnehin schwer planbar sei, da man nicht vorhersagen könne, welches Virus als nächstes neu auftrete und eine Gefahr für Menschen darstellen werde[4].

Senföle wirken 3fach – gegen Viren, Bakterien und entzündungshemmend

Verschiedene Pflanzen produzieren Stoffe, mit denen sie sich selbst wirkungsvoll gegen Viren, Bakterien und Pilze verteidigen. Zu diesen Stoffen zählen beispielsweise Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich. Senföle werden in der Naturmedizin bereits seit Jahrhunderten bei Infektionen der Atem- und Harnwege eingesetzt. Hinsichtlich ihrer Wirkung gegen Viren zeigten bereits wissenschaftliche Untersuchungen in den 1950er Jahren, dass die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich die Vermehrung von Influenza-Viren wirkungsvoll hemmen können[5,6].

Neben den Grippeviren (H1N1) als Verursacher der echten Virusgrippe sind etwa 200 verschiedene Arten von Viren bekannt, die Erkältungskrankheiten auslösen können. Dazu gehören unter anderem auch Coronaviren oder Rhinoviren. Bei den Rhinoviren konnten die Gießener Wissenschaftler ebenfalls in Laboruntersuchungen zeigen, dass die Senfölkombination die Vermehrung der getesteten Erreger hemmen kann[2]. Die Senföle bekämpfen zudem nicht nur Viren, sondern wirken ebenso antibakteriell[7-13] und entzündungshemmend[14-22]. Aufgrund dieser 3ach-Wirkung der Pflanzenstoffe – antiviral, antibakteriell und entzündungshemmend – werden unangenehme Erkältungsbeschwerden schnell gelindert und möglichen bakteriellen Superinfektionen entgegengewirkt.

“Aufgrund des umfassenden Wirkmechanismus der Senföle wird bei Viren und Bakterien die Entwicklung möglicher Resistenzmechanismen gegen diese Pflanzenstoffe deutlich erschwert. Weitere Untersuchungen sind daher von großem Interesse und wurden bereits begonnen”, erklärt Häringer.

“Bloß nicht anstecken” – was kann man noch tun?

Die Sorge sich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anzustecken, treibt aktuell viele Menschen um. Wie verhalte ich mich im Alltag, um eine Übertragung von Viren zu vermeiden? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt auf der Seite www.infektionsschutz.de entsprechende Ratschläge. Generell werden die Maßnahmen empfohlen, die grundsätzlich bei allen ansteckenden Krankheiten, wie zum Beispiel der Influenza und anderen Atemwegserkrankungen, ratsam sind. Dazu zählen unter anderem das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette (in ein Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen), eine gute Händehygiene (Hände mehrmals am Tag gründlich einseifen und Abwaschen; jeweils etwa 20-30 Sekunden lang) sowie Abstandhalten zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter). Bei Begrüßungen sollte zudem auf das Händeschütteln verzichtet werden. Akut Erkrankte sollten möglichst zu Hause bleiben, um sich auszukurieren, damit das Virus nicht weiterverbreitet wird.

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