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Alternative Energiepflanzen zu Mais helfen Bienen und Bauern

Deutscher Imkerbund beteiligt sich an Aktionswoche Artenvielfalt.

Wachtberg (ots) Artenvielfalt und Biogas sind kein Widerspruch. Im Gegenteil: die Biogasnutzung bietet die große Chance, dass unsere Felder langfristig wieder bunter und artenreicher werden und gleichzeitig ein wertvoller Lebensraum für unsere Wildtiere und Insekten geschaffen wird. Genau das will der Fachverband Biogas e.V. in einer gemeinsamen Aktionswoche mit vielen anderen Verbänden und Organisationen in diesem Jahr vom 29. Juni bis 3. Juli deutlich machen.

Innerhalb des Projektes “Energie aus Wildpflanzen” testet die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau an mehreren Standorten die mehrjährige Wildpflanzenmischung “Hanfmix”. Quellenangabe: “obs/Deutscher Imkerbund e. V./Cornelia Marzini/LWG”

Auch der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.), mit rund 128.000 organisierten Imker*innen der mitgliederstärkste europäische Bienenzüchterverband, beteiligt sich an der Aktion, die unter dem Motto #bluehendesleben steht.

Lange hat sich die Landwirtschaft auf ausgewählte Einzelkulturen, hier vorrangig Mais, zur Biomassegewinnung fixiert. Dabei sind abwechslungsreiche Fruchtfolgen nicht nur ökologisch die bessere Wahl. D.I.B.-Präsident Torsten Ellmann merkt an: “Biogas ist nicht gleichbedeutend mit Maisanbau, denn dieser liefert unseren Bienen keinen Nektar und nur in geringem Maße Pollen. Es gibt eine ganze Reihe alternativer Energiepflanzen, deren Anbau nicht nur eine lebensnotwendige Nahrungsquelle für Wild- und Honigbienen ist und die Biodiversität fördert, sondern Landwirten Nachhaltigkeit, Bodenfruchtbarkeit und gute Erträge garantiert.”

Seit vielen Jahren setzt sich der D.I.B. für die Nahrungsverbesserung von Blüten besuchenden Insekten ein. Denn besonders in den Monaten Juli bis September finden diese im ländlichen Raum durch geänderte Flächennutzung zu wenig vielfältige, pollen- und nektarreiche Nahrung. “Für Wildbienen stellen diese Trachtlücken eine existenzielle Bedrohung dar. Den Honigbienen können wir Imker mit einer Zufütterung helfen – die Pollenarmut und die damit fehlende Eiweißversorgung lässt sich dadurch aber nicht ausgleichen”, erklärt Ellmann.

Man sucht deshalb nach geeigneten Pflanzen, die nicht nur Blüten besuchenden Insekten Nahrung verschaffen, sondern deren Anbau auch für Energiewirte wirtschaftlich ist. “Wir wissen, dass Landwirte von ihren Erträgen leben müssen. Deshalb sind solche Alternativen am geeignetsten, die beiden Seiten helfen”, sagt Ellmann.

Schon lange sind Wildpflanzenmischungen in erfolgreicher Erprobung. Sie zeichnen sich durch eine besonders hohe ökologische Bilanz aufgrund der Mehrjährigkeit und der Artenvielfalt aus. Sie verbessern aufgrund der langen Blühzeit nicht nur das Habitatangebot für Wildbienen und die Nahrungssituation für eine Vielzahl von Insekten, sondern bieten sowohl im Sommer als auch im Winter Nahrung und Deckung für Niederwild, Singvögel und Kleinsäuger. Aufgrund der klimatischen Veränderungen werden auch spätblühende, trockenresistente “Prärie-Pflanzen”, wie z. B. Sonnenhut und Sonnenbraut, immer interessanter, die auch bei geringem Niederschlag wachsen und Nektar und Pollen liefern.

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim geht im Projekt “Energie aus Wildpflanzen” bereits seit 2008 der Frage nach, ob neben dem hohen ökologischen Wert Wildpflanzen als Energielieferanten auch eine ökonomische Alternative für den Biogasanlagenbetreiber darstellen. Betrachtet man allein den Methanhektarertrag, so können Wildpflanzen nicht mit Mais konkurrieren, da dieser in kurzer Zeit erheblich mehr Biomasse bildet. Auch sind Wirtschaftlichkeitsberechnungen standortabhängig unterschiedlich zu bewerten. Fest steht aber, dass bei Wildpflanzenmischungen auf chemische Pflanzenschutzmittel weitestgehend verzichtet werden kann und ab dem zweiten Standjahr keine mechanische Bodenbearbeitung mehr durchgeführt werden muss. Außerdem verbessert die ganzjährige Bewurzelung des Oberbodens die Humusbilanz, der Bodenabtrag durch Erosion und die Bodenverdichtung werden reduziert und die Bodenfeuchte gehalten. Mehrjährige Wildpflanzenkulturen bieten zudem ein hohes Potential zur Stickstoffbindung.

Weitere neue und “insektenfreundliche” Energiepflanzen wie z. B. die Durchwachsene Silphie, Amaranth, Buchweizen oder Wickroggen sind als Zwischenfrüchte oder Hauptkulturen in der Fruchtfolge ebenfalls Möglichkeiten, die die Nahrungssituation von Insekten verbessern.

Einen Punkt sollte man bei all diesen alternativen Anbauformen nicht vergessen. Blühpflanzen werten das Landschaftsbild auf und ermöglichen einen Imagegewinn für die Landwirtschaft.

Ellmann: “Trägt ein Landwirt zum Naturschutz und Artenerhalt bei, so ist dies eine öffentliche Leistung, die honoriert werden sollte. Eine solche Förderung würde Ertragsverluste, die durch derartige, umweltschonenden Anbausysteme entstehen, ausgleichen. Dies ist eine Forderung in unserem Positionspapier zur Gemeinsamen EU-Agrarpolitik.”

Es gibt aber auch gute regionale Initiativen, wie z. B. das Projekt bienenstrom, das nachahmenswert ist und zur Artenvielfalt beitragen kann.

Wer mehr über Bienen und Energiepflanzen erfahren möchte, findet zahlreiche Informationen auf der Homepage www.deutscherimkerbund.de.

++ Stadtbäume in der Klimakrise: Dominoeffekt beim Baumsterben befürchtet ++

Stadtbäume in der Klimakrise: Dominoeffekt beim Baumsterben befürchtet

Bäume im Trockenstress sind zuerst an ihrer schütteren und durchsichtigen Krone erkennbar. // Foto zum Abdruck freigegeben unter Quellennennung: Christian Hönig

Berlin. Anlässlich der akuten Bedrohung von Stadtbäumen durch den Klimawandel fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Städte und Gemeinden auf, sich stärker für den Erhalt ihres Baumbestandes einzusetzen. „Das dritte trockene Jahr in Folge droht die Allee-, Straßen- und Parkbäume langfristig zu schädigen“, warnt Christian Hönig, Baumschutzexperte beim BUND Berlin. „Gerade Straßenbäume haben oftmals eine verkürzte Lebenserwartung, vielerorts werden Bäume für Neubau- und Verkehrsprojekte gefällt.“

Die Baumpflege muss an die Erfordernisse des Klimawandels angepasst und ökologisch ausgerichtet werden. Neue Bauvorhaben müssen flächenschonend geplant und realisiert werden. „Bäume bringen die Natur in die Stadt und machen das Leben in unseren Siedlungsgebieten lebenswert. Alte Bäume bieten Tieren wichtige Lebensräume, die in der freien Landschaft schon lange verloren gegangen sind“, sagt Hönig. Der Schatten großer Bäume verhindert zudem, dass sich Asphalt und Beton während zunehmender Hitzeperioden noch stärker aufheizen.

Doch die Bäume leiden unter der zunehmenden Trockenheit und drohen als städtische Klimaanlage verloren zu gehen. „Wenn wir unsere Bäume nicht besser schützen, werden wir einen Dominoeffekt an Baumsterben erleben. Ein alter Baum hat einen Wert, der nicht einfach so ersetzt werden kann”, so der Baumschutzexperte. Der Erhalt der grünen und blauen Infrastruktur, also der grünen Freiflächen, der Gewässer und ihrer Ufer ist eine der größten Herausforderungen der Stadtentwicklung. Sie ist unabdingbar für die Lebensqualität und unser Wohlbefinden.

Bäume sind ein wichtiger Teil dieser grünen Infrastruktur und für die Bevölkerung ein wichtiger Gradmesser für den Gesundheitszustand des städtischen Grüns. Zu ihrem Erhalt muss auch das Wassermanagement neugestaltet werden. „Um Bäume und Grünanlagen zu wässern, kann nicht immerfort teuer und aufwendig aufbereitetes Trinkwasser verwendet werden“, mahnt Hönig. „Wo es geht, müssen versiegelte Flächen renaturiert werden, um Regen besser aufzunehmen und zu speichern. Wenn Mindestgrundwasserstände konsequent eingehalten werden, können sich Bäume auch in Notzeiten noch selbst mit genügend Feuchtigkeit versorgen.“

Mit Blick auf die kommenden Monate zeigt sich Hönig besorgt: „Der Frühling war schon viel zu trocken und aktuell ist für den Sommer keine Besserung in Sicht. In den vergangenen Wochen hat es zu wenig geregnet. Ehrenamtliche Gießgruppen können nur noch Nothilfe leisten und den wortwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein geben. Die Städte und Gemeinde müssen sich endlich darauf einstellen, dass diese Trockenzeiten regelmäßig auftreten werden und entsprechende Vorkehrungen für die Versorgung der Bäume schaffen. Dabei können auch die ehrenamtlichen Baumfreundinnen und Baumfreunde einbezogen werden.”

Weitere Informationen:

www.bund.net/stadtnatur

www.bund-berlin.de/themen/stadtnatur/baumschutz

Grüne Pflanzaktion

Netto unterstützt Blühwiesen für mehr Insekten und bunte Blumen.

Stavenhagen/Wustermark (ots) Ob Biene, Schmetterling oder Marienkäfer – für Insekten und Tiere wird es immer schwieriger, einen geeigneten Lebensraum zu finden. Gleichzeitig sind sie unersetzlich für die Vielfalt von Flora und Fauna.

Um Grünflächen zu schützen und die Verbreitung von Blühpflanzen zu fördern hat der regionale Lebensmitteldiscounter Netto die Kampagne “Bee Happy” ins Leben gerufen.

6.000 Quadratmeter Blühwiesen entstanden Dank der Netto Aktion ‘Bee Happy’. Die besonders insektenfreundliche Blühstreifen befinden sich im brandenburgischen Wustermark am Rand von Zuckerrüben- und Dinkelfeldern und bieten heimischen Insekten wie Biene, Schmetterling oder Marienkäfer einen passenden Lebensraum. Möglich wurde dies durch 10 Cent, die pro verkauftem Glas Glas Blütenhonigmischung für die Blühwiesen gesammelt wurden. Quellenangabe: “obs/Netto/Netto Deutschland”

Vom 9. März bis 2. Mai hatten Kunden die Möglichkeit, eine Blühpatenschaft in der brandenburgischen Wustermark zu unterstützen: Pro verkauftem Glas Blütenhonigmischung aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg wurden im Aktionszeitraum 10 Cent gesammelt, um besonders insektenfreundliche Blühwiesen anzulegen.

Ende März wurden auf insgesamt 6.000 Quadratmeter die Saatmischungen Viterra Biene und Lippstädter Blütenparadies ausgesät, die aus einer Mischung aus Wild- und Kulturpflanzen bestehen. Die Flächen des Wustermarker Landwirts Uwe Jürgens, die sich am Rand von Zuckerrüben- und Dinkelfeldern befinden, werden nicht gedüngt oder mit chemischem Pflanzenschutz behandelt.

Trotz der Trockenheit ist die Saat gut aufgegangen und bietet bereits jetzt Nahrung und Heimat für Blattläuse, Erdflöhe, Käfer und Spinnen. Je mehr die Blumen und Pflanzen wachsen, desto mehr Tiere und Insekten können sich auf den Felder ansammeln. So werden neben weiteren Insekten auch unzählige Bienen und Schmetterlinge erwartet, die von Alexandrinerklee, Dill oder den Sonnenblumen profitieren.

Zu sehen sind die Blühstreifen in Dyrotz an der Kietzstraße, in der Parkstraße in Buchow-Karpzow und auf der Landstraße 852, zwischen Falkenrehde, Ketzin und Neu-Falkenrehde.

Über Netto ApS & Co. KG

Der regionale Lebensmitteldiscounter Netto ist ein Tochterunternehmen der dänischen Salling Group mit Hauptsitz in Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern). 1990 öffnete der erste Markt in Anklam. Derzeit ist Netto mit 342 Märkten erfolgreich in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg vertreten. Insgesamt beschäftigt Netto in seinen Märkten, im Lager und in der Verwaltung über 5.800 Mitarbeiter.

Web: Netto.de

Neuer Wald für Schleswig-Holstein

Tankstellenunternehmen Anton Willer schafft pro Kubikmeter Kraftstoffabsatz einen Quadratmeter Wald – Ministerpräsident Daniel Günther übernimmt Schirmherrschaft.

Kiel (ots) Das 1934 gegründete schleswig-holsteinische Familienunternehmen Anton Willer GmbH & Co. KG, greift die Initiative der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung auf, für mehr Wald im Land zu sorgen.

Neuer Wald für Schleswig-Holstein/ Tankstellenunternehmen Anton Willer schafft pro Kubikmeter Kraftstoffabsatz einen Quadratmeter Wald – Ministerpräsident Daniel Günther übernimmt Schirmherrschaft Quellenangabe: “obs/Anton Willer GmbH & Co. KG/Lars Wehrmann”

Bereits im Sommer 2019 hat das Tankstellenunternehmen begonnen, in Schleswig-Holstein Flächen zu erwerben, auf denen ab 2020 neuer Wald entstehen soll. Zunächst wurden 23 ha erworben. Dabei bezieht das Unternehmen seine Kunden ein: Pro Kubikmeter Kraftstoffabsatz an seinen knapp 30 bft Willer Tankstellen schafft Willer ab Mitte Juni einen Quadratmeter neuen Wald in Schleswig-Holstein – im ersten Jahr werden das voraussichtlich über 70 000 m² sein. Der Wald entstehe dauerhaft, mit regionaltypischen Baumarten und diene nicht wirtschaftlichen Zwecken, so der geschäftsführende Gesellschafter Georg Willer. Die ersten Waldflächen werden im Umfeld der Gemeinde Lunden, rund 15 Kilometer von Heide entfernt, angelegt – dort, wo Schleswig-Holstein am waldärmsten ist, in Dithmarschen.

Erfreulich sei die Aktion des Familienunternehmens Willer, das Land beim Waldprojekt zu unterstützen – und das sei gleich in großem Maße und so vorbildlich, dass Ministerpräsident Daniel Günther die Schirmherrschaft übernommen habe: “Die Unternehmerfamilie Willer bzw. die Anton Willer GmbH & Co. KG nimmt hier eine beispielhafte Vorreiterrolle ein, der hoffentlich noch viele folgen werden”, so Günther, denn auch wenn Schleswig-Holstein als Land zwischen den Meeren über ein gutes Klima verfüge, brauche es mittelfristig mehr Wald. “Gerade wir als Tankstellenbetreiber sind uns unserer besonderen Verantwortung bewusst, für einen klimatischen Ausgleich zu sorgen”, erklärt Georg Willer, der garantiert, dass das Unternehmen die laufenden Kosten für das Projekt, für das jährlich ein fünfstelliger Betrag veranschlagt ist, nicht auf seine Kunden umlegen werde. “Das Projekt ist auf Dauer angelegt und läuft so lange, wie wir Sprit verkaufen” ergänzt Axel Niesing, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. Anlässlich des Projektstart am Unternehmenssitz in Kiel, kamen zum Wochenende neben dem Ministerpräsidenten auch zahlreiche Abgeordnete des Landtages, unter anderem auch der neue Justizminister Claus Christian Claussen. “Wir denken und wir handeln gemeinsam hier in Schleswig-Holstein, es ist unsere Heimat und dafür sind wir gerne bereit uns stark zu machen.” erklärte Axel Niesing abschließend, bevor er mit Ministerpräsident Daniel Günther und Georg Willer das Schleswig-Holstein Band als symbolischen Startschuss durchtrennte. Weitere Informationen: www.schlautanken.sh

Neue ZDF-Tierdoku: “Hannes Jaenicke: Im Einsatz für den Lachs”

Mainz (ots) Nach Löwen, Elefanten, Vögeln und vielen anderen bedrohten Tierarten widmet sich Schauspieler und Naturschützer Hannes Jaenicke einem der beliebtesten Speisefische der Nation.

Mit der neuen Doku “Hannes Jaenicke: Im Einsatz für den Lachs” am Dienstag, 16. Juni 2020, 22.15 Uhr, aus seiner vielfach prämierten ZDF-Tierreihe will der Schauspieler auf das Schicksal des Raubfischs aufmerksam machen.

Auf Vancouver Island trifft Hannes Jaenicke Dr. Alexandra Morton. Die Lachsforscherin untersucht seit mehr als 30 Jahren Wildlachse in Kanadas Flüssen. Quellenangabe: “obs/ZDF/Andre Becker”

Der Lachs schwimmt gegen den Strom und ist in der Lage, viele Hindernisse zu überwinden – bis auf eines: den Menschen.

An der Westküste Kanadas lernt Hannes Jaenicke alles über das Leben der gefährdeten wilden Pazifiklachse kennen. Die Wanderfische sind wichtig für das ökologische Gleichgewicht, für mehr als 100 Tierarten wie den Grizzlybär und den Schwertwal sind sie eine wichtige Proteinquelle. Biologin Dr. Alexandra Morton berichtet von einem Virus, das bei den Raubfischen Blutarmut und Leberschäden hervorruft. Die Wildlachse infizieren sich damit auf dem Weg zu ihren Laichplätzen in ihren Heimatflüssen, vorbei an Hunderten von Lachsfarmen, die sich über die gesamte Küstenlinie Vancouver Islands verteilen. In den Netzen der Farmen schwimmen atlantische Zuchtlachse – mit dem bedrohlichen Virus.

Jaenickes nächstes Ziel ist Norwegen. Der Lachs aus deutschen Supermärkten stammt mehrheitlich aus dortiger Aquakultur. Bei einem Zuchtproduzenten erhielt das Kamerateam eine Dreherlaubnis: bei der Brut- und Aufzuchtstation, dem Netzgehege und der Schlachterei. Jaenicke erfährt von typischen Problemen der intensiven Massentierhaltung: Krankheiten brechen aus, Parasiten vermehren sich explosionsartig, Futter und Kotreste verschmutzen die Umwelt. Deshalb formiert sich vor Ort eine Front gegen die Zuchtlachsindustrie. Hannes Jaenicke trifft sich mit Rune Jensen von der Organisation “SalmonCamera” und Ruben Oddekalv von “Green Warriors of Norway”. Die beiden Umweltschützer sehen in den rund 1000 Lachsfarmen entlang der Fjorde eine enorme Gefahr für Wildlachse und das gesamte Ökosystem.

Hannes Jaenicke zieht nach seinen Recherchen ein deutliches Fazit über die Lachszucht: “In den Farmen leben – das sind ja relativ kleine Gehege – zwischen 250.000 und 500.000 Fische auf allerengstem Raum.” Wie in Ställen zur Eindämmung oder Vorbeugung von Krankheiten werde Chemie eingesetzt. “Und die essen wir Endverbraucher mit”, macht der Schauspieler klar.

Web: ZDF.de

Welttag der Ozeane: Meeresschutzoffensive noch in diesem Jahr nötig

Berlin/Bremen/Kiel. Zum Tag der Ozeane am Montag fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Meeresschutzoffensive noch in diesem Jahr. Denn trotz zahlreicher Maßnahmenpaketen für einen starken Meeresschutz findet sich deren Umsetzung und Berücksichtigung bislang kaum in politischen Realitäten wieder.

Unsere Meere sind in Gefahr. Quelle: W. Wichmann

„Der Zerstörung unserer Meere muss jetzt durch gezielten politischen Einsatz entgegengewirkt werden“, sagt Nadja Ziebarth, Leiterin des BUND-Meeresschutzbüros in Bremen. „Die deutsche Bundesregierung muss 2020 endlich die für den Erhalt unserer Meere wichtigen Entscheidungen treffen und bereits beschlossene Maßnahmen konsequent umsetzen. Wir haben ein Umsetzungsdefizit, kein Defizit an Maßnahmenvorschlägen. Gesunde Meere sind als essentielle Grundlage unser aller Lebensqualität untrennbar mit den Bereichen Klima, Biodiversität, Wirtschaft und Gesellschaft verbunden.“

Ganz konkret kann die Bundesregierung den Meeresschutz in den nächsten zwei Jahren voranbringen: Im Rahmen der Helsinki-Konvention für den Schutz der Ostsee (HELCOM) wird derzeit der Ostsee-Aktionsplan (Baltic Sea Action Plan, kurz: BSAP) aktualisiert. Der Aktionsplan sollte als Muster für die Bereitschaft der Anrainerländer und der Europäischen Union zur Zusammenarbeit und zur Steigerung ihres Engagements in der Ostsee gelten. „Dreizehn Jahre nach Inkraftsetzung müssen die unterzeichnenden Staaten allerdings konstatieren, dass der Ostsee-Aktionsplan seine bis 2021 gesetzten Ziele für eine gesunde Ostsee verfehlen wird“, so Ziebarth.

„Mit Übernahme des HELCOM-Vorsitzes zum 9. Juli 2020 kann Deutschland durch starke politische Signale eine Führungsrolle unter den Ostseeanrainerstaaten einnehmen“, fordert Ziebarth weiter. „Deutschland kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Verpflichtungen in konkrete und messbare Taten für die kommende BSAP-Periode umgesetzt werden.“

Meere bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche und ihre Ökosysteme beherbergen eine faszinierende und vielfältige Artenvielfalt. Sie produzieren die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen. Und sie haben seit 1970 bis zu 30 Prozent des vom Menschen emittierten Kohlenstoffdioxids und 90 Prozent der aus der Klimakrise resultierenden Wärme absorbiert. Für hunderte Millionen Menschen weltweit haben die Meere eine entscheidende soziale und ökonomische Bedeutung.

Ziebarth: „Insbesondere für ärmere Küstengemeinden, deren Existenz- und Ernährungssicherheit auf den natürlichen marinen Ressourcen fußt, sind intakte Meeresökosysteme lebensnotwendig. Letztlich sind alle Menschen direkt oder indirekt von der Gesundheit der Meere abhängig.“

Demgegenüber führen menschliche Aktivitäten durch Ausbeutung und Verschmutzung zu Klima- und Biodiversitätskrisen mit enormen Auswirkungen auf die Meeresökosysteme. Dies wurde jüngst durch die Berichte des Weltklimarats (IPCC) und Weltbiodiversitätsrats (IPBES) bescheinigt. Unsere Meere werden wärmer, saurer, sauerstoff- und artenärmer. Infolgedessen nehmen Ökosystemleistungen, Bestände und Produktivität in den Meeren fortlaufend und in dramatischer Art und Weise ab.

Der BUND fordert zum Welttag der Ozeane am 8. Juni:

- Meere schützen und nachhaltig nutzen
- Meere in der Klimakrise stärken
- Schutz der Hohen See und der Tiefsee muss sichergestellt werden
- Menschen und Meere ins Zentrum globaler nachhaltiger Entwicklung
- Effektive Meerespolitik erfordert starke institutionelle Strukturen 

Hintergrund:

Das gesamte Kernforderungspapier, das in einer Allianz vieler Verbände vorgelegt wurde finden sie hier: www.bund.net/meere/meerespolitik

Wir lassen wirtschaftliche Chancen liegen

Der Grüne Punkt warnt vor Aufschub der Ziele für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft
Wiener: “Kreislaufwirtschaft schafft Arbeitsplätze”

Die Sammlung von Leichtverpackungen über die Gelbe Tonne ist ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Quellenangabe: “obs/DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG/Andreas Teichmann/Grüner Punkt”

Köln (ots) Wie viele andere große Unternehmen in Deutschland setzt sich auch der Grüne Punkt dafür ein, alle Maßnahmen zu ergreifen, um Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. “Wenn wir aufgrund der Corona-Krise den Klimaschutz und den Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise vernachlässigen, werden die folgenden Krisen alles in den Schatten stellen, was wir jetzt erleben”, betont Michael Wiener, CEO Der Grüne Punkt. Das betreffe auch die wirtschaftlichen Folgen, so Wiener.

Frans Timmermanns, der Vizepräsident der EU-Kommission, hatte in einer Videobotschaft gestern hervorgehoben, dass der Green Deal Europa nicht nur klimaneutral machen wird, sondern auch DIE Wachstumsstrategie für Europa ist. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hob bei ihrem Statement auf dem 11. Petersberger Klimadialog hervor, dass ein marktwirtschaftlicher Ansatz zum Klimaschutz genutzt werden müsse, darunter vor allem eine angemessene Bepreisung des CO2-Verbrauchs. Eine nachhaltige Entwicklung könne es nicht geben zulasten einzelner Nachhaltigkeitsziele.

Wiener unterstützt diese Sicht: “Europa hat langfristig nur dann eine Chance an den globalen Märkten, wenn es nachhaltig wirtschaftet und sich für die Herausforderungen der Zukunft wappnet. Die Kreislaufwirtschaft gehört als eine der wichtigsten Strategien für die Zukunft unbedingt dazu.”

Bestrebungen von Teilen der Wirtschaft, Klimaziele zu überprüfen und auch die Kreislaufwirtschaft zu vernachlässigen, erteilt Wiener eine klare Absage: “Das Potenzial der Kreislaufwirtschaft für den Klimaschutz ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Daneben lassen wir auch die wirtschaftlichen Chancen liegen, die die Kreislaufwirtschaft bietet. Eine Kreislaufwirtschaft, die diesen Namen auch verdient, schafft Arbeitsplätze und holt Wertschöpfung in die Europäische Union, die wir dringend brauchen.”

www.gruener-punkt.de

Wald im Wandel zur neuen Wildnis

Warum tote Bäume nicht das Ende des Waldes, sondern den Beginn der neuen Waldwildnis einläuten

Ausgedehnte Wälder im Wandel zur Wildnis, wertvolle Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen – im Nationalpark Harz darf die Natur ihren eigenen Weg gehen. Dadurch bietet sich die seltene Gelegenheit, den natürlichen Waldwandel vom ehemaligen Wirtschaftswald hin zum wilden Natur­wald zu erleben. In einigen Bereichen geht dieser Wandel aktuell sehr rasant von statten und die Waldbilder dieser Übergangsphase wirken auf viele Menschen zunächst befremdlich. Wenn man heute durch den Nationalpark Harz wandert, bietet sich auf einigen Waldflächen tatsächlich ein bizarres Bild. Graue Holzgerippe abgestorbener alter Fichten dominieren die Landschaft und wirken auf zahlreiche Einheimische und Gäste schockierend. Viele sorgen sich um den Wald und stellen Fragen zu seinem Zustand.

Die Antwort auf diese Fragen gibt die Natur selbst. Unser Film erklärt die Zusammenhänge in dieser ganz besonderen Baustelle der Natur. Er gibt Einblicke in den Wandel zur Wildnis, lässt Experten aus anderen Nationalparken zu Wort kommen und zeigt, dass der Wald trotz vieler toter Bäume so lebendig und dynamisch ist, wie selten zuvor – schauen Sie mal rein.

https://www.nationalpark-harz.de

Stadt Goslar lädt zur Infoveranstaltung „Welterbe und Klimaschutz“ ein

Möglichkeiten der energetischen Ertüchtigung in der Welterbe-Altstadt Goslars

Goslar. Die Stadt Goslar lädt zu einer weiteren Informationsveranstaltung zum Thema „Welterbe und Klimaschutz“ ein.

Am Montag, 16. März, geht es um die Möglichkeiten der energetischen Ertüchtigung des UNESCO-Welterbes Altstadt von Goslar. Die Veranstaltung findet von 17 bis 20 Uhr im GoTEC, Am Stollen 19 C, statt und ist insbesondere für die Bürgerschaft der Altstadt, Architekten, Handwerker und politische Vertreter offen.

Der Justiziar des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege (NLD), Arnd Hünecke, wird die rechtlichen Rahmenbedingungen für Maßnahmen darlegen, die aus Sicht des NLD bei der energetischen Ertüchtigung von Gebäuden speziell in der als UNESCO-Welterbe anerkannten Altstadt von Goslar gelten. Dipl.-Ing. Ulrich Thümmler verfügt über umfangreiche praktische Erfahrungen speziell in der energetischen Sanierung von Fachwerkbauten und wird dies an Beispielen erläutern. Schließlich wird Prof. Lars Kühl als Spezialist für energieoptimierte Heizsysteme der Hochschule Ostfalia über innovative und ressourcensparende Heiztechniken informieren, die auch im denkmalgeschützten Bestand Anwendung finden können.

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, sich an Infoständen über technische Lösungen und finanzielle Fördermöglichkeiten der energetischen Ertüchtigung im Einzelfall zu informieren. So stehen zum Beispiel der Sanierungsmanager für die energetische Stadterneuerung in der östlichen Altstadt, die Energie-Ressourcen-Agentur Goslar, die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Goslar und Handwerksbetriebe für individuelle Beratungen zur Verfügung.

https://www.goslar.de

Bayern: Von der Hochschule bis ins Ministerium – keine Achtung vor der Kreatur

München (ots) Die wirtschaftliche Entwicklung Bayerns stand lange der anderer Bundesländer nach. Heute ist Bayern im Landesfinanzausgleich der größte Nettozahler der Republik. Während das Land ökonomisch floriert, scheint die Jagd in den Weiten des Landes auf einem vorzivilisatorischen Stand stehen geblieben zu sein.

Ob die Waschbären-Mama wohl zurückkommt? In Bayern stehen die Chancen schlechter als in anderen Bundesländern. Elterntiere dürfen entgegen der Bundesregelung abgeschossen werden. Quellenangabe: “obs/Wildtierschutz Deutschland e.V./Heiko Anders”

Hier herrscht Krieg gegen Wildtiere. Der Tierschutz wird von Naturnutzern – Jägern, Bauern, Waldbesitzern, Anglern, Teichwirten – in enger Zusammenarbeit mit Kommunalpolitikern und Landesbehörden systematisch ausgehebelt. So haben in Bayern Wildkaninchen, Waschbären und Marderhunde nicht einmal die nach dem Bundesjagdgesetz vorgesehene Schonzeit während der Aufzucht der Jungtiere. Die Tiere werden ganzjährig legal bejagt, unabhängig davon ob sie Jungtiere versorgen oder nicht. Letztere verhungern oder erfrieren.

In Bayern spielt es vielfach auch keine Rolle, ob bestehende Jagdgesetze eingehalten werden oder nicht. Auf die Selbstkontrolle der Jäger durch die Jäger kann sich Landwirtschaftsministerin Michaela Kaliber (CSU) nicht verlassen: So wurden und werden in Bayern trotz der Setzzeit der Füchse die für die Aufzucht erforderlichen Elterntiere im Januar, Februar und März auch in diesem Jahr streng bejagt und tausendfach getötet. Häufig passiert das im Rahmen sogenannter Fuchs- oder Raubwildwochen. Die ersten Fuchswelpen kommen in unseren Breiten bereits im Januar zu Welt. Streng genommen werden zur Aufzucht erforderliche Fuchsväter schon im Dezember von Jägern eliminiert, denn sobald der Rüde sich – meist ab Mitte, Ende November – gepaart hat, ist er ein künftiges Elterntier.

Rehen, Hirschen oder Gämsen geht es in Bayern nicht besser. “Wald vor Wild” heißt die Devise, die seit 2005 im Bayerischen Waldgesetz auf Betreiben von Waldbesitzern, Förstern und dem Ökologischen Jagdverband festgeschrieben ist. Auch Bündnis90/Die Grünen werfen dafür alles, wofür sie in Sachen Tierschutz mal standen, über Bord. Drückjagden, an denen viele Dutzend Jäger und Treiber mit ihren Hunden teilnehmen, finden in Bayern regelmäßig noch bis in den Hochwinter hinein statt. Eigentlich die Zeit, in der der Stoffwechsel von Rehen und Hirschen heruntergefahren ist, um die karge Jahreszeit mit wenig Nahrung zu überstehen. Die Tiere verbrauchen unnötigerweise Energie, die letztlich durch das kompensiert wird, was eigentlich vermieden werden sollte: Den Verbiss von jungen Bäumen.

Waidgerechtigkeit gibt es bei diesen Jagden, die insbesondere durch die Bayerischen Staatsforsten, aber wohl auch durch andere große Waldbesitzer wie Thurn und Taxis oder das Fürstenhaus Waldburg-Zeil durchgeführt werden, nicht einmal auf dem Papier. Da werden – wie diverse Studien und auch Aussagen von Berufsjägern belegen – Tiere in den Bauch geschossen, ihnen werden mit schweren Geschossen die Unterkiefer weggeblasen oder sie werden durch außer Kontrolle geratene Hundemeuten verbissen. Dozenten der Bayerischen Forsthochschule Weihenstephan im Norden der Landeshauptstadt werden mit tierverachtenden Parolen wie “Nur ein totes Reh ist ein gutes Reh” oder “Beim Reh brauchst du nicht hinschauen, was es ist. Hauptsache du machst den Finger krumm” zitiert.

Dass Jäger in den Bayerischen Staatsforsten es mit den ungeschriebenen Gesetzen der Waidgerechtigkeit nicht so eng sehen, ist gemäß der Aussagen von Berufsjägern und von Beobachtern Fakt. Es ist aber auch so, dass vorsätzlich und durch die Behörden geduldet nicht nur Schonzeitvergehen bei den Füchsen hingenommen werden, sondern auch beim Rehwild. So ist es bei Drückjagden nicht selten der Fall, dass im Dezember oder in Januar auch Rehböcke, die dann unter die gesetzliche Schonzeit fallen, erlegt werden. Sie sind, dadurch dass sie im Winter kein Gehörn tragen, von den Ricken nur schwierig zu unterscheiden. Allein in 2019 bemängelte der Verein Wildes Bayern jagdbezogene Vergehen bei mehr als zehn Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten: Es ging um den Abschuss neben der Winterfütterung, um Hetzjagden, um Drückjagden im März und April oder Jagden im Schutzgebiet. Ein langjähriger Jäger drückt es so aus: “Staatsforst, Fürst und so manche Jagdgenossenschaft scheren sich einen Dreck um Rechtsnormen.”

Im ländlichen Raum in Bayern wird gezielt und erfolgreich Stimmung gegen rückkehrende Arten gemacht. Fischotter, Biber, Kormoran, Wolf und Luchs werden als Sündenböcke benutzt, um von den eigenen Defiziten sowohl beim Schutz von Fließgewässern wie der fehlgeleiteten Agrarpolitik abzulenken. Selbst in Natur- und in Vogelschutzgebieten wie am Chiemsee sollen Ausnahmen für den Abschuss von Kormoranen und Bibern erlassen worden sein. Vielerorts werden wohl mit Duldung der Lokalpolitiker auch Biberbauten systematisch zerstört und weggeräumt. Anzeigen gegen illegales Vorgehen werden nicht oder nur zögerlich verfolgt. Wer sich traut einzuschreiten wird nicht selten bedroht.

Viele der den Tieren zugeschriebenen Probleme sind menschengemacht und könnten ohne die aufgezeigten tierquälerischen Maßnahmen gelöst werden. So trägt die intensive Jagd durch die immensen Störungen des Lebensrhythmus erst dazu bei, dass das Rehwild überhaupt junge Bäume verbeißt. Man könnte junge Pflanzen auch preiswert und einfach durch für Rehe unangenehm riechenden Anstrich schützen oder durch spezielle Manschetten für den Leittrieb der jungen Pflanzen, das Stück für 13 Cent. In Teilen der Schweiz wird erfolgreich ein Ruhezonenmodell praktiziert, welches auch in den Wäldern derer von Gemmingen Nachahmer gefunden hat: auf etwa 25-30 Prozent der Fläche werden großräumige jagdfreie Areale und unbejagte Äsungsflächen geschaffen. Das sind geeignete Rückzugsgebiete für Hirsche, Rehe oder Gämse. Ohne den permanenten Jagddruck finden sie dort regelmäßig Nahrung und werden nicht zu “Waldschädlingen”. Man könnte auch einfach den Massenabschuss im Rahmen der unsäglichen Drückjagden unterlassen. Diese Jagdform war in den letzten 30 Jahren weder im Hinblick auf den Wald noch hinsichtlich der Bestandsregulierung der Tiere effizient. Warum sollte sich das in Zukunft ändern?

Wer Fischteiche systematisch von der natürlichen Randvegetation “säubert” und in diesen Badewannen eine unnatürlich hohe Fischdichte erzeugt, muss sich nicht wundern, wenn der natürliche Fischfresser auf die Massentierhaltung reagiert. Auch der Abschuss von Füchsen oder Waschbären ist völlig sinnlos. Denn die Jagd ist gar nicht in der Lage, den Bestand dieser Tiere zu regulieren. Die Entwicklung der Zahl der Waschbären lässt sich durch die Jagd nicht einmal verzögern. Das einzige was durch die Jagd auf Beutegreifer erreicht wird, ist – neben der Genugtuung ihrer Häscher – die Zerstörung der Sozialgefüge der Wildtiere und die Senkung ihres Durchschnittsalters. Ein Fuchs wird in Deutschland im Durchschnitt nicht einmal zwei Jahre alt.

Wildtierschutz Deutschland e.V.
T. 0177 72 300 86 | lk@wildtierschutz-deutschland.de
www.wildtierschutz-deutschland.de
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Mitbegründer des www.aktionsbuendnis-fuchs.de

Große Bäume braucht die Stadt! Nachpflanzungen im urbanen Raum

Berlin (ots) Der Herbst und frostfreie Wochen im Winter sind die besten Zeiten, um alte und kranke Bäume zu ersetzen. Meist fällt jetzt genügend Niederschlag und die Bäume haben vor dem Frühjahrsaustrieb Zeit, ihre Wurzeln am neuen Standort gut zu verankern. Vor allem für Nachpflanzungen im urbanen Raum sind große Bäume wesentlich besser als kleine. Die größeren Pflanzen kommen bei entsprechender Pflege gut mit den schweren Bedingungen in der Stadt klar und wachsen in der Regel optimal an.

Vor allem für Nachpflanzungen im urbanen Raum sind große Bäume wesentlich besser als kleine / Nachpflanzungen im urbanen Raum. Quellenangabe: “obs/Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V./Ferdinand Graf Luckner”

Wenn ein großer Baum ersetzt werden muss, sollte man sich genau überlegen, ob man stattdessen einen kleineren oder größeren Jungbaum nachpflanzt. Wichtig ist, vorab zu klären, welche ökologischen Ziele man sofort und welche man langfristig erreichen will; also ob man einige Jahre warten kann. “Die Pflanzung größerer Bäume ist aber aus mehreren Gründen äußerst vorteilhaft”, betont Verkaufsleiter Hanno Leight von der Baumschule Lorberg aus Tremmen. “Der Kronenansatz großer älterer Bäume befindet sich schon in einer gewissen Höhe, die Bäume wachsen daher nicht mehr so leicht in die Fahrbahn hinein. Der Pflegeaufwand für die Stadt verringert sich also beträchtlich.” Durch die Verschulung, d.h. ein mehrmaliges Umsetzen in der Baumschule, sind die Wurzelballen sehr kompakt und gut auf Umpflanzungen vorbereitet. Größere Bäume haben schon in der Baumschule eine Kronenerziehung genossen und verfügen in sich bereits über eine gewisse Stabilität. Vandalismus und vorbeirauschenden LKWs können sie daher viel besser standhalten als kleinere Bäume. Ein mehrere Jahre alter Baum produziert bedeutend mehr Sauerstoff als ein Setzling und fungiert schneller als wichtiger Luftfilter indem er mehr Staub und CO2 bindet. Er kühlt die Luft besser und sieht natürlich auch optisch einfach ansprechender als ein sehr kleiner und junger Baum aus.

Vor allem in verdichteten und aufgeheizten urbanen Räumen ist es ein großer Unterschied, ob die gewünschten Ziele wie Sauerstoffproduktion und Schattenwurf in zwei oder in zwanzig Jahren erreicht werden. Zudem holen in der Stadt kleinere Bäume den Vorsprung der großen -entsprechende Pflege vorausgesetzt – auch in vielen Jahren Standzeit nicht mehr ein, da die urbane Umgebung für die Pflanzen beträchtlichen Stress bedeutet. Das Pflanzen größerer Bäume hat natürlich auch einen Nachteil. Bedingt durch die vorangegangene Erziehung und mehrjährige Pflege in den Baumschulen ist der Preis pro Baum höher.

Die Kosten für die Pflanzung selbst, für das Vorbereiten der Pflanzgrube und die mehrjährige Anwachspflege ist bei allen Bäumen dagegen ähnlich. “Inzwischen sehen wir es öfter, dass Straßenbauämter, die früher kleine Bäume eingekauft hatten, jetzt wieder zu den größeren Bäumen zurückkehren.” sagt Baumschulexperte Leight. “Mit einem größeren Exemplar bekommen sie ein fertiges Produkt, das der Stadt und ihren für Pflanzen schwierigen Bedingungen viel besser gewachsen ist.” Unterm Strich gewinnt man durch das Pflanzen von größeren Bäumen also ausgesprochen viel.

www.gruen-ist-leben.de

#wasmichamklimastreitnervt: Aufruf für ZDF-Doku “Am Puls Deutschlands”

Mainz (ots) ZDF-Reporter Jochen Breyer fühlt Deutschland zum siebten Mal den Puls. In einer neuen “ZDFzoom”-Dokumentation geht er der Frage nach, was den Deutschen im Streit um den Klimaschutz zu kurz kommt.

Jochen Breyer (M.) interviewt Reisende auf dem Frankfurter Flughafen. Quellenangabe: “obs/ZDF/Tim Gorbauch”

Unter dem Hashtag #wasmichamklimastreitnervt sind seit Freitag, 7. Februar 2020, in den sozialen Netzwerken die Einschätzungen der Zuschauer und User gefragt. Aus dem Reigen derer, die sich auf den Aufruf melden, werden die Gesprächspartner für die ZDF-Dokumentation ausgewählt.

Seit dem vergangenen Jahr hat die Klimadebatte Fahrt aufgenommen. Millionen Menschen gehen auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren, darunter vor allem viele Jüngere. Doch es gibt auch Gegner: zum Beispiel diejenigen, die den menschengemachten Klimawandel leugnen. Oder auch Menschen, die Sorge haben, dass in der Nähe ihrer Wohnung ein Windrad gebaut werden könnte. Was nervt die einen und was die anderen an der Klimadebatte? Braucht es mehr Verbote, um das Klima zu schützen – oder weniger? Woran verzweifeln Menschen in der Debatte? Kommt die soziale Komponente bei Klimaschutzmaßnahmen zu kurz? Werden große Konzerne zu wenig in die Pflicht genommen? Jochen Breyer will darüber reden, was die Menschen bewegt.

Unter dem Hashtag #wasmichamklimastreitnervt, der auf den ZDF-Kanälen auf Facebook und Twitter gespielt wird, sind dazu Antworten gefragt. Nutzer können sich außerdem unter der Mailadresse wasmichamklimastreitnervt@zdf.de mit ihren Geschichten melden. Das ZDF sendet “ZDFzoom: Am Puls Deutschlands” am Mittwoch, 15. April 2020, 22.45 Uhr.

https://zoom.zdf.de

Cover des Jahres 2019: Das ‘Greenpeace Magazin’ legt den Klima-Schalter um

Hamburg (ots) Eine hochkarätige Jury aus Medien- und Kommunikationsexperten des Magazin-Wettbewerbs Cover des Monats (www.cover-des-monats.de) hat das ‘Greenpeace Magazin’ 1/2020 (erschienen im Dezember 2019) zum Cover des Jahres 2019 gekürt. Das Thema Klimawandel traf den Zeitgeist und der Schalter, der zum Handeln aufruft, den Nerv der Juroren. Entwickelt wurde der Titel von Michael Pauli (Chefredakteur), Bettina Rosenow und Andrea Neuhaus (Art Direction), Nele Gülck und Peter Lindhorst (Bildredaktion) sowie Leif Diefenthaler (Gestaltung).

Der im Dezember 2019 erschienene Titel ist das Cover des Jahres 2020. Gestaltung: Greenpeace Media Quellenangabe: “obs/new business”

‘Greenpeace Magazin’-Chefredakteur Michael Pauli charakterisiert das Cover des Jahres 2019 im Interview mit dem Medienmagazin ‘new business’ (www.new-business.de): “Ein fast haptisch wirkendes Cover, der Kippschalter schält sich plastisch aus dem Hintergrund. Das Rot des Hintergrundes hat Signalwirkung, ohne dabei aggressiv zu wirken. Die Botschaft ist einfach, aber nicht platt: Den Schalter umlegen. Genug geredet, jetzt wird gehandelt! Zum einen steckt darin die Forderung an die Politik: Redet nicht so viel, macht endlich (das Richtige). Gleichzeitig wird aber auch an die Überprüfung des eigenen Handelns appelliert: Wenn ich jetzt den Schalter umlege, kann ich selber den Motor der Veränderung zum Laufen bringen.”

Für das Cover des Jahres waren die zwölf Monatsgewinner von Januar bis Dezember 2019 nominiert. Silber geht an ’11Freunde Spezial Liebe & Hass’, Bronze erhält ‘Barbara’ Nr. 33 (‘Stimmt was nicht?’).

Der Wettbewerb Cover des Monats (www.cover-des-monats.de) wird ausgerichtet vom New Business Verlag, Hamburg.

Gekommen, um zu bleiben Deutsche Wildtier Stiftung:

Der milde Januar bietet gefiederten Wintergästen aus dem Hohen Norden optimale Bedingungen

Hamburg/Klepelshagen (ots) Gekommen, um zu bleiben

Der Besuch ist da! Endlich wieder was los in Feld und Flur. Während die Pflanzen jetzt im Winterschlaf liegen und Botaniker vor dem Kamin die Bücher studieren, sind viele Ornithologen mit dem Fernglas bewaffnet draußen in der Natur unterwegs. “Mittlerweile sind jede Menge Wintergäste eingetroffen – ein echtes Highlight für alle Vogelfreunde”, sagt Michael Tetzlaff von der Deutschen Wildtier Stiftung.

Gekommen, um zu bleiben: Für Seidenschwänze aus der russischen Taiga ist der momentan milde Winter in Deutschland ideal. Quellenangabe: “obs/Deutsche Wildtier Stiftung/Michael Tetzlaff / DeWiSt”

In Tetzlaffs Streifgebiet, dem Wildtierland in Klepelshagen in Mecklenburg-Vorpommern, wurden die ersten bunten Seidenschwänze schon in der ersten Januarwoche gesichtet. Nun lautet die spannende Frage: Werden es bis Februar noch mehr werden? Wild und verwegen ihr Anblick mit Federhaube, Stirnband und Augenstreif! Die “schöne Bande” kommt in Trupps angeflogen. Erwartungsvoll sitzt sie nun mit aufgeplusterten Federn in den Zweigen der Bäume und Sträucher und hält Ausschau nach den letzten Beeren, die die Natur für sie bereithält. Vor allem Mistel- und Ebereschenbeeren sowie die Früchte von Schneeball, Hundsrose und Liguster sind ein Schmaus für die Weichfutterer aus der russischen Taiga. “Ans Futterhaus kommt diese Vogelart leider nur selten”, sagt Tetzlaff. “Wer sie anlocken möchte, kann es aber mit getrockneten Beeren oder Äpfeln versuchen”, rät er.

Noch mehr Vögel aus Sibirien sind jetzt gern bei uns zu Gast. Im Naturschutzgebiet Galenbecker See und in der angrenzenden Friedländer Großen Wiese, beides nahe des Stiftungsgutes der Deutschen Wildtier Stiftung gelegen, nutzen sibirische Singschwäne – etwas kleiner als der hierzulande heimische Höckerschwan – das hier noch reichhaltige Nahrungsangebot. “Der bisher sehr milde Winter bietet den Wintergästen und auch Hiergebliebenen optimale Bedingungen”, berichtet Michael Tetzlaff. “3.150 nordische Gänse, 1.175 Kraniche und über 400 Singschwäne: das ist das Ergebnis der letzten Schlafplatzzählung. So viele Durchzügler hatten wir im Januar hier noch nie.” Die Vögel versuchen so viel Energie wie möglich zu sparen. Der Weiterflug in südlichere Gebiete wird daher so lange wie möglich vermieden.

Welche Gäste aus dem hohen Norden erwarten die Ornithologen im Winter 2020 noch? Raufußbussarde, Kornweihen und Raubwürger aus Skandinavien nutzen das hiesige Vorkommen von Mäusen. In ihrer Brutheimat wären diese jetzt unter einer dicken Schneedecke verborgen und für die Vögel nur schwer zu erreichen. Nordische Wacholderdrosseln fallen jetzt über das Fallobst in unseren Gärten her. Mit den hier ebenfalls überwinternden und verwandten Rotdrosseln lassen sie sich aber auch die Beeren unserer heimischen Sträucher schmecken, können daher auch gut mit Rosinen und getrockneten Beeren an eine Futterstelle im heimischen Garten gelockt werden. Rotbehelmte Taigabirken- und grüngelb gefärbte Erlenzeisige werden ebenfalls von den Ornithologen schon sehnsüchtig erwartet! Sie sind auf die Samen der frühblühenden Bäume wie Erle und Birke aus.

www.DeutscheWildtierStiftung.de

Ein Bergahorn für die Zukunft

Grundschule „Paul Ernst“ Elbingerode unterstützt den Nationalpark Harz mit einer Spende

Ein Bergahorn steht stellvertretend für die Spende der Grundschule „Paul Ernst“ in Elbingerode für die Zukunft der wilden Wälder im Nationalpark Harz (Foto: K. Bollmann)

Wenn täglich in allen Medien der Klimawandel und die überall sichtbaren Veränderungen in der Natur ein Thema sind, lässt das auch Kinder nicht kalt. Sie haben Fragen, suchen Antworten und wollen selber Lösungen finden. Im Dezember überreichten sie eine Spende für die Pflanzung junger Laubbäume im Nationalpark Harz, um so die Rückkehr der ursprünglich heimischen Laubwälder in ihre angestammten Areale zu unterstützten.

In der Grundschule „Paul Ernst“ in Elbingerode macht man sich Gedanken über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Natur. Dort wurde im letzten Schuljahr ein „Grünes Klassenzimmer“ ins Leben gerufen. Genau dazu hatte man den alten Schulgarten so umfunktioniert, dass man bei gutem Wetter an der frischen Luft lernen kann. Dabei kamen natürlich auch die Stürme, die Trockenheit und der Borkenkäfer als großes Problem im Harz zur Sprache. Die Kinder berichteten von ihren Besuchen im Nationalpark, schilderten ihre Eindrücke und dachten darüber nach, wie Schüler einer Grundschule aktiv werden könnten. Dabei wurden auch Erinnerungen an zurückliegende Wandertage zum Löwenzahnpfad, Besuche auf dem HohneHof, geführte Projekttage mit Rangern und Förstern und die Teilnahme am Tag der Schulen ausgetauscht. Es gab viel zu erzählen, aber es wurde auch erkannt, dass Hilfe nötig ist.

Selber Bäume pflanzen, das war schnell klar, kam kaum in Frage, da die Kinder für die schwere Arbeit einfach noch zu klein waren. Darum entschied man sich für eine Spende, die für den Kauf von neuen Laubbäumen im Nationalpark Verwendung finden sollte.

Am 16.12.2019 wurde nun nach langer Planung der Spendenscheck von Kindern der Schule, der Schulleiterin  Bettina Borth und Elternvertretern an den Leiter des Nationalparks Andreas Pusch überreicht. Da die eigentliche Idee bereits im Sommer gefasst worden war, hatte der zuständige Revierförster Martin Bollmann Zeit, sich zu überlegen, wie und wo man die Spende besonders gut gebrauchen könnte. Um den guten Gedanken der Kinder zu würdigen, suchte man unter anderem einen großen, frisch gepflanzten Bergahorn aus, den die Kinder von nun an besonders im Blick behalten können. Die fünf anwesenden Kinder übernahmen daher den Auftrag, sich den Standort des Baumes genau einzuprägen und diesen ihren Mitschülern als ein zukünftiges Ziel für Wandertage weiterzugeben.

Nationalpark-Leiter Andreas Pusch nutzte die Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu tun: „Wenn ihr einmal groß seid, trägt auch dieser Baum Früchte und wird sich fortpflanzen. Dann könnt ihr mit euren eigenen Kindern diesen Bergahorn besuchen und aus eurer Schulzeit und eurer Idee, dem Wald zu helfen, erzählen. Der Wald wird sich bis dahin sehr schön entwickelt haben“.

Hintergrund: Pflanzungen im Nationalpark?

Der Nationalpark Harz ist ein Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, in einigen Bereichen unterstützt der Nationalpark die Rückkehr der ursprünglich in tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder noch durch Pflanzungen. Diese jungen Laubbäume sollen zu Samenbäumen für die zukünftigen wilden Naturwälder heranwachsen.

Allein von 2008 bis 2019 wurden rund 4,7 Mio. Rotbuchen und weitere heimische Arten im Nationalpark gepflanzt. Diese Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 40% der Schutzgebietsfläche ein. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – in der aktuell 60% umfassenden Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie.

https://www.nationalpark-harz.de

Naturerlebnis-Programm 2020 des Nationalparks Harz ist online

Fast 1000 Termine und Veranstaltungen für Natur-Fans

Das Naturerlebnis-Programm 2020 des Nationalparks Harz steht ab sofort als Downloadversion auf unserer Internetseite www.nationalpark-harz.de zur Verfügung.

Etwa 1000 Termine und Veranstaltungen werden unseren Gästen angeboten. Für Naturbegeisterte gibt es im Nationalpark Harz zusammen mit Nationalpark-Rangern, Förstern und den Mitarbeitern der Nationalparkhäuser zu allen Jahreszeiten viel zu entdecken. Auerhuhn- und Borkenkäfer-Sprechstunde, Luchsfütterungen, Fledermaus-Exkursion, Vorträge, z.B. zum Vogel des Jahres, Tierspurensuche oder ein Naturerlebnis für die ganze Familie – thematisch ist für jeden etwas dabei.

Auch 2020 hat der Nationalpark einen inhaltlichen Schwerpunkt auf das Thema „Der Nationalparkwald auf dem Weg zur Wildnis“ und den Klimawandel gelegt. Schon bisher gab es dazu viele Angebote, doch mit dem fortschreitenden Waldwandel mehren sich die Fragen unserer Gäste dazu. Das neue Angebot der Borkenkäfer-Sprechstunde kommt dem entgegen.

Das Naturerlebnis-Programm enthält zusätzlich zu den Veranstaltungsterminen 2020 wieder viele Zusatzinformationen über all das, was der Nationalpark darüber hinaus zu bieten hat, angefangen bei den Nationalparkhäusern, den Nationalpark-Partnern und Nationalparkgemeinden bis hin zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, Umweltbildung und vielem mehr. 

Das Programm wird noch vor dem Weihnachtsfest auch in gedruckter Form erhältlich sein.

www.nationalpark-harz.de

Hier als blätterbares eBook:

Hier als Vollbild:
https://harztour.de/travelebook/harz2020/harz.html

Hier als Windows PC .exe Datei:
(einfach kostenlos herunterladen ca. 21MB und offline durchblättern.)
https://harztour.de/travelebook/harz2020/harz.exe

Auch Ihre PDF Datei als blätterbares TraveleBook.de
Informationen unter der E-Mail: presse@dpwa.de anfordern.

Danke.

Der Wald ruft – Hör nicht weg!

Manch einer im Harz möchte sagen: der Wald schreit auf. Jahrzehntelange Einwirkungen auf das Klima werden jetzt schmerzlich sichtbar. In einigen Teilen, wo einst herrliches Grün für schattige Wege sorgte, ragen kahle, silbergraue Stämme in den Himmel. Wegschauen geht nicht mehr. Hinschauen ist angesagt. Und Handeln. Dafür sind Mitarbeiter der Forst, des Nationalparks, beauftragte Firmen und Helfer rund um die Uhr im Einsatz.

Wir zeigen Ihnen was momentan im Wald passiert, welche Ursachen vorliegen und vor welchen Herausforderungen die Akteure im Harz stehen. Informieren Sie sich neben möglichen Beeinträchtigungen durch Waldarbeiten auch über touristische Angebote zum Thema Wald im Wandel oder über die unterschiedlichen Arbeitsweisen zwischen Nationalpark und den Wirtschaftswäldern im Harz. Weitersagen hilft! Unterstützen Sie unsere Initiative und verbreiten Sie mit unserer Hilfe Wissen statt Panik.

Weitere und stets aktuelle Informationen finden Sie unter: www.harzinfo.de/derwaldruft