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Keine Spritztouren in Zeiten von Corona

ADAC rät von weiten Ausflügen ab
Mindestabstand kann an beliebten Ausflugszielen oft nicht eingehalten werden.

München (ots) Zum Schutz des Gemeinwohls sollen alle Menschen nach Möglichkeit zuhause bleiben und Fahrten auf das Notwendigste beschränken. So lautet derzeit deutschlandweit die wichtigste Regel, um die weitere Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Dennoch bleiben Fragen offen, da die jeweiligen Verordnungen der Bundesländer oftmals voneinander abweichen. Mit Beginn des Frühlings dürfte der Wunsch nach Ausflügen ins Grüne und Spritztouren mit dem Motorrad oder dem Cabrio deutlich zunehmen. Der ADAC klärt auf, was jetzt noch erlaubt ist.

Für Ausflüge mit dem Motorrad oder dem Cabrio ist entscheidend, in welchem Bundesland man sich befindet.

Während Bayern oder Berlin als Bundesländer mit Ausgangsbeschränkungen der reinen Vergnügungstour den Riegel vorgeschoben haben, ist eine Ausfahrt in Bundesländern, in denen lediglich ein Kontaktverbot gilt, noch erlaubt.

Laut ADAC wären die strengeren Beschränkungen jedoch in allen Bundesländern sinnvoll. Bewegung an der frischen Luft ist zwar wichtig, dies sollte aber möglichst im näheren Wohnumfeld stattfinden. Entscheidend ist der Mindestabstand zwischen Personen von zwei Metern – und der kann gerade an beliebten Ausflugszielen oft nicht eingehalten werden kann. Dies gilt ganz besonders für Motorradfahrer, die an bekannten Strecken unterwegs sind oder dortige Treffpunkte ansteuern. Deshalb rät der ADAC zum jetzigen Zeitpunkt von solchen Ausflügen dringend ab.

Ebenfalls nicht ratsam ist es, seinen Wohnwagen zum Campingplatz zu bringen. Zumindest sollte man sich vorab genau über Einschränkungen zu informieren. Grundsätzlich erlaubt ist der Transport des Wohnwagens laut ADAC nur noch in Ländern mit Kontaktverbot, in Ländern mit Ausgangsbeschränkungen jedoch nicht. Ein triftiger Grund zum Verlassen der eigenen Wohnung ist hier nicht mehr gegeben.

Doch nicht alles ist in Corona-Zeiten verboten: Sport, Spazierengehen und Bewegung an der frischen Luft sind in jedem Bundesland gestattet. In den meisten Bundesländern darf man allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts an die frische Luft – nach Möglichkeit aber nur in der unmittelbaren näheren Umgebung und unter Beachtung des Mindestabstands. Ansonsten sollten aber alle Menschen – trotz Frühlingswetter – auch die kommenden Tage und Wochen grundsätzlich zuhause bleiben.

Bundesländer, in denen strenge Ausgangsbeschränkungen gelten, sind Bayern, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin. Hier muss zum Verlassen der Wohnung immer ein wichtiger Grund vorliegen. Der Kontakt zu bestimmten Personengruppen ist zusätzlich beschränkt. Bei Kontrollen muss ein wichtiger Grund glaubhaft gemacht werden.

In den anderen Bundesländern gibt es lediglich ein Kontaktverbot. Das bedeutet, dass der Kontakt nur zu bestimmten Personen zulässig ist und ein vorgegebener Abstand zu anderen Personen eingehalten werden muss. Ein wichtiger Grund zum Verlassen der Wohnung ist nicht erforderlich.

Web: ADAC.de

Coronaschutz-Verordnungen – Grillen daheim ist erlaubt

Essen (ots) Viele Verbraucher sind derzeit verunsichert: Darf ich überhaupt noch grillen? Im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes haben die Bundesländer Coronaschutzverordnungen erlassen, die vorerst bis zum 19. April 2020 gelten. Als Ordnungswidrigkeiten sind auch Grillen und Picknick im Freien ohne Ausnahme verboten. Bei Verstößen dagegen wird ein Bußgeld gegen jede angetroffene Person verhängt.

Barbecue Industry Association Grill (BIAG) e.V. Quellenangabe: “obs/Barbecue Industry Association Grill (BIAG) e.V.”

Jetzt herrscht aber Unsicherheit, ob Grillen grundsätzlich verboten ist. Den BIAG (Barbecue Industry Association Grill e.V.) haben dazu diverse Anfragen erreicht – sowohl von Verbrauchern als auch von Medien. Aus diesem Anlass hier eine Klarstellung.

Im häuslichen Bereich ist das Grillen erlaubt, wenn daran ausschließlich die zum Hausstand gehörenden Personen teilnehmen, es nicht in eine “wilde Party” ausartet und auch keine anderen – z.B. Nachbarn – belästigt werden. Auch in diesen schwierigen Zeiten kann also das Grillvergnügen daheim im Familienkreis ein bischen Abwechslung in die heimische Küche und den Alltag bringen.

internet: www.biag.org

Contorion spendet ca. 8.000 Schutzmasken an Berliner Sozialeinrichtungen

Berlin (ots) Der Onlinehändler Contorion spendet rund 8.000 Atemschutzmasken (FFP3) an Berliner Wohlfahrtsverbände und Krankenhäuser, um sie im Kampf gegen das Corona-Virus zu unterstützen. Jeweils ein Teil der Spende geht an den DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e.V., den Caritasverband für das Erzbistum Berlin, das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg, die Charité Universitätsmedizin Berlin und das Gesundheitsunternehmen Vivantes.

Contorion spendet ca. 8.000 Schutzmasken an Berliner Sozialeinrichtungen / Dr. Frederick Roehder, Geschäftsführer von Contorion, setzt sich für den Kampf gegen das Corona-Virus ein Quellenangabe: “obs/Contorion GmbH/Tiemo Dams”

“Wir bedanken uns für die wertvolle Spende, die dazu beiträgt, unsere medizinischenMitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Behandlung von Covid-19-Patienten zu schützen”, teilt Manuela Zingl, Unternehmenssprecherin der Berliner Charité, mit. Barbara Eschen, Direktorin Diakonie Landesverband, nimmt die Spende dankend an: “Diese gespendeten Masken werden wir an Pflegeeinrichtungen und an Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe weiterleiten, da hier besonders verletzliche Personen durch unsere Dienste versorgt werden. Deshalb: ganz herzlichen Dank für diese großartige Spende an die Firma Contorion. Zugleich aber auch der dringende Appell an die Bundesregierung: Besorgen Sie Schutzausrüstung!”

Gudrun Sturm, Vorstandsvorsitzende des DRK Landesverbands Berliner RotesKreuz e.V., findet ebenfalls dankende Worte: “Ich freue mich sehr über die wichtige Spende. Die Atemschutzmasken werden allen Gliederungen des Berliner Roten Kreuzes zur Verfügung gestellt, darunter natürlich auch unsere besonders geforderten Einsatz- und Rettungsdienste.”

Contorion vertreibt als Onlinehändler für Handwerks- und Industriebetriebe eine breite Produktpalette an Werkzeug, Werkstatt- und Baustellenbedarf – unter anderem Schutzkleidung. Dr. Frederick Roehder, Geschäftsführer von Contorion, sah das Unternehmen in der Verantwortung, einen Beitrag zum Kampf gegen das Corona-Virus zu leisten: “Seit mehreren Wochen arbeiten alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Homeoffice. Das ist ein wichtiger Beitrag,um die Ansteckungsrate einzudämmen. Doch wir wollten noch mehr tun!” Er führt aus: “Täglich erfahren wir in den Medien von den ungeheuren Anstrengungen, die das Personal in Kliniken, Pflegeheimen und anderen Einrichtungen täglich leistet.Angesichts der steigenden Infektionszahlen wurde uns klar: Schutzkleidung wird dringend gebraucht.”

Bei den gespendeten Masken handelt es sich um professionelle FFP3-Atemschutzmasken von STIER, der Eigenmarke von Contorion.

Web: contorion.de

Coronakrise lässt Spritpreise weiter sinken Rohölnotierungen brechen ein

München (ots) Angesichts der weltweiten Coronakrise und der einbrechenden Rohölnotierungen geben die Spritpreise an den Tankstellen deutlich nach. Laut aktueller Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im Bundesmittel 1,267 Euro, das sind 5,8 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel verbilligte sich um 4,1 Cent auf durchschnittlich 1,137 Euro je Liter.

Rohölnotierungen brechen ein / Kraftstoffpreise im Bundesdurchschnitt Quellenangabe: “obs/ADAC e.V.”

Aus Angst vor einer globalen Rezession bewegen sich die Rohölnotierungen weiter steil nach unten. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell nur noch 29 Dollar, das sind rund acht Dollar weniger als vor einer Woche. Rohöl ist damit so billig wie zuletzt Anfang des Jahres 2016.

Angesichts dieser Entwicklung auf dem Rohölmarkt besteht Potenzial für weitere Rückgänge der Kraftstoffpreise. Vergünstigungen aus sinkenden Rohölnotierungen kommen dann vollständig bei den Verbrauchern an, wenn der Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt dies erzwingt.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt zudem den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man nach einer aktuellen Auswertung des ADAC in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App “ADAC Spritpreise”. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

#wirhubschraubern: DRF Luftrettung initiiert den “Tag der Luftretter” am 19. März

Filderstadt (ots) Wer sitzt eigentlich in einem Rettungshubschrauber? Wann kommt er zum Einsatz? Muss ich als Patient*in dafür bezahlen, wenn ich damit in ein Krankenhaus gebracht werde? Drei von vielen Fragen aus der Bevölkerung, mit denen die Luftrettung immer wieder konfrontiert wird. Um über die wichtige Arbeit aller Luftretterinnen und Luftretter aufzuklären und zu informieren, führt die DRF Luftrettung am 19. März 2020 erstmalig den fortan jährlich stattfindenden und seit langer Zeit geplanten “Tag der Luftretter” ein. Wir haben uns dazu entschlossen, dies trotz oder auch gerade wegen der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus zu tun.

#wirhubschraubern: DRF Luftrettung initiiert den “Tag der Luftretter” am 19. März / Quellenangabe: “obs/DRF Luftrettung/Matthias Hohenhaus”

Am 19. März 1973 hob die DRF Luftrettung zum ersten Mal mit einem Rettungshubschrauber ab, um einem Menschen in Not schnellstmöglich zu helfen. Heute betreibt die gemeinnützige Organisation bundesweit 29 Luftrettungsstationen und leistet mit jährlich mehr als 37.000 Einsätzen einen unverzichtbaren Beitrag zur notfallmedizinischen Versorgung in Deutschland. “Für uns ist das allerdings kein Grund, uns auf dem jetzigen Stand auszuruhen”, sagt Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. “Wir wollen uns stetig in unserer täglichen Arbeit verbessern und immer das Bestmögliche für unsere Patienten erreichen.” Mit dem “Tag der Luftretter” am 19. März rückt die DRF Luftrettung die tägliche Arbeit aller Luftretterinnen und Luftretter einen Tag lang in den Fokus, um sie in der breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen.

In diesem Jahr startet die DRF Luftrettung mit einem Blick hinter die Kulissen. Auf den Social-Media-Kanälen können Interessierte am 19. März 2020 hautnah einen Einblick in die Arbeit und Abläufe auf den bundesweit 29 Stationen erhalten – auch im Hinblick auf die aktuelle Situation bezüglich der Ausbreitung des Coronavirus. Die DRF Luftretter berichten von ihrem, nicht immer alltäglichen, Alltag und ihren Erlebnissen im Einsatz. “Neben der grundlegenden Aufklärung über unsere Arbeit, spielt das Schaffen von Verständnis für unsere Besatzungen im Einsatzgeschehen eine große Rolle”, erläutert Dr. Pracz. “Jede einzelne Person, die wir mit unserer Aktion erreichen und sensibilisieren, ist ein Erfolg. Das ist aktuell sicherlich noch wertvoller als sonst.”

#wirhubschraubern: Informieren, aufklären, füreinander da sein.

Für die vielfältigen und zahlreichen Themenbereiche innerhalb der Organisation wäre ein einziger Tag allerdings zu kurz gegriffen. Daher dient der “Tag der Luftretter” auch als Auftakt für weitere Aktivitäten und Aktionen. Als verbindendes Element bündelt der Hashtag #wirhubschraubern die Aktionen des Tages sowie alle weiteren Schritte im kommenden Jahr unter einem Dach. #wirhubschraubern symbolisiert die tagtägliche Arbeit der DRF Luftrettung ebenso wie die rot-weißen Fluggeräte, die die Einsätze erst möglich machen. Auch der Blick von oben, einhergehend mit einem möglichen Perspektivwechsel, ist gemeint. Zudem steht #wirhubschraubern für das gegenseitige Aufpassen und füreinander da sein – bei einem Notfall auch für die Leistung erster Hilfe am Unfallort.

www.drf-luftrettung.de

Coronavirus: SOS-Kinderdörfer müssen Arbeit mit Geflüchteten auf Lesbos aussetzen

Athen (ots) Aufgrund der von der griechischen Regierung angeordneten Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 muss die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit ihre Arbeit mit geflüchteten Kindern und Familien auf der Insel Lesbos aussetzen.

Aufgrund der von der griechischen Regierung angeordneten Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 muss die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit ihre Arbeit mit geflüchteten Kindern und Familien auf der Insel Lesbos aussetzen.Quellenangabe: “obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Alea Horst”

“Die Menschen, und ganz besonders Kinder und Jugendliche, sind ohnehin in einer sehr schwierigen psychischen Verfassung. Verzweiflung, Depressionen und Angst sind weit verbreitet. Wenn unsere Mitarbeiter nun nicht mehr täglich kommen, bedeutet das eine zusätzliche Verunsicherung”, sagt SOS-Nothilfekoordinatorin Popi Gkliva. SOS ist im Camp Cara Tepe auf Lesbos die einzige Organisation, die kontinuierlich seit mehr als drei Jahren aktiv ist. Die Mitarbeiter unterstützen 200 Mädchen und Jungen unter anderem mit Schulbildung und psychologischer Hilfe. Obwohl es Gkliva für wahrscheinlich hält, dass sich das Virus angesichts der hohen Zahl an Menschen auch in den Flüchtlingscamps ausbreitet, ruft sie zu Ruhe und Besonnenheit auf. Sie sagt: “Wir dürfen die Kinder nicht auch noch mit aufgeheizten Spekulationen und Panik belasten.” Erste Gerüchte, dass es bereits zwei Infizierte in einem der Camps gebe, hätten sich nicht bestätigt.

Aktuell leben 42.000 Geflüchtete auf den griechischen Inseln, zum Großteil unter menschenunwürdigen Bedingungen in überfüllten Lagern. Es mangelt an Sicherheit, Hygiene, sauberem Trinkwasser. Ein Drittel der Flüchtlinge sind Kinder – über die Hälfte von ihnen jünger als zwölf Jahre. 14 Prozent aller Kinder sind unbegleitet.

Gkliva hofft, dass die SOS-Mitarbeiter ihre Arbeit im Camp Cara Tepe möglichst bald wiederaufnehmen können: “Unsere Mitarbeiter sind bereit!”

www.sos-kinderdoerfer.de

Harzer Wandernadel – Station 6 Daneilshöhle, Huy

Die letzte und 6. Station der Wandersaison 2019/20 ist vom 16. Februar bis 15. April an der Daneilshöhle im Huy.

Die Daneilshöhle, auch Räuberhöhle genannt, befindet sich an der Nordseite des Huy genannten Gebirgszugs. Sie bildet in einer Felswand des mittleren Bundsandsteins drei miteinander verbundene Hohlräume, die unter Naturschutz stehen. Die Höhle erhielt ihren Namen nach der Sage über den Räuber Daneil, der in dieser Höhle sein Schlupfnest gehabt haben soll. Die Höhle weist Spuren vielfältiger menschlicher Aktivitäten auf und wurde offensichtlich in frühen Zeiten bewohnt.

Koordinaten: N 51°57.748, O 010°59.239

Die Wandernadel

ADAC Luftrettung fliegt erneut 54.000 Einsätze Bilanz bleibt auf Rekordniveau

Meiste Rettungseinsätze in Bayern, Rheinland-Pfalz und NRW – Mehr Spezialeinsätze – Auftakt “50 Jahre Christoph”

Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, Dr. Andrea David, Vorstand der ADAC Stiftung und Pilot Walter Missenhardt (von links) vor Christoph 1 /Quellenangabe: “obs/ADAC SE/ADAC Luftrettung/ G. Muschalla”

München (ots) (ADAC Luftrettung gGmbH) Die Zahl der Rettungseinsätze der fliegenden Gelben Engel bleibt stabil auf Rekordniveau: Wie aus der Einsatzstatistik der gemeinnützigen ADAC Luftrettung hervorgeht, mussten die ADAC Rettungshubschrauber im Jahr 2019 zum fünften Mal in Folge rund 54.000 Mal ausrücken (53.967, minus 389). Das entspricht abermals rund 150 Notfällen täglich. “So eine hohe Einsatzdichte in einem hochkomplexen und risikobehafteten Umfeld ist nur durch die hohe Professionalität und das große Engagement der Crews möglich”, betonte Frédéric Bruder, der Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, bei der Vorstellung der Bilanz an der München Klinik Harlaching. Dort wurde im Beisein des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann auch der neue Jubiläumshubschrauber “50 Jahre Christoph” präsentiert.

Unter den versorgten Patienten waren 2019 mit 58 Prozent wieder etwas mehr Männer als Frauen. Neun Prozent der Patienten waren Kinder oder Jugendliche. Einsatzgrund Nummer eins waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen mit 32 Prozent Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. Dahinter folgen mit 29 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen. In 15 Prozent der Fälle diagnostizierten die Lebensretter aus der Luft neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall. Bei acht Prozent war ein Notfall des Atmungssystems wie akute Atemnot oder Asthma die Ursache.

Die Liste der Einsatzorte in den Bundesländern führt Bayern mit 12.557 Einsätzen an, hier befinden sich auch die meisten der 37 Stationen der fliegenden Gelben Engel. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz mit 7951, Nordrhein-Westfalen mit 5958 und Niedersachsen mit 5606 Einsätzen. Bei den Städten liegt weiterhin die Station in Berlin vorne. “Christoph 31” flog in und um die Hauptstadt zu 2467 Notfällen. Dahinter platzieren sich im bundesweiten Ranking die Stationen Wittlich (2186) und Koblenz (2088) in Rheinland-Pfalz sowie Ochsenfurt (1968) in Bayern.

Weiter erhöht hat sich die Zahl der Spezialeinsätze. Die vier Windenstationen in München, Murnau, Straubing (alle Bayern) und Sande (Niedersachsen) verzeichneten mit 306 Windeneinsätzen ein Plus von vier Prozent. Leicht zugenommen haben mit 2815 Einsätzen auch Rettungsflüge in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Solche Einsätze fliegen die Crews der Stationen in Senftenberg in Brandenburg, Greven in Westfalen, Sanderbusch in Niedersachsen und Mainz in Rheinland-Pfalz. Möglich sind solche hochanspruchsvollen Rettungseinsätze unter anderen durch spezielle Nachtsichtbrillen. Sie sind Teil eines hochmodernen “Night-Vision-Imaging-Systems”, kurz NVIS genannt.

Bei ihrer Arbeit können die Crews auf die modernsten Rettungshubschrauber des Typs H145 und H135 von Airbus Helicopters zurückgreifen. Mit ihnen wurden 2019 rund 3,45 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das sind rund 150.000 Kilometer mehr als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug rund 30 Minuten.

Die Luftrettung in Deutschland wird in diesem Jahr 50 Jahre alt – und mit ihr die ADAC Luftrettung. Die Erfolgsgeschichte der zivilen Luftrettung in Deutschland ist untrennbar verbunden mit der Erfolgsgeschichte der ADAC Luftrettung, die im November 1970 mit der Indienststellung des ersten permanent eingesetzten Rettungshubschraubers “Christoph 1” in München durch den ADAC e.V. ihren Lauf nahm. “Mit dem ADAC e.V. als treibende Kraft und Initiator sowie weiteren starken Partnern konnte ein weltweit einmaliges und nahezu flächendeckendes Netz von Rettungshubschrauber-Stationen in ganz Deutschland aufgebaut werden. Dem Engagement der ADAC Luftrettung in den vergangenen 50 Jahren verdanken viele tausend Menschen ihr Leben”, so Dr. Andrea David, Vorstand der ADAC Stiftung, zu der die ADAC Luftrettung seit 2017 gehört.

Geschäftsführer Frédéric Bruder bedankte sich beim Auftakt der Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr für die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Leitstellen, Kliniken, Rettungsdiensten, den Aufgabenträgern im Land und in den Kommunen sowie der Polizei und Feuerwehr. Die notfallmedizinische Versorgung der Menschen aus der Luft stehe in Deutschland vor großen Herausforderungen. “Klinikschließungen, Notarzt- und Pilotenmangel, Einsatzbeschränkungen für ältere Piloten, die Ausdehnung der Flugzeiten in die Abend- und Nachtstunden und die mangelnde medizinische Versorgung im ländlichen Raum wirken sich erheblich auf unser Arbeitsumfeld aus”, erklärte Bruder. “Auch die Möglichkeit, dank hochmoderner Navigationstechnik bei schlechter Sicht zu fliegen, Telemedizin und die Einsatzmöglichkeiten von bemannten Drohnen werden den Rettungsdienst in den kommenden Jahren vor Veränderungen stellen”. Dabei warnte Bruder vor noch mehr Kostendruck bei Ausschreibungen von Luftrettungsstationen: “Luftrettung ist Daseinsvorsorge. Bei der Rettung von Menschenleben darf es keinen ruinösen Preiskampf geben. Nicht das billigste Angebot, sondern die bestmögliche Versorgung der Patienten muss im Vordergrund stehen.”

Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung fast 1100 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 250 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 600 Notärzte. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Das goldene Jubiläum wird das ganze Jahr über von Veranstaltungen auf ADAC Luftrettungsstationen begleitet. Unter anderem auch mit einem Tag der offenen Tür am 17. Oktober 2020 an der München Klinik Harlaching, der Heimatstation von “Christoph 1”, sowie mit einem Festakt am 30. November 2020 in München.

www.ADAC.de

Bayern: Von der Hochschule bis ins Ministerium – keine Achtung vor der Kreatur

München (ots) Die wirtschaftliche Entwicklung Bayerns stand lange der anderer Bundesländer nach. Heute ist Bayern im Landesfinanzausgleich der größte Nettozahler der Republik. Während das Land ökonomisch floriert, scheint die Jagd in den Weiten des Landes auf einem vorzivilisatorischen Stand stehen geblieben zu sein.

Ob die Waschbären-Mama wohl zurückkommt? In Bayern stehen die Chancen schlechter als in anderen Bundesländern. Elterntiere dürfen entgegen der Bundesregelung abgeschossen werden. Quellenangabe: “obs/Wildtierschutz Deutschland e.V./Heiko Anders”

Hier herrscht Krieg gegen Wildtiere. Der Tierschutz wird von Naturnutzern – Jägern, Bauern, Waldbesitzern, Anglern, Teichwirten – in enger Zusammenarbeit mit Kommunalpolitikern und Landesbehörden systematisch ausgehebelt. So haben in Bayern Wildkaninchen, Waschbären und Marderhunde nicht einmal die nach dem Bundesjagdgesetz vorgesehene Schonzeit während der Aufzucht der Jungtiere. Die Tiere werden ganzjährig legal bejagt, unabhängig davon ob sie Jungtiere versorgen oder nicht. Letztere verhungern oder erfrieren.

In Bayern spielt es vielfach auch keine Rolle, ob bestehende Jagdgesetze eingehalten werden oder nicht. Auf die Selbstkontrolle der Jäger durch die Jäger kann sich Landwirtschaftsministerin Michaela Kaliber (CSU) nicht verlassen: So wurden und werden in Bayern trotz der Setzzeit der Füchse die für die Aufzucht erforderlichen Elterntiere im Januar, Februar und März auch in diesem Jahr streng bejagt und tausendfach getötet. Häufig passiert das im Rahmen sogenannter Fuchs- oder Raubwildwochen. Die ersten Fuchswelpen kommen in unseren Breiten bereits im Januar zu Welt. Streng genommen werden zur Aufzucht erforderliche Fuchsväter schon im Dezember von Jägern eliminiert, denn sobald der Rüde sich – meist ab Mitte, Ende November – gepaart hat, ist er ein künftiges Elterntier.

Rehen, Hirschen oder Gämsen geht es in Bayern nicht besser. “Wald vor Wild” heißt die Devise, die seit 2005 im Bayerischen Waldgesetz auf Betreiben von Waldbesitzern, Förstern und dem Ökologischen Jagdverband festgeschrieben ist. Auch Bündnis90/Die Grünen werfen dafür alles, wofür sie in Sachen Tierschutz mal standen, über Bord. Drückjagden, an denen viele Dutzend Jäger und Treiber mit ihren Hunden teilnehmen, finden in Bayern regelmäßig noch bis in den Hochwinter hinein statt. Eigentlich die Zeit, in der der Stoffwechsel von Rehen und Hirschen heruntergefahren ist, um die karge Jahreszeit mit wenig Nahrung zu überstehen. Die Tiere verbrauchen unnötigerweise Energie, die letztlich durch das kompensiert wird, was eigentlich vermieden werden sollte: Den Verbiss von jungen Bäumen.

Waidgerechtigkeit gibt es bei diesen Jagden, die insbesondere durch die Bayerischen Staatsforsten, aber wohl auch durch andere große Waldbesitzer wie Thurn und Taxis oder das Fürstenhaus Waldburg-Zeil durchgeführt werden, nicht einmal auf dem Papier. Da werden – wie diverse Studien und auch Aussagen von Berufsjägern belegen – Tiere in den Bauch geschossen, ihnen werden mit schweren Geschossen die Unterkiefer weggeblasen oder sie werden durch außer Kontrolle geratene Hundemeuten verbissen. Dozenten der Bayerischen Forsthochschule Weihenstephan im Norden der Landeshauptstadt werden mit tierverachtenden Parolen wie “Nur ein totes Reh ist ein gutes Reh” oder “Beim Reh brauchst du nicht hinschauen, was es ist. Hauptsache du machst den Finger krumm” zitiert.

Dass Jäger in den Bayerischen Staatsforsten es mit den ungeschriebenen Gesetzen der Waidgerechtigkeit nicht so eng sehen, ist gemäß der Aussagen von Berufsjägern und von Beobachtern Fakt. Es ist aber auch so, dass vorsätzlich und durch die Behörden geduldet nicht nur Schonzeitvergehen bei den Füchsen hingenommen werden, sondern auch beim Rehwild. So ist es bei Drückjagden nicht selten der Fall, dass im Dezember oder in Januar auch Rehböcke, die dann unter die gesetzliche Schonzeit fallen, erlegt werden. Sie sind, dadurch dass sie im Winter kein Gehörn tragen, von den Ricken nur schwierig zu unterscheiden. Allein in 2019 bemängelte der Verein Wildes Bayern jagdbezogene Vergehen bei mehr als zehn Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten: Es ging um den Abschuss neben der Winterfütterung, um Hetzjagden, um Drückjagden im März und April oder Jagden im Schutzgebiet. Ein langjähriger Jäger drückt es so aus: “Staatsforst, Fürst und so manche Jagdgenossenschaft scheren sich einen Dreck um Rechtsnormen.”

Im ländlichen Raum in Bayern wird gezielt und erfolgreich Stimmung gegen rückkehrende Arten gemacht. Fischotter, Biber, Kormoran, Wolf und Luchs werden als Sündenböcke benutzt, um von den eigenen Defiziten sowohl beim Schutz von Fließgewässern wie der fehlgeleiteten Agrarpolitik abzulenken. Selbst in Natur- und in Vogelschutzgebieten wie am Chiemsee sollen Ausnahmen für den Abschuss von Kormoranen und Bibern erlassen worden sein. Vielerorts werden wohl mit Duldung der Lokalpolitiker auch Biberbauten systematisch zerstört und weggeräumt. Anzeigen gegen illegales Vorgehen werden nicht oder nur zögerlich verfolgt. Wer sich traut einzuschreiten wird nicht selten bedroht.

Viele der den Tieren zugeschriebenen Probleme sind menschengemacht und könnten ohne die aufgezeigten tierquälerischen Maßnahmen gelöst werden. So trägt die intensive Jagd durch die immensen Störungen des Lebensrhythmus erst dazu bei, dass das Rehwild überhaupt junge Bäume verbeißt. Man könnte junge Pflanzen auch preiswert und einfach durch für Rehe unangenehm riechenden Anstrich schützen oder durch spezielle Manschetten für den Leittrieb der jungen Pflanzen, das Stück für 13 Cent. In Teilen der Schweiz wird erfolgreich ein Ruhezonenmodell praktiziert, welches auch in den Wäldern derer von Gemmingen Nachahmer gefunden hat: auf etwa 25-30 Prozent der Fläche werden großräumige jagdfreie Areale und unbejagte Äsungsflächen geschaffen. Das sind geeignete Rückzugsgebiete für Hirsche, Rehe oder Gämse. Ohne den permanenten Jagddruck finden sie dort regelmäßig Nahrung und werden nicht zu “Waldschädlingen”. Man könnte auch einfach den Massenabschuss im Rahmen der unsäglichen Drückjagden unterlassen. Diese Jagdform war in den letzten 30 Jahren weder im Hinblick auf den Wald noch hinsichtlich der Bestandsregulierung der Tiere effizient. Warum sollte sich das in Zukunft ändern?

Wer Fischteiche systematisch von der natürlichen Randvegetation “säubert” und in diesen Badewannen eine unnatürlich hohe Fischdichte erzeugt, muss sich nicht wundern, wenn der natürliche Fischfresser auf die Massentierhaltung reagiert. Auch der Abschuss von Füchsen oder Waschbären ist völlig sinnlos. Denn die Jagd ist gar nicht in der Lage, den Bestand dieser Tiere zu regulieren. Die Entwicklung der Zahl der Waschbären lässt sich durch die Jagd nicht einmal verzögern. Das einzige was durch die Jagd auf Beutegreifer erreicht wird, ist – neben der Genugtuung ihrer Häscher – die Zerstörung der Sozialgefüge der Wildtiere und die Senkung ihres Durchschnittsalters. Ein Fuchs wird in Deutschland im Durchschnitt nicht einmal zwei Jahre alt.

Wildtierschutz Deutschland e.V.
T. 0177 72 300 86 | lk@wildtierschutz-deutschland.de
www.wildtierschutz-deutschland.de
www.facebook.com/wildtierschutz
Mitbegründer des www.aktionsbuendnis-fuchs.de

Kein 5G auf Wohnimmobilien von Grundbesitz 24

Schutz der Mieter vor gesundheitsgefährdender Mobilfunk-Strahlung

Hamburg (ots) Auf Grund der erheblichen gesundheitlichen Risiken der 5G-Mobilfunk-Technologie hat Grundbesitz 24 den Mobilnetzbetreibern die Installation und den Einsatz von 5G-Einrichtungen auf allen verwalteten Wohnobjekten mit sofortiger Wirkung untersagt.

Kein 5G auf Wohnimmobilien von Grundbesitz 24 / Schutz der Mieter vor gesundheitsgefährdender Mobilfunk-Strahlung Quellenangabe: “obs/Grundbesitz 24 Emissionshaus GmbH/diagnose:funk”

Untersagung von 5G-Einrichtungen

Nach Presseberichten planen Mobilfunkanbieter in 2020 den Beginn der Installation von 5G-Einrichtungen in Berlin und weiteren deutschen Städten.

In mehr als 500 Studien wurden jedoch erhebliche gesundheitliche Gefährdungen durch Mobilfunkstrahlung nachgewiesen (s. u.a. Joel Moskowitz: “We Have No Reason to Believe 5G Is Safe”, Scientific American vom 17.10.2019). https://blogs.scientificamerican.com/observations/we-have-no-reason-to-believe-5g-is-safe/

269 Wissenschaftler haben auf Grund der Gesundheitsrisiken von 5G-Einrichtungen die EU-Kommission aufgefordert, den Ausbau von 5G-Netzen zu unterbinden (s. 5G Appeal: http://www.5gappeal.eu/ ).

Bereits zuvor hatten 252 Wissenschaftler aus 43 Nationen eine Reduzierung der gesundheitsgefährdenden Emissionen von 2G, 3G und 4G-Netzen gefordert (s. EMF Scientist Appeal: https://emfscientist.org/index.php/emf-scientist-appeal ).

Angesichts dieser Faktenlage ist das Verhalten der Mobilfunkunternehmen unverständlich und wird von Grundbesitz 24 abgelehnt. Einen Betrieb von 5G-Einrichtungen wird es auf den Liegenschaften der Firmengruppe nicht geben. Mieteraufklärung über bereits bestehende Risiken bei Funkstrahlung in 2020, Zellschäden, Krebs und Unfruchtbarkeit können nachweislich bereits durch 2G-, 3G- und 4G-Netze sowie bestehende WiFi- und DECT-Geräte verursacht werden.

Um eine gesunde Lebensweise zu unterstützen, weist Grundbesitz 24 alle Mieter auf diese Risiken hin und gibt Tipps zur Reduzierung und Vermeidung. Dafür werden allen Mietern in 2020 die unten genannten Informationsblätter des BUND Landesverband Hamburg e.V. und der Diagnose- Funk – Umwelt- und Verbraucherorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung e. V. übergeben.

BUND Hamburg e.V.: Faszination Mobilfunk – Risiken und Nebenwirkungen für Kinder und Jugendliche [pdf] (http://ots.de/vUdGQF)

Durch mieterfreundliche Bewirtschaftung und kostensparende energetische Modernisierungen können Stiftungen einen Beitrag zur Erhaltung von Sozialstrukturen und zum Ressourcenschutz leisten – mit der Aussicht auf konjunkturunabhängige, stabile Erlöse und laufende Wertsteigerungen. Näheres dazu finden Sie unter www.grundbesitz24.de.

Update zum Luchs-Gehege des Nationalparks Harz

Dritter Luchs im Harz zurück im Gehege – Öffentliche Luchsfütterung entfällt bis auf Weiteres

Gute Nachrichten für den Luchsbeauftragen des Nationalparks Ole Anders und sein Team: Nachdem bereits vergangene Woche zwei der drei ausgebrochenen Luchse wieder eingefangen werden konnten, ist nun auch Luchs-Kuder „Paul“ zurück in einem Gehege an den Rabenklippen bei Bad Harzburg.

Luchs-Kuder Paul ist zurück und nach einem Autounfall wieder auf den Beinen – hier in einem kleinen Separationsgehege an den Rabenklippe
(Foto: Nationalpark Harz)

„Pauls“ Rückkehr gestaltete sich allerdings um einiges dramatischer, als es bei den Luchsdamen „Alice“ und „Ellen“ der Fall war. Der Nationalpark hatte am Montagmorgen eine Meldung von einem Autofahrer erhalten, der die Kollision seines Autos mit einem Luchs schilderte. Kurz darauf machten sich Ole Anders und seine Kollegen zum Unfallort zwischen Stapelburg und Ilsenburg auf – dort war vom Luchs zunächst aber keine Spur zu finden, nur einige Blutspritzer stachen den Experten ins Auge. „Die Informationen zum Unfallhergang wirkten sehr dramatisch“, erzählt Anders. Das Tier sei direkt in das Fahrzeug gelaufen und von diesem überrollt worden, anschließend aber trotzdem wieder unter dem Auto hervorgekommen, um die Flucht in den angrenzenden Wald anzutreten.

Gemeinsam mit dem zuständigen Jagdpächter ging das Team um Anders im unmittelbaren Umfeld auf die Suche nach dem Luchs – zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob es sich um „Paul“ handelt. Rund 50 Meter entfernt vom Straßenrand wurde schließlich ein Luchs entdeckt. Nach mehreren Anläufen gelang die Betäubung mit dem mitgeführten Narkosegwehr. „Das Tier hat sich mehrfach von uns entfernt. Für mich ein gutes Zeichen, die Verletzungen schienen zum Glück nicht allzu schlimm zu sein“, sagt Ole Anders. Dass es sich auch tatsächlich um „Paul“ handelt, konnte nach der Betäubung schnell und unkompliziert mit einem Chip-Lesegerät ermittelt werden.

Vom Unfallort aus ging es für den Kuder zum Tierarzt Thomas Went nach Harlingerorde, der bereits einige Erfahrung mit Luchsen sammeln konnte. In der Praxis wurden bei „Paul“ fünf gebrochene Rippen, mehrere Prellungen und ein blutunterlaufenes Auge festgestellt. Lebensgefahr bestand laut Went nicht, dennoch muss die Entwicklung des Tieres in den nächsten Tagen genau im Blick gehalten werden.

Nachdem er wieder eingefangen werden konnte,
ging es für Paul erstmal zum Tierarzt
(Foto: Nationalpark Harz)

Mittlerweile ist „Paul“ in einem separaten und vor allem ruhigen Gehege an der Rabenklippe bei Bad Harzburg untergebracht. Alle Beteiligten sind froh, dass die Odyssee der Luche nach nunmehr zwei Wochen beendet ist. Durch Orkan Sabine war nicht nur das Gehege durch herabfallende Bäume stark beschädigt worden, auch Luchs „Tamino“ kam bei dem massiven Wetterereignis ums Leben.

Am Schaugehege an den Rabenklippen dauern indes die umfangreichen Aufräum- und Reparaturarbeiten weiter an. Das Gelände bleibt für Besucher gesperrt. Die öffentlichen Luchsfütterungen entfallen bis auf Weiteres. Vielen Dank an alle, die uns bei der Suche nach unseren Gehegeluchsen unterstützt haben!

https://www.nationalpark-harz.de

Rettungsgasse rettet Leben – Verstöße werden zukünftig härter bestraft

München (ots) Im Zuge der Reform der Straßenverkehrsordnung werden in Zukunft Verstöße gegen die Rettungsgasse härter bestraft. Wer keine Rettungsgasse bildet, zahlt (wie bisher auch) 200 Euro Bußgeld und kassiert zwei Punkte in Flensburg. Dazu kommt jetzt noch ein Monat Fahrverbot. Deutlich härter werden künftig auch Fahrer bestraft, die durch die Rettungsgasse fahren oder sich an Einsatzfahrzeuge dranhängen: mindestens 240 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Damit die Rettungs- und Einsatzkräfte schnell und ohne Behinderung zum Unfallgeschehen kommen, muss die Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden. Und so geht`s: Auf Autobahnen und Straßen außerorts mit mehreren Fahrstreifen je Richtung weichen die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links aus, alle anderen orientieren sich nach rechts. Da auf die Polizei noch Notarzt, Feuerwehr oder Abschleppdienst folgen können, muss die Rettungsgasse so lange offenbleiben, bis der Stau sich auflöst.

Auch wer jetzt in Richtung Skigebiete unterwegs sind, sollte auf die Regelungen zur Rettungsgasse im Ausland achten. In Österreich besteht die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. Auf zwei- oder mehrspurigen Fahrbahnen müssen sich alle Verkehrsteilnehmer bereits bei stockendem Verkehr auf der linken Spur so weit links wie möglich einordnen. Alle Fahrzeuge auf den anderen Spuren orientieren sich so weit wie möglich nach rechts.

In Frankreich müssen Autofahrern den Einsatzfahrzeugen die Möglichkeit geben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren. Die Schweiz sieht auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen muss für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte der zwei Fahrstreifen frei bleiben. Bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen ist die Gasse zwischen dem linken und dem zweiten Fahrstreifen von links zu bilden. Und in Italien gibt keine speziellen Vorschriften.

ADAC.de

ADAC und Continental suchen den Fahrsicherheits-Profi

Bis zum 3. Mai bewerben, sicher fahren und gewinnen

München (ots) Bereits zum vierten Mal suchen ADAC und Continental im Rahmen der gemeinsamen Kooperation “Partner für mehr Sicherheit” den Fahrsicherheits-Profi. Geschick, Gefühl und eine sichere Fahrweise können in diesem Jahr der Weg zu einem 1er BMW sein. Interessierte Autofahrer können sich bis zum 3. Mai unter www.adac.de/fahrsicherheitsprofi anmelden. Die Vorrundenveranstaltungen finden im Juni und Juli in Linthe, Weilerswist, Gründau, Schlüsselfeld, Nohra (Grammetal) und Augsburg statt. Das Finale wird vom 23. bis 26. Juli im ADAC Fahrsicherheitszentrum in Hannover ausgetragen.

Teilnehmer müssen unter der Anleitung von Fahrsicherheitstrainern Energiesparrunden absolvieren, Geschicklichkeits- und Geländeparcours bewältigen und zeigen, wie gut sie mit verschiedenen Assistenzsystemen zurechtkommen. Außerdem steht ein theoretischer Test auf dem Programm. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die Sicherheit gelegt.

Um mitzumachen braucht es den Führerschein Klasse B bzw. 3. Die Autos werden vom Veranstalter gestellt. Unter allen Bewerbungen werden die Vorrundenteilnehmer ausgelost – und zwar gleich viele Frauen und Männer. Die genauen Daten der Vorrunden und weitere Informationen gibt es unter www.adac.de/fahrsicherheitsprofi.

ADAC trauert um ehemaligen Präsidenten Otto Flimm

Herausragende Persönlichkeit des Clubs im Alter von 90 Jahren gestorben.

München (ots) Im Alter von 90 Jahren ist plötzlich und unerwartet der ehemalige ADAC Präsident Otto Flimm gestorben.

ADAC trauert um ehemaligen Präsidenten Otto Flimm / Herausragende Persönlichkeit des Clubs im Alter von 90 Jahren gestorben / ADAC Ehrenpräsident Otto Flimm. Quellenangabe: “obs/ADAC”

Mit Otto Flimm verliert der ADAC eine herausragende Persönlichkeit, die sich über viele Jahrzehnte unbeirrbar für den ADAC und die europäische Mobilität engagiert hat. Unter der Führung von Otto Flimm entwickelte sich der ADAC zu einem modernen Mobilitätsdienstleister.

ADAC Präsident Dr. August Markl: “Der ADAC von heute ist ohne das langjährige Wirken von Otto Flimm nicht vorstellbar. Sein Engagement und Einsatz haben den Club geprägt. Unser Andenken an Otto Flimm wird bestimmt von der Hochachtung für seine Lebensleistung.”

Otto Flimm war seit 1950 ADAC Mitglied und gründete im gleichen Jahr den ADAC Ortsclub “Brühler Club für Motorsport”. Von 1989 bis 2001 war Flimm Präsident des ADAC, von 1973 bis 2005 Vorsitzender des ADAC Regionalclub Nordrhein. Seit 2001 war Flimm Ehrenpräsident des ADAC. Außerdem fungierte er bis 2015 als Vorsitzender des Brühler Clubs für Motorsport sowie als Vorsitzender des Vereins “Ja zum Nürburgring e.V.”. Daneben gehörte er als Erster Vizepräsident ehrenhalber der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) und als Ehrenmitglied der Stiftung Automobil und Gesellschaft der FIA an.

Otto Flimm wurde für sein Wirken und ehrenamtliches Engagement mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz sowie der Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Kranz.

www.ADAC.de

Finissage mit Schatzgeschichte im Städtischen Museum 19. Januar 2020, 15 Uhr Schatzgeschichten bei Wein:

Wie alles begann… 30 Jahre Städtepartnerschaft Halberstadt und Wolfsburg

In den letzten Wochen zeigte das Museum eine besondere Ausstellung, die sich nun ihrem Ende neigt. Im Rahmen des Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Halberstadt und Wolfsburg präsentierten die Fotoclubs aus diesen Städten ihre Bilder, die Bilder ihrer Stadt. Am Ende dieser Ausstellung soll nun noch einmal der Anlass in den Mittelpunkt gerückt werden. Am Sonntag, dem 19. Januar 2020 heißt es dann wieder: Schatzgeschichten bei Wein: Wie alles begann… 30 Jahre Städtepartnerschaft Halberstadt und Wolfsburg.

Vor 30 Jahren wurde ein Vertrag über eine Städtepartnerschaft zwischen zwei Städten, in zwei Ländern, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten, der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik unterzeichnet.
Im Jahre 1988 nahm die Stadt Wolfsburg Kontakt zur ständigen Vertretung der DDR in Bonn und zum damaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR Erich Honecker auf. Immer wieder bemühte sich Wolfsburg und brachte das Thema in zahlreichen Schreiben und bei persönlichen Besuchen zur Sprache. DDR Führung genehmigte schließlich das Vorhaben. So begann die Odyssee der Schreiben und Zuständigkeiten, die eine Kontaktaufnahme mit einer „nichtsozialistischen“ Stadt mit sich brachte. Am 24. Oktober 1989, schon in den Wirren der Wende und des Zusammenbruchs der DDR, konnte der Vertrag in Halberstadt unterzeichnet werden. Seit dem Abschluss des Vertrages ist die gemeinsame Städtepartnerschaft ein Miteinander, das nicht nur auf dem Papier fixiert wurde, eine Partnerschaft, die bis heute wirklich gelebt wird.
An diesem Nachmittag werden Menschen, die am Beginn dieser bis heute gelebten Partnerschaft mit dabei waren aus ihren Erinnerungen erzählen.

Wir möchten Sie herzlich zu dieser Veranstaltung einladen und bitten um Voranmeldung unter Tel. 03941/551474.

http://www.museum-halberstadt.de

ADAC – In 15 Bundesländern enden die Ferien

Staureicher Feiertag am 6. Januar ADAC Stauprognose für 3. bis 6. Januar

München (ots)

Das letzte Wochenende der Weihnachtsferien hat es für Autofahrer in sich. Fast zeitgleich enden in 15 Bundesländern, in den Niederlanden und etlichen Nachbarländern die Ferien.

Die Stausituation in den Weihnachtsferien / Quellenangabe: “obs/ADAC/ADAC e.V.”

Nur die Schüler Hessens können sich über eine weitere freie Woche freuen. Dass nicht alle Urlauber an ein und demselben Tag zurückkehren, liegt an der diesjährigen Feiertagskonstellation. Montag, 6. Januar (Heilige Drei Könige) ist in Bayern, Baden-Württemberg und Teilen Sachsen-Anhalts Feiertag – allerdings ohne Feiertagsfahrverbot für Lkw. Am selben Tag haben noch die Schulen in Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein geschlossen. Das bedeutet, dass viele Autourlauber aus den genannten Regionen erst an diesem Tag heimkehren. Die Staugefahr ist besonders am Nachmittag groß.

Auf zäh fließenden Verkehr und zeitweise längere Staus muss sich auch einstellen, wer an den Vortagen unterwegs ist. Wie bereits in den Vorjahren beobachtet, erwartet der ADAC eine stetige Zunahme des Verkehrsaufkommens ab Neujahr. Die Wintersportrouten sind wegen des traditionellen Bettenwechsels vor allem am Samstag belastet.

Das sind die wichtigsten Staustrecken zum Ferien-Ende:

   - Großräume Hamburg, Berlin, Köln und München
   - A 1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg
   - A 2 Dortmund - Hannover - Braunschweig - Berlin
   - A 3 Passau - Nürnberg - Frankfurt - Köln
   - A 5 Basel - Karlsruhe
   - A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
   - A 7 Füssen/Reutte - Würzburg - Kassel - Hannover - Hamburg
   - A 8 Salzburg - München - Stuttgart - Karlsruhe
   - A 9 München - Nürnberg - Berlin
   - A 10 Berliner Ring
   - A 24 Hamburg - Berlin
   - A 61 Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach
   - A 81 Singen - Stuttgart
   - A 93 Kufstein - Inntaldreieck
   - A 95 /B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
   - A 96 Lindau - München
   - A 99 Umfahrung München 

Die Rückreisekarawane durchzieht auch die Alpenländer. Die Hauptlast müssen die Fernstraßen aus den Wintersportorten tragen. Dazu zählen in Österreich die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn, die Fernpass-Route sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen, in der Schweiz die Gotthard-Route und die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz. Auch der Andrang an den Autoverladestationen Furka, Lötschberg und Vereina wird zeitweise groß sein. In Italien sind neben der Brennerroute die Straßen aus dem Puster-, Grödner- und Gadertal sowie aus dem Vinschgau am stärksten staugefährdet.

Die Zwangsaufenthalte an den drei Autobahnübergängen Suben (A 3 Linz – Passau), Walserberg (A 8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein – Rosenheim) wegen Personenkontrollen dürften zeitweise bis zu einer Stunde betragen.

Eine detaillierte Stauprognose zur individuellen Routenplanung mit Angaben zur genauen Tages- und Uhrzeit entlang der Route findet man unter http://maps.adac.de.

Ein Bergahorn für die Zukunft

Grundschule „Paul Ernst“ Elbingerode unterstützt den Nationalpark Harz mit einer Spende

Ein Bergahorn steht stellvertretend für die Spende der Grundschule „Paul Ernst“ in Elbingerode für die Zukunft der wilden Wälder im Nationalpark Harz (Foto: K. Bollmann)

Wenn täglich in allen Medien der Klimawandel und die überall sichtbaren Veränderungen in der Natur ein Thema sind, lässt das auch Kinder nicht kalt. Sie haben Fragen, suchen Antworten und wollen selber Lösungen finden. Im Dezember überreichten sie eine Spende für die Pflanzung junger Laubbäume im Nationalpark Harz, um so die Rückkehr der ursprünglich heimischen Laubwälder in ihre angestammten Areale zu unterstützten.

In der Grundschule „Paul Ernst“ in Elbingerode macht man sich Gedanken über den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Natur. Dort wurde im letzten Schuljahr ein „Grünes Klassenzimmer“ ins Leben gerufen. Genau dazu hatte man den alten Schulgarten so umfunktioniert, dass man bei gutem Wetter an der frischen Luft lernen kann. Dabei kamen natürlich auch die Stürme, die Trockenheit und der Borkenkäfer als großes Problem im Harz zur Sprache. Die Kinder berichteten von ihren Besuchen im Nationalpark, schilderten ihre Eindrücke und dachten darüber nach, wie Schüler einer Grundschule aktiv werden könnten. Dabei wurden auch Erinnerungen an zurückliegende Wandertage zum Löwenzahnpfad, Besuche auf dem HohneHof, geführte Projekttage mit Rangern und Förstern und die Teilnahme am Tag der Schulen ausgetauscht. Es gab viel zu erzählen, aber es wurde auch erkannt, dass Hilfe nötig ist.

Selber Bäume pflanzen, das war schnell klar, kam kaum in Frage, da die Kinder für die schwere Arbeit einfach noch zu klein waren. Darum entschied man sich für eine Spende, die für den Kauf von neuen Laubbäumen im Nationalpark Verwendung finden sollte.

Am 16.12.2019 wurde nun nach langer Planung der Spendenscheck von Kindern der Schule, der Schulleiterin  Bettina Borth und Elternvertretern an den Leiter des Nationalparks Andreas Pusch überreicht. Da die eigentliche Idee bereits im Sommer gefasst worden war, hatte der zuständige Revierförster Martin Bollmann Zeit, sich zu überlegen, wie und wo man die Spende besonders gut gebrauchen könnte. Um den guten Gedanken der Kinder zu würdigen, suchte man unter anderem einen großen, frisch gepflanzten Bergahorn aus, den die Kinder von nun an besonders im Blick behalten können. Die fünf anwesenden Kinder übernahmen daher den Auftrag, sich den Standort des Baumes genau einzuprägen und diesen ihren Mitschülern als ein zukünftiges Ziel für Wandertage weiterzugeben.

Nationalpark-Leiter Andreas Pusch nutzte die Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu tun: „Wenn ihr einmal groß seid, trägt auch dieser Baum Früchte und wird sich fortpflanzen. Dann könnt ihr mit euren eigenen Kindern diesen Bergahorn besuchen und aus eurer Schulzeit und eurer Idee, dem Wald zu helfen, erzählen. Der Wald wird sich bis dahin sehr schön entwickelt haben“.

Hintergrund: Pflanzungen im Nationalpark?

Der Nationalpark Harz ist ein Entwicklungsnationalpark. Das bedeutet, in einigen Bereichen unterstützt der Nationalpark die Rückkehr der ursprünglich in tieferen und mittleren Lagen heimischen Laubwälder noch durch Pflanzungen. Diese jungen Laubbäume sollen zu Samenbäumen für die zukünftigen wilden Naturwälder heranwachsen.

Allein von 2008 bis 2019 wurden rund 4,7 Mio. Rotbuchen und weitere heimische Arten im Nationalpark gepflanzt. Diese Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone des Nationalparks. Sie nimmt aktuell noch rund 40% der Schutzgebietsfläche ein. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt – in der aktuell 60% umfassenden Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie.

https://www.nationalpark-harz.de